Unternehmensnachrichten
Steigende Alupreise bringen Alcoa überraschend Gewinn
Der Aluminiumhersteller Alcoa, der traditionell den Reigen der amerikanischen Quartalsberichte eröffnet, hat es entgegen aller Befürchtungen in die Gewinnzone geschafft. Dank Sparmaßnahmen und wieder steigender Aluminiumpreise wies der Konzern am Dienstagabend für den Jahresbeginn einen Überschuss von 94 Millionen Dollar aus, was je Aktie 9 Cent bedeutet. Die Analysten hatten mit einem Verlust von drei Cent gerechnet.
Zwar war der Gewinn noch weit entfernt von den 308 Millionen Dollar vor einem Jahr, was immerhin einem Einbruch von knapp 70 Prozent gleichkommt, aber die Anleger hatten Schlimmeres erwartet.
Alcoa erzielte von Januar bis März immer noch 9,3 Prozent niedrigere Preise als vor einem Jahr. Im Vergleich zum vierten Quartal sind sie jedoch um 2,4 Prozent gestiegen. Zudem zogen die Verkaufsmengen an, so dass der Umsatz im Jahresvergleich leicht auf sechs Milliarden Dollar zulegte.
Firmenchef Kleinfeld äußerte sich zum weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. „Wir sehen Nachfragewachstum in so ziemlich allen Endmärkten weltweit“. Angesichts der Reduktion der Schmelzkapazitäten einiger Hersteller in China - dem mit Abstand größten Aluminiumproduzenten - werde der weltweite Verbrauch das Angebot um 435.000 Tonnen übersteigen. (Dow Jones)
Nachfrage aus Schwellenländern beschert Givaudan Umsatzplus
Die weiter ungebrochene Nachfrage aus den Schwellenländern sowie nach Luxusparfüms hat dem weltgrößten Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan im Auftaktquartal 2012 zu einem leichten Umsatzplus verholfen. Wie aus einer Mitteilung des Konzerns hervorgeht, stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal trotz der derzeitigen Frankenstärke um 4,7 Prozent auf 1,06 Milliarden Schweizer Franken (882 Millionen Euro). Analysten hatten im
Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,05 Milliarden Franken gerechnet.
Das Unternehmen bestätigte zudem, mittelfristig schneller als die Konkurrenten wachsen zu wollen. Givaudan peilt ein jährliches organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent an - vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Marktwachstums in normalen Jahren von zwei bis drei Prozent. (Reuters)
LDK Solar verschiebt Zahlenvorlage
Der chinesische Photovoltaikspezialist LDK Solar hat laut Medienberichten die Veröffentlichung seiner Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vom 12. auf den 30. April verschoben. Als Grund habe das Unternehmen genannt, es brauche mehr Zeit, um die notwendigen Daten zusammenzustellen. „Das klingt nicht gerade glaubwürdig“, sagte ein Händler. Der Kurs war im regulären Handel um mehr als zwei Prozent gefallen, nachdem das Unternehmen Stellenstreichungen angekündigt hatte. (dpa-AFX Broker)
SAP kauft Software-Partner Syclo
Der Software-Hersteller SAP hat seinen langjährigen Partner Syclo aus den Vereinigten Staaten übernommen. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Syclo mit Sitz in Chicago hat sich auf betriebswirtschaftliche Software spezialisiert, die von Außendienst-Mitarbeitern auf mobilen Computern genutzt wird.
Die 1995 gegründete Firma zählt rund 170 Mitarbeiter und mehr als 750 Unternehmen als Kunden, unter anderem aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie aus der Energie- und Versorger-Branche. (Reuters)
Yahoo stellt sich neu auf
Der Internetkonzern Yahoo will den Schwerpunkt seiner Tätigkeit künftig auf den Handel über das Internet legen. Der Konzern soll nun in drei Hauptgruppen aufgegliedert werden. Die Sparte Consumer soll die Medienwebseiten, die Web-Suche und die Email-Dienste umfassen. Die Sparte Regionen soll die Umsätze verantworten und in die Bereiche Americas, Europa und Asien untergliedert werden. Der dritte Bereich Technologie soll die Datenzentren und Systeme umfassen, mit denen die Yahoo-Webdienste laufen, sowie die Werbeplattformen.
Der Bereich Commerce solle über den traditionellen elektronischen Handel hinausgehen, so Thompson: „Der Fokus dieses Teams wird sein, (die Rendite auf die Investitionen) der Werbetreibenden und Agenturen, die Nutzer über Yahoo erreichen, in die Höhe zu treiben, indem es für sie den Kreis zwischen Nutzerinteresse, Werbeausgaben, Konsumentenabsicht und Kaufverhalten schließt.“
Im Wesentlichen stellte Thompson damit in Aussicht, dass Yahoo seinen derzeitigen Partnern inklusive den Werbekunden helfen werde, mehr Produkte an die Besucher der Yahoo-Webseiten zu verkaufen. Das dürfte dann auch zu mehr Provisions- und Gebühreneinahmen für Yahoo führen. Wie der Konzern das im Einzelnen erreichen will, dazu äußerte sich der Manager nicht. (Dow Jones)
Chevron profitiert von hohen Preisen und besseren Raffineriemargen
Das amerikanische Ölunternehmen Chevron hat im Auftaktquartal von steigenden Rohölpreisen und besseren Margen im Raffineriegeschäft profitiert. Der Gewinn im Zeitraum von Januar bis März sei deswegen höher ausgefallen als im vergangenen Quartal. Für Rohöl aus den amerikanischen Ölfeldern konnte Chevron im Schnitt 105,65 Dollar pro Barrel erzielen, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr und 0,3 Prozent mehr als im vierten Quartal. (Dow Jones)
Carlyle könnte bei Börsengang bis zu 800 Millionen Dollar einnehmen
Die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Carlyle könnte Kreisen zufolge bei ihrem bevorstehenden Börsengang bis zu 800 Millionen Dollar einnehmen. Die Vermarktung der Emission könnte bereits in der kommenden Woche starten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Insgesamt strebe Carlyle eine Bewertung zwischen 7,5 bis 8 Milliarden Dollar an. Wie Anfang April aus Unterlagen hervorging, die die Gesellschaft bei den Behörden einreichte, sollen zunächst zehn Prozent der Firma verkauft werden, womit sich Erlöse zwischen 750 und 800 Millionen Dollar ergeben. Carlyle lehnte eine Stellungnahme ab. (Reuters)
Wirtschaftsnachrichten
Preisauftrieb im deutschen Großhandel schwächt sich weiter ab
In Deutschland hat sich der Preisauftrieb im Großhandel weiter deutlich abgeschwächt. Für März meldete das Statistische Bundesamt am Mittwoch einen Preisanstieg im Jahresvergleich von 2,2 Prozent. Im Januar und im Februar habe die Teuerungsrate noch bei 3,0 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent gelegen, hieß es weiter. Im Monatsvergleich seien die Preise im Großhandel den Angaben zufolge um 0,9 Prozent gestiegen. Einen wesentlichen Anteil an der Teuerung im März hätten die um 6,6 Prozent höheren Preise im Großhandel für Heizöl und Kraftstoffe, hieß es weiter. Dagegen habe es Preisrückgange bei Getreide, Rohtabak, Saatgut, Futtermitteln sowie Obst und Gemüse gegeben. (dpa-AFX)
Japans Maschinenbauaufträge legen im Februar überraschend zu
Der Auftragseingang im japanischen Maschinenbau ist im Februar unerwartet gestiegen. Der Ordereingang stieg in der Kernberechnung im Vergleich zum Vormonat um 4,8 Prozent. Volkswirte hatten im Mittel dagegen einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Unbereinigt lag der Auftragseingang um 8,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das Kabinettbüro hob erstmals seit Juni 2011 die Beurteilung der Branche an. Es wird nun mit einem milden Aufwärtstrend gerechnet, während zuvor eine uneinheitliche Entwicklung erwartet worden war. (Dow Jones)
Birma will mit japanischer Hilfe eigene Börse aufbauen
Birma will seine wirtschaftliche Öffnung offenbar mit der Gründung einer eigenen Börse vorantreiben. Das weitgehend international isolierte Land werde mit Hilfe der Tokioter Börse und des japanischen Börsenmaklers Daiwa Securities den Handelsplatz bis 2015 aufbauen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch in Japan. Eine entsprechende vorläufige Einigung mit der Zentralbank Birmas sei erzielt worden. Eine Absichtserklärung solle Mitte Mai folgen. Von der Börse in Tokio und Daiwa hieß es, ein endgültiges Abkommen stehe noch nicht.
Das von einer Militärjunta geführte und in Myanmar umbenannte Land hat im vergangenen Jahr eine ganze Reihe von Reformen Richtung Demokratie angestoßen. Die Zentralbank setzte unlängst Zeichen für die wirtschaftliche Liberalisierung: Sie wertete den heimischen Kyat drastisch ab und passte damit das Währungssystem der Realität an. Angesichts der Entwicklungen erwägen mittlerweile die Europäische Union und die Vereinigten Staaten eine Aufhebung ihrer Sanktionen. (Reuters)
