Nach positiven Vorgaben aus Übersee hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zugelegt. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten wieder über die psychologisch wichtige Marke von 8000 Punkten und stand zuletzt 0,8 Prozent höher bei 8031 Punkten. Der M-Dax gewann 0,5 Prozent auf 13.462,3 Punkte und der Tec-Dax rückte um 0,5 Prozent auf 927,4 Punkte vor. Der marktbreite FAZ-Index steigt um Prozent auf Punkte.
Der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial hatte am Vorabend mit einem weiteren kleinen Plus einen abermaligen Rekord markiert - den siebten in Folge und er verzeichnete auch seine längste Gewinnstrecke seit 1996. Die Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten seien stark ausgefallen, sagte Marktstratege Stan Shamu von IG. Zudem schloss der Nikkei-225-Index in Tokio so hoch wie seit September 2008 nicht mehr.
Deutsche Anleihen verlieren leicht zum Start
Deutsche Staatsanleihen sind am Donnerstag mit leichten Verlusten in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank am Morgen um 0,1 Prozent auf 143 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag nahezu unverändert bei 1,48 Prozent.
Am Donnerstag rückt Spanien in den Fokus. Das krisengeschwächte Land wird versuchen, gleich mehrere langlaufende Staatsanleihen zu plazieren. Die bis zuletzt entspannte Lage am spanischen Anleihemarkt spricht für eine reibungslose Auktion. Dem könnten allerdings die langen Laufzeiten von bis zu 28 Jahren entgegenstehen.
Euro bleibt vor Spanien-Auktion unter Druck
Der Euro hat am Donnerstag vor einer Versteigerung spanischer Staatsanleihen unter Druck gestanden. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2960 Dollar und damit kaum mehr als im Tief am Vortag. Ein Dollar war zuletzt 0,7715 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,2981 (Dienstag: 1,3053) Dollar festgesetzt.
Am Donnerstag rückt Spanien in den Fokus. Das krisengeschwächte Land wird versuchen, gleich mehrere langlaufende Staatsanleihen zu plazieren. Die bis zuletzt entspannte Lage am spanischen Anleihemarkt spricht für eine reibungslose Auktion. Dem könnten allerdings die langen Laufzeiten von bis zu 28 Jahren entgegenstehen.
Kein klarer Trend an asiatischen Aktienmärkten
An den Börsen in Asien hat sich am Donnerstag kein einheitlicher Trend herausgebildet. Der länderübergreifende MSCI Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan enthält, gab bislang um 0,7 Prozent auf 882,! Punkte nach. Nach zwei Verlusttagen nacheinander legte der Nikkei-225-Index in Tokio wieder um 1,2 Prozent auf 12.381,2 Punkte zu. Damit steht der Leitindex so hoch wie zuletzt im September 2008. Nachdem das japanische Unterhaus den Weg für Haruhiko Kuroda an die Spitze der Notenbank frei gemacht hat, ist für Premierminister Shinzo Abe damit die erste Hürde in Richtung einer noch expansiveren Geldpolitik genommen.
Die Verluste am Handelsplatz Hong Kong begründeten Händler mit der anhaltenden Sorge vor einer Blasenbildung am überhitzten chinesischen Immobilienmarkt. Der Hang Seng Index verlor zuletzt 0,6 Prozent auf 22.425,2 Punkte. Der CSI 300 Index rückte mit plus 0,04 Prozent auf 2528,4 Punkte nur unwesentlich vor. Der Index umfasst die Titel der 300 größten Unternehmen vom chinesischen Festland mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen. Koreas Kospi-Index kletterte wieder über die Marke von 2000 Punkten und schloss mit plus 0,1 Prozent bei 2002,1 Punkten. In Singapur sank der FTSE Straits Times Index bislang um 0,2 Prozent auf 3281 Punkte, während der indische Sensex in Mumbai um 0,2 Prozent auf 19.405,5 Punkte zulegte.
Nachbörse Nyse: Schwacher Ausblick belastet Vera Bradley
Leicht fester leichter präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Mittwoch im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 0,55 Punkte auf 2799,23 Zähler.
Ein enttäuschender Ausblick hat den Aktienkurs von Vera Bradley am Mittwoch im nachbörslichen Handel auf nasdaq.com belastet. Die Titel verloren bis 19.49 Uhr Ortszeit 3,7 Prozent auf 23,98 Dollar, nachdem die Handtaschen-Herstellerin für das laufende erste Quartal deutlich niedrigere Umsatz- und Gewinnziele genannt hatte, als Analysten erwartet hatten. Der Kurs von Men’s Wearhouse sprang dagegen bis 19.59 Uhr um 13,4 Prozent auf 32,95 Dollar nach oben. Der Textilhändler hatte mitgeteilt, er habe Jefferies & Co damit beauftragt, die „strategischen Möglichkeiten“ des Geschäftsbereichs K&G auszuloten. Die Sparte war zuletzt nicht gut gelaufen.
Einzelhandelsdaten stützen Wall Street
An der Wall Street haben sich auch am Mittwoch die Optimisten durchgesetzt. Gestützt von starken Einzelhandelsdaten schlossen die amerikanischen Aktienmärkte knapp im Plus. Die Kursrally seit Jahresbeginn stimmt allerdings viele Investoren inzwischen vorsichtiger. Sie stellen sich auf eine Konsolidierung ein und glätten ihre Positionen. Mark Lehmann von der Investmentbank JMP Securities sieht jedoch keine Anzeichen für eine akute Überhitzung. „Alles scheint relativ gemäßigt für einen Markt, der fast jeden Tag auf neue Höchststände steigt“, sagte er. „Ich denke, das ist ein relativ positiver Hintergrund.“ Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,04 Prozent auf 14.455 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Verlauf zwischen 14.411 und 14.472 Stellen gependelt war. Er schloss damit den neunten Handelstag in Folge mit Kursgewinnen ab. Eine derartige Serie legte der Dow zuletzt Ende 1996 hin. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 0,1 Prozent vor auf 1554 Zähler. Auch der Technologieindex Nasdaq kletterte um 0,1 Prozent auf 3245 Stellen.
Neue Zahlen der Einzelhändler zeigten, dass die amerikanische Wirtschaft allmählich in Schwung kommt. Der Branchenumsatz legte im Februar mit 1,1 Prozent überraschend stark zu. Einzelhandelsaktien zogen überdurchschnittlich an. Der Morgan-Stanley-Sektorindex kletterte 0,7 Prozent. Blackberry-Aktien schnellten um mehr als 8 Prozent nach oben. Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, eine Bestellung über eine Million seiner Smartphones erhalten zu haben. Coach stiegen 1,8 Prozent. Die Experten der Citigroup hatten ihre Bewertung des Luxuslederwaren-Herstellers angehoben. Der Kurs von Walgreen kletterte um 4,2 Prozent. Hier waren es die Analysten der UBS, die mit einer Hochstufung der Drogeriekette für Auftrieb sorgten. Zu den Verlierern zählten hingegen Express, die um 3,2 Prozent absackten. Der Bekleidungshändler hatte zuvor vor einem schwachen Start ins laufende Quartal berichtet.
Amerikanische Anleihen kaum verändert
Die amerikanischen Staatsanleihen haben sich am Mittwoch kaum bewegt. Zweijährige Anleihen büßten 1/32 Punkt ein auf 99 31/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,261 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken um 1/32 Punkte auf 99 11/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,881 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen gaben 1/32 Punkte nach auf 99 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,023 Prozent. Lang laufende Anleihen mit einer Laufzeit von dreißig Jahren setzten um 3/32 Punkte zurück auf 98 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,223 Prozent.
Kein gutes Zeichen
Klaus Letis (odysseus_8)
- 14.03.2013, 10:19 Uhr
