Dax legt Pause ein
Der Dax ist am Freitag mit leichten Kursverlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex verzeichnete am Morgen ein Minus von 0,2 Prozent auf 6643 Punkte, nachdem er am Donnerstag 0,6 Prozent gewonnen hatte. Der MDax lag mit 0,01 Prozent im Minus bei 10.211 Punkten. Der TecDax dagegen gewann 0,06 Prozent auf 762 Punkte.
Im Mittelpunkt des Börsengeschehens dürften die Arbeitsmarktdaten aus Amerika am Nachmittag (14.30 Uhr MEZ) stehen. Sie gelten als wichtiges Indiz für die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft. Analysten rechnen damit, dass im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 150.000 neue Stellen geschaffen wurden.
„Die Anleger werden sich am heutigen Vormittag wohl nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen wollen“, sagte Investmentanalyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg. Ein weiterer Marktbeobachter sprach von zwei Szenarien für die amerikanischen Daten, die jedoch beide positiv für den Aktienmarkt ausgehen könnten. So sei eine Enttäuschung ein möglicher Indikator für eine weitere geldpolitische Lockerung, während eine positive Überraschung ein gutes Zeichen für die Weltkonjunktur sei.
Auf die weiter ausstehende Entscheidung in Griechenland reagierten die Anleger erstaunlich gelassen, fügte er hinzu. Nachdem Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker die Gespräche in Griechenland am Vortag als „extrem schwierig“ bezeichnet hat, schwinden die Hoffnungen auf eine rasche Einigung wieder.
Ein Minus von 1,2 Prozent verzeichneten die Papiere der Deutschen Bank, die damit größter Dax-Verlierer waren. Deutschlands größtes Bankhaus hatte am Donnerstag mit seinen Geschäftszahlen die Anleger enttäuscht. Ihren Höhenflug vom Vortag setzten im MDax die Papiere von Sky Deutschland fort, die um 4,5 Prozent stiegen. Einige Analysten hatten sich positiv zum Bezahlfernsehsender geäußert, nachdem dieser am Vortag Jahreszahlen vorgelegt hatte. Daraufhin waren die Sky-Aktien um fast 20 Prozent gestiegen.
Bund-Futures starten knapp behauptet
Am deutschen Anleihemarkt geht es am Freitag mit den Notierungen leicht nach unten. Der März-Kontrakt des Bund-Futures verliert bis 8.32 Uhr 5 Ticks auf 139,34 Prozent. Das Tageshoch liegt bislang bei 139,47 und das Tagestief bei 139,23Prozent. Umgesetzt wurden bisher rund 21.200 Kontrakte. Der Bobl-Futures verliert 1 Tick auf 125,37 Prozent. Im Handel stellt man sich vor der Bekanntgabe des amerikanischen Arbeitsmarktberichts am Nachmittag auf ein zurückhaltendes Geschäft ein. Die Helaba erwartet eine weiterhin volatile Entwicklung im Bund. Die andauernde Schuldenkrise in der Eurozone biete stets Überraschungspotenzial. Widerstände zeigten sich bei 139,89, 140,01 und am bisherigen Allzeithoch 140,23 Prozent. Eine wichtige Unterstützungszone liege bei 139,11/138,99 Prozent. (Dow Jones)
Wall Street ohne klare Richtung - Arbeitsmarkt ermutigt
Die Wall Street hat am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Quartalsberichte enttäuschten Anleger und schickten etwa Aktien von Pharmaunternehmen auf Talfahrt. Auf der anderen Seite gingen die Arbeitslosen-Erstanträge leicht zurück, was die Hoffnung auf eine niedrigere Arbeitslosenrate schürte. Händler hielten sich allerdings vor der Veröffentlichung der Monatsdaten am Freitag und der jüngsten Rally zurück. Die Signale vom Arbeitsmarkt seien eine gute Nachricht, daneben mehrten sich aber Anzeichen für ein Abklingen des Schwungs, warnte Bruce McCain, Investmentexperte der Key Private Bank in Cleveland. Thema auf dem Parkett war auch die Ankündigung des Facebook-Börsengangs.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 12.705 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.676 und 12.741 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1325 Punkten, ein Plus von 0,1 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent und ging mit 2859 Punkten aus dem Handel. In Deutschland schloss der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 6655 Stellen. In der vergangenen Woche beantragten rund 367.000 Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe. In der Woche davor lag die Zahl bei 379.000. Von Reuters befragte Analysten hatten 375.000 erwartet.
Anleger zeigten sich von den Bilanzen von Gesundheitskonzernen unbeeindruckt. So büßte der US-Pharmakonzern Merck 0,5 Prozent ein. Merck gab nicht zuletzt wegen des Ablaufs von Patenten eine vorsichtige Prognose für das neue Geschäftsjahr ab und erwartet keine Steigerung des Umsatzes 2012. Beim Bestseller, dem Asthmamedikament Singulair, droht spätestens ab August ein Umsatzeinbruch. Auch der Krankenversicherer Cigna und der Hersteller von medizinischen Produkten, Boston Scientific, gaben 3,4 beziehungsweise 4,1 Prozent ab. Der Chemiekonzern Dow Chemical rutschte im Schlussquartal des vergangenen Jahres überraschend in die roten Zahlen. Unter anderem führten Steuereffekte im Brasiliengeschäft im vierten Quartal zu einem Verlust von 20 Millionen Dollar. Die Aktie des größten Chemieunternehmens Amerikas verlor 1,2 Prozent.
Technologiewerte legten im Sog der Qualcomm -Aktie dagegen zu. Das Papier schloss knapp zwei Prozent höher, nachdem der amerikanische Handychip-Hersteller mit seinem Quartalsgewinn die Markterwartungen deutlich übertroffen hatte. Discounter konnten im Januar die Erwartungen von Experten übertreffen - und sendeten damit ein positives Signal für die stark vom Binnenkonsum abhängige amerikanische Wirtschaft. An der Wall Street griffen Anleger bei Target und Costco Wholesale zu. Target gewann 1,1 Prozent, Costco legte 2,8 Prozent zu. An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1685 Werte legten zu, 1279 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1512 im Plus, 973 im Minus und 118 unverändert. (Reuters)
Wall Street Nachbörse/Acme und THQ brechen nach Zahlenvorlage ein
Die Aktien von Acme Packet sind am Donnerstag im nachbörslichen amerikanischen Handel nach Vorlage von schwachen Geschäftszahlen eingebrochen. Der Anbieter von Systemen zur Datenübermittlung im Internet verfehlte mit seinen Viertquartalszahlen die Erwartungen sowohl umsatz- als auch gewinnseitig. Bei der eigenen Zielsetzung wurde zudem nur der untere Rand der in Aussicht gestellten Gewinne erreicht. Auch der Ausblick löste Enttäuschung bei Analysten aus. Anleger senkten den Daumen und schickten das Papier auf nasdaq.com bis 19.59 Uhr Ortszeit um 12,6 Prozent auf Talfahrt, der Schlusskurs lag bei 27,00 Dollar.
Drastisch abgestraft wurden auch THQ, die um 25 Prozent auf 0,57 Dollar abstürzten. Der Anbieter elektronischer Geräte legte schwache Geschäftszahlen vor. Auch Wynn Resorts verfehlte die Markterwartung mit den vorgelegten Viertquartalszahlen zum Umsatz, auf der Gewinnseite überraschte der Konzern dagegen positiv. Bis 19.59 Uhr Ortszeit verlor die Aktie 3,3 Prozent auf 116,80 Dollar. Videospieleanbieter Take-Two Interactive Software senkte die Prognose, der Schritt kam allerdings nicht unerwartet. Der Ausblick übertraf zumindest auf der Gewinnseite die Markterwartung, der Kurs stieg bis 19.51 Uhr Ortszeit um 1,8 Prozent auf 16,00 Dollar.
Nach Geschäftsausweisen stiegen Gilead bis 19.59 Uhr Ortszeit um 4,7 Prozent auf 51,61 Dollar und Novellus um 0,3 Prozent auf 49,50 Dollar. Der Nasdaq-100-after-hours-Index wurde zuletzt mit 2.497 Punkten festgestellt, während der Nasdaq-100 den regulären Handel bei 2.496 Zählern beendete. (Dow Jones)
Amerikanische Anleihen im Späthandel uneinheitlich
Die amerikanischen Anleihen haben sich am Donnerstag uneinheitlich gezeigt. Einerseits belasteten solide Konjunkturdaten, andererseits stützten konjunkturpessimistische Äußerungen des amerikanischen Notenbankchairman Ben Bernanke den Markt. Nach wie präsent, wenn auch etwas im Hintergrund, waren ferner die sich hinziehenden Verhandlungen Griechenlands mit seinen privaten Gläubigern. Ansonsten hielten sich die Anleger in Erwartung des Arbeitsmarktberichts der amerikanischen Regierung am Freitag zurück.
Im späten New Yorker Handel notierten zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,000 Prozent kaum verändert bei 101-17/32 und rentierten mit 1,83 Prozent. Der mit 3,125 Prozent verzinste Longbond gab um 13/32 auf 102-6/32 nach und rentierte mit 3,01 Prozent.
Die am Donnerstag veröffentlichten Daten zur Produktivität außerhalb der Landwirtschaft entsprachen den Erwartungen. Im vierten Quartal war ein annualisiertes Wachstum um 0,7 Prozent verzeichnet worden, das sich mit der Konsensschätzung der von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte deckte. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der Vorwoche um 12.000 und damit stärker als von Ökonomen erwartet, die im Konsens einen Rückgang um 7.000 prognostiziert hatten.
In seiner Rede vor dem Haushaltsausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses bezeichnete Fed-Chairman Bernanke den Verlauf der Konjunkturerholung als frustrierend langsam. Die Verbraucher verspürten einen heftigen Gegenwind, während der Immobilienmarkt in der Depression verharre. Es werde eine lange Zeit dauern, bis der amerikanische Arbeitsmarkt zu einer normalen Verfassung zurückfinde, sagte er. Marktteilnehmer werteten das als neues Signal für die Bereitschaft zu neuerlichen quantitativen Maßnahmen. die Verbraucher verspürten einen heftigen Gegenwind, während der Immobilienmarkt in der Depression verharre. Es werde eine lange Zeit dauern, bis der amerikanische Arbeitsmarkt zu einer normalen Verfassung zurückfinde, sagte er. Marktteilnehmer werteten das als Signal für die Bereitschaft zu neuerlichen quantitativen Maßnahmen.
Hinzu kam, dass Charles Evans, der Präsident der Federal Reserve von Chicago, sich zu wirtschaftlichen Stimuli in Form von „aggressiven“ Anleihekäufen der Notenbank bekannte. Evans sagte ferner, dass Zinserhöhungen noch in weiter Ferne lägen. (Dow Jones)
Euro dreht ins Plus – Amerikanischer Arbeitsmarktbericht im Fokus
Der Euro hat am Freitag nach Verlusten im frühen asiatischen Handel wieder ins Plus gedreht. Im Handelsverlauf richten sich die Augen am Markt vor allem auf den amerikanischen Arbeitsmarktbericht. Am Morgen kostete der Euro 1,3149 Dollar und wurde damit leicht über Vortagesniveau gehandelt. Zuvor war die europäische Gemeinschaftswährung im Fahrwasser schwacher Börsen in Asien auf ein Tagestief von 1,3115 Dollar abgerutscht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3094 (Mittwoch: 1,3175) Dollar festgesetzt.
Im Handelsverlauf dürfte vor allem der Arbeitsmarktbericht in Amerika im Fokus der Anleger stehen. Die Indikationen sind nach Einschätzung der Devisenexperten von der Landesbank Hessen-Thüringen überwiegend freundlich. Allerdings sei im Vergleich zum Dezember kein beschleunigter Beschäftigungsaufbau zu erwarten. Gegenwind könnte dem Euro durch die stockenden Verhandlungen über den griechischen Schuldenschnitt drohen. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte die Gespräche in Griechenland am Vortag als „extrem schwierig“ bezeichnet. (dpa-AFX)
Ölpreise leicht im Plus - WTI und Brent driften weiter auseinander
Die Ölpreise haben am Freitag leichte Gewinne verzeichnet. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 112,47 Dollar. Das waren 40 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 16 Cent auf 96,52 Dollar. Die Differenz zwischen WTI- und Brent-Preis liegt damit auf dem höchsten Stand seit mehr als zwölf Wochen.
Händler machen vor allem gestiegene Lagerbestände in Amerika für den deutlich niedrigeren WTI-Preis verantwortlich. Brent profitiere dagegen von positiven Konjunktursignalen rund um den Globus und steigender Risikobereitschaft an den Finanzmärkten. Im weiteren Handelsverlauf dürfte vor allem der am Nachmittag veröffentlichte amerikanische Arbeitsmarktbericht im Fokus stehen.
Tokioter Börse gibt nach - Sony nach Chefwechsel im Aufwind
Die Aktienmärkte in Fernost haben sich zum Wochenausklang uneinheitlich präsentiert. Die Börse in Tokio gab nach, weil sich die Investoren vor dem Arbeitsmarktbericht aus Amerika zurückhielten. Von den Daten, die am Freitagnachmittag veröffentlicht werden sollten, erhofften sie sich Aufschlüsse über die Entwicklung der weltweit größten Volkswirtschaft. In Japan im Blickpunkt stand der Elektronikkonzern Sony, der nach niederschmetternden Zahlen für seinen Chefwechsel belohnt wurde. Sony-Papiere zogen kräftig an.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,5 Prozent im Minus bei 8831 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,2 Prozent auf 760 Punkte. Der immer noch schwächelnde amerikanische Arbeitsmarkt gilt als Haupthindernis für ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Ökonomen rechnen damit, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Januar um 150.000 gestiegen ist. Im Dezember waren es noch 200.000 Jobs.
Die Sony-Aktie. kletterte über acht Prozent, obwohl der Konzern im Gesamtjahr auf einen Verlust von 2,9 Milliarden Dollar zusteuert. Dabei erhielt offenbar der neue Chef des Elektronikriesen Vorschusslorbeeren. Der langjährige Manager Kazuo Hirari soll bei Sony ab Frühjahr das Ruder herumreißen. „Er genießt etwas Vertrauen“, sagte ein Händler. „Viel schlimmer kann’s ja nicht werden.“ Gegen den Markttrend aufwärtsging es auch für den Kamerahersteller Canon, der die Märkte mit einem Aktienrückkaufprogramm erfreute. Canon-Papiere stiegen um knapp zwei Prozent. Panasonic -Papiere legten im Vorfeld der Quartalszahlen 1,2 Prozent zu, obwohl in Medienberichten schon von einem Rekordverlust die Rede war.
Zu den Verlierern gehörten dagegen die Papiere der Softbank, die sich um 3,6 Prozent verbilligten. Zuvor hatte der Telekomkonzern für das dritte Quartal einen Rückgang des operativen Gewinns und des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunden bekanntgegeben. (Reuters)
Aktien China im Verlauf kaum verändert - Lustloser Handel
Die Börsen in China verzeichnen nach Aussage aus dem Handel am Freitag einen relativ lustlosen Handel und zeigen sich nur wenig bewegt. Eine gewisse Abgabebereitschaft sei aber erkennbar, sagt ein Händler. Ein anderer Marktteilnehmer spricht von einer typischen Konsolidierung nach den deutlichen Vortagesaufschlägen. Der Schanghai-Composite pendelt zwischen positivem und negativem Terrain. Gegen 6.20 Uhr MEZ steigt der chinesische Leitindex um 0,1 Prozent auf 2.314 Punkte, in Hongkong sinkt der HSI um 0,1 Prozent auf 20.719 Zähler.
„Der Handel verläuft bislang äußerst ruhig, aber aus charttechnischer Sicht kann leichter Abgabedruck aufkommen“, sagt Analyst Guo Yong von GF Securities. Belastet von niedrigeren Ölpreisen stehen Energiewerte etwas unter Druck, China Petroleum & Chemical Corp fallen um 1,5 Prozent auf 7,74 Yuan. Im Finanzsektor büßen Shanghai Pudong Development Bank 0,1 Prozent auf 9,39 Yuan ein. China Vanke geben ebenfalls 0,1 Prozent auf 7,69 Yuan ab. (Dow Jones)
Börsen in Lateinamerika uneinheitlich
Lateinamerikas Hauptbörsen sind am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Im brasilianischen São Paulo stieg der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) marginal 26 Punkte oder 0,04 Prozent auf 64 593 Zähler. In Mexiko-Stadt hielt sich der IPC-Index praktisch stabil, mit einer Zunahme von 1,51 Punkten (0,00 Prozent) auf 37 711,16 Zählern. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires verlor der Merval-Index 19,41 Punkte oder 0,68 Prozent auf einen Endstand von 2817,65 Zählern. (dpa)
