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Medienschau Advent könnte Douglas übernehmen

 ·  Der Gewinn des Credit Agricole bricht ein, um Q-Cells kommt es zu einem Wettbieten. Die japanische und französische Regierung beurteilen die Wirtschaftslage skeptischer.

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Unternehmensnachrichten

Gewinneinbruch bei Credit Agricole

Die französische Großbank Credit Agricole hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn sank um 67 Prozent auf 111 Millionen Eurote. Die Einnahmen gingen um 14 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro zurück. Belastend wirkte sich im Quartal weiter das Griechenland-Geschäft um die Sparte Emporiki aus. Die Verhandlungen über einen möglichen Verkauf dauerten an, erklärte Credit Agricole. Vertiefte Gespräche mit einem Interessenten gebe es aber bislang nicht. Auch eine Abschreibung auf einen Anteil an der italienischen Bank Intesa Sanpaolo belastete das Ergebnis. (Reuters)

Investor Advent bereit für Douglas-Übernahme

Der Handelskonzern Douglas könnte einem Zeitungsbericht zufolge vom amerikanischen Investor Advent übernommen werden. Die „Financial Times Deutschland“ (Dienstag) berichtete unter Berufung auf Finanzkreise, das amerikanische Unternehmen habe sich bereits mit der Oetker-Gruppe und dem Drogeriemarkt-Betreiber Erwin Müller geeinigt, die beide beträchtliche Anteile an dem Hagener Konzern halten. Geplant sei ein Übernahmeangebot von Advent zum Preis von etwa 38 bis 40 Euro je Douglas-Aktie. Eine Bestätigung dafür war zunächst nicht zu erhalten. (dpa-AFX)

Wettbieten um Q-Cells

Nach der Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit dem südkoreanischen Mischkonzern Hanwha hat am Montag der spanische Solarkonzern Isofoton ein Angebot für Q-Cells vorgelegt. Über dessen Höhe wird vorerst Stillschweigen gewahrt. Jedoch soll die Belegschaft um zehn Prozent reduziert werden, erklärte Isofoton. Allerdings sollten keine Jobs an einen anderen Ort verlegt werden. Sollte Isofoton mit seinem Angebot Erfolg haben, werde es in den kommenden Jahren rund 300 Millionen Euro in Malaysia und Deutschland investieren, erklärte das Unternehmen weiter. Laut einer Isofoton-Sprecherin hat das Unternehmen einen amerikanischen Fonds als Partner gewonnen.

IBM übernimmt Cloud-Anbieter Kenexa

IBM setzt auf das schnell wachsende Geschäftsfeld der Cloud-Dienste. Für rund 1,3 Milliarden Dollar in bar übernimmt der Konzern den Anbieter von Software für das Personalwesen Kenexa. Mit dem Ausbau des Cloud-Computing könnte IBM auch Oracle und SAP Konkurrenz machen, die beide jüngst in dem aufstrebenden Sektor zugekauft hatten. Die Transaktion soll vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen im vierten Quartal abgeschlossen werden.

Kenexa zählt den Angaben zufolge mehr als 8.900 Kunden in diversen Branchen wie Finanzdienstleistungen, Pharma und Einzelhandel. Sie ist in 21 Länder aktiv und beschäftigt etwa 2.800 Mitarbeiter. (Dow Jones)

Apple beantragt Verkaufsstopp von 8 Samsung-Geräten in den Vereinigten Staaten

Nach dem Sieg im Patentstreit hat Apple ein Verkaufsverbot für acht Samsung-Geräte beantragt. Dazu zählten auch Modelle des Smartphones Galaxy des südkoreanischen Rivalen, wie aus am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Ein amerikanisches Gericht hatte am Wochenende die Verletzung von Apple-Patenten festgestellt und den Kaliforniern Schadensersatz in Höhe von rund einer Milliarde Dollar zugesprochen. (Reuters)


Wirtschaftsnachrichten

Fed erwägt Aufschub für mittlere Banken bei Stresstests

Die amerikanische Notenbank erwägt für mittelgroße Banken bei der Einführung von jährlichen internen Stresstests einen Aufschub bis September 2013. Dies solle sicherstellen, dass Institute mit Vermögenswerten zwischen zehn und 50 Milliarden Dollar ausreichend Zeit hätten, „um Stresstest-Programme von hoher Qualität zu entwickeln“, teilte die Fed am Montag mit. Zuletzt seien Bedenken aufgekommen, ob die Banken zu solchen Belastungsproben in der Lage seien angesichts des voraussichtlich kurzen zeitlichen Abstands zwischen dem Erlass einer endgültigen Regelung für die Stresstests und deren Einführung. (Reuters)

Japanische Regierung beurteilt Wirtschaftslage skeptischer

Die japanische Regierung hat erstmals seit knapp einem Jahr ihren Ausblick für die Wirtschaft des Landes gesenkt. Schuld sei die erlahmende Konjunktur in den Vereinigten Staaten und China sowie die Schuldenkrise in Europa, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten monatlichen Bericht zur Wirtschaftslage. Zwar trage der Wiederaufbau nach dem verheerenden Tsunami vom vergangenen Jahr zu einer zögerlichen Erholung bei, aber zuletzt seien schwächere Entwicklungen verzeichnet worden. Deshalb bewertete die Regierung sowohl die Aussichten für den Export als auch für die Industrieproduktion skeptischer als noch vor einem Monat. (Reuters)

Französische Regierung räumt Wirtschaftsflaute ein

Die französische Wirtschaft wird nach Einschätzung der Regierung im kommenden Jahr wohl noch langsamer wachsen als bislang angenommen. Die Wachstumsprognose der Regierung von 1,2 Prozent müsse möglicherweise etwas reduziert werden, räumte Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault am Montag ein. Die meisten Volkswirte trauen der französischen Wirtschaft 2013 nach einer Stagnation in diesem Jahr lediglich ein Wachstum von 0,5 bis 1,0 Prozent zu. Die Zahl der Arbeitslosen kletterte im Juli den 15. Monat in Folge auf nunmehr 2,987 Millionen. Es ist der höchste Stand seit Juni 1999. (Reuters)

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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