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Blick auf den Finanzmarkt Dax startet vor Arbeitsmarktdaten aus Amerika im Minus

 ·  Vor dem Arbeitsmarktbericht aus Amerika ist der Dax am Freitag mit einem Minus von 0,36 Prozent in den Handel gestartet. Die Anleger dürften vor dem Höhepunkt der Woche äußerst zurückhaltend agieren, hieß es am Markt.

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Dax leichter - Zurückhaltung vor amerikanischen Arbeitsmarktbericht

Vor der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts aus Amerika wagen sich die Anleger am Freitag nicht aus der Deckung. Der Dax verliert am Morgen minus 0,36 Prozent auf 6.670,13 Punkte. Tags zuvor hatte das Kursbarometer wie bereits zur Wochenmitte zunächst deutlich zugelegt, war aber letztlich ins Minus abgerutscht. Für den MDax geht es am Freitagmorgen um 0,25 Prozent auf 10.822,89 Punkte nach unten und der TecDax büßt 0,16 Prozent ein auf 794,86 Punkte.

„Die Vorgaben sind gemischt und sprechen in der Summe für einen fortgesetzten Beschäftigungsaufbau. Allerdings dürfte sich das Tempo des Stellenzuwachses gegenüber dem Vormonat nicht wesentlich erhöhen“, schrieb Helaba-Analyst Christian Schmidt. Im Schnitt rechnen Analysten mit 170.000 neu geschaffenen Jobs nach einem Zuwachs von 120.000 im Vormonat. Die Zahlen werden am Nachmittag erwartet (14.30 Uhr). Ebenfalls für Zurückhaltung sorgen die für Europa wichtigen Wahlen in Frankreich und Griechenland sowie die am Vortag durch die EZB gedämpften Zinssenkungsfantasien.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählen nach Kurszielerhöhungen der UBS die Aktien von Fresenius und Adidas mit einem Plus von jeweils 0,7 Prozent. Metro geben hingegen um 1,9 Prozent nach, nachdem die Schweizer Bank das Kursziel für den Einzelhandelswert gesenkt hatte. Die Bilanz des Gaseherstellers Linde lag einer ersten Händlereinschätzung zufolge „insgesamt im Rahmen der Erwartungen“. Der Industriegase-Spezialist und Anlagenbauer übertraf beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die Prognosen der von dpa-AFX befragten Analysten etwas. Der Umsatz war wie erwartet, der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Für die Linde-Aktien geht es damit um 1,59 Prozent nach unten.

Im MDax greifen die Anleger bei Wacker Chemie zu. Die Aktien legten trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs um 1,9 Prozent zu. „Die Erwartungen an Wacker waren nicht besonders hoch, da das Unternehmen ja auch stark von der krisengeplagten Solarindustrie abhängt - insofern ist es eine gute Nachricht, dass der Umsatzrückgang nicht ganz so stark ausgefallen ist wie erwartet“, sagte ein Händler. Positiv stimmte laut Börsianern auch der Ausblick. Wacker-Chef Rudolf Staudigl rechnet damit, dass die Talsohle durchschritten ist, auch wenn das gesamtwirtschaftliche Umfeld seiner Einschätzung nach besonders im ersten Halbjahr weiter herausfordernd bleibt. Gigaset rutschen belastet von einer Schiedsklage durch Evonik um 7,78 Prozent ab. Der Konzern verlangt von dem Telefonhersteller auf der Basis eines Vertrags aus dem Jahre 2006 die Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von 12 Millionen Euro. (dpa-AFX, Reuters)

Deutsche Anleihen starten fest - Kursauftrieb erwartet

Die deutschen Staatsanleihen sind am Freitag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Experten rechnen angesichts erhöhter Unsicherheit vor den Wahlen in Griechenland und Frankreich mit weiterem Auftrieb für die als besonders sicher geltenden Titel. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen leicht um 0,02 Prozent auf 141,68 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe hielt sich unverändert bei 1,61 Prozent.

Anleger blicken zum Wochenausklang nach Amerika, wo der Arbeitsmarktbericht für den April veröffentlicht wird. Nach einem vergleichsweise schwachen Jobaufbau im März rechnen Experten mit einer etwas schwungvolleren Entwicklung. Für den deutschen Anleihemarkt sehen Analysten dennoch weiteres Aufwärtspotenzial. Insgesamt bleibe die Risikoaversion vor den Wahlen am Sonntag in Frankreich und Griechenland hoch, sagt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Bernhard Esser von HSBC Trinkaus erwartet, dass der Bund-Future sein Rekordhoch von 141,83 Punkten überwindet. (dpa-AFX)

Zick-Zack-Kurs der amerikanischen Wirtschaft belastet Wall Street

Die anhaltende Ungewissheit über das Tempo der Konjunkturerholung in Amerika hat die New Yorker Aktienmärkte am Donnerstag ins Minus gedrückt. Eine Reihe von Konjunkturdaten mit zum Teil widersprüchlicher Tendenz ließ die Anleger weiter ratlos zurück, wohin die Reise geht. So kamen zwar positive Signale vom Arbeitsmarkt, der die Investoren zuletzt besonders nervös gemacht hat. Doch das Wachstum in dem für Amerika so wichtigen Dienstleistungssektor blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Hin- und Her gehe weiter, sagte Chuck Carlson von Horizon Investment Services. Deshalb warteten die Anleger vor dem wichtigen Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag ab.

Der Dow Jones pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 13.284 und einem Tief von 13.175 Punkten. Er schloss 0,5 Prozent niedriger bei 13.206 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,8 Prozent auf 1391 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,2 Prozent auf 3024 Punkte ein. In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent leichter bei 6694 Zählern aus dem Handel. „Es ist ein bisschen so, als ob die Wirtschaft sich einfach nicht entscheiden kann“, sagte Ryan Detrick von Schaeffer’s Investment Research. „Einige Zahlen sind gut, andere schwach.“ Händler sahen vor allem in den Arbeitsmarktdaten Anzeichen für eine Konjunkturbelebung, die in den Amerika maßgeblich vom Konsum der Verbraucher abhängt. In der vergangenen Woche stellten deutlich weniger amerikanische Bürger einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe als erwartet. „Es gibt ermutigende Signale“, sagte auch Chefvolkswirt Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. „Das Schlimmste scheint hinter uns zu liegen.“

Enttäuschende Nachrichten erhielten die New Yorker Anleger am Donnerstag aber aus der Service-Branche: Das Wachstum der amerikanischen Dienstleister verlangsamte sich im April unerwartet deutlich, und die Zahl der Neuaufträge nahm stark ab. Schon am Vortag hatten maue Konjunktursignale aus Amerika und aus der europäischen Industrie die Kurse ins Minus gedrückt. Unter dem Druck schwacher Wirtschaftszahlen hatte der S&P 500 im April erstmals seit November auf Monatssicht Verluste eingefahren - obwohl die Bilanzsaison insgesamt gut läuft. „Wir haben festgestellt, dass die Geschäftszahlen die Erwartungen übertreffen“, sagte Detrick von Schaeffer’s weiter. „Jetzt wenden wir uns intensiver den Konjunkturzahlen zu.“

Handelskonzerne enttäuschten mit schwachen Umsätzen und schürten damit die Sorge, den Verbrauchern könne die Kauflust vergangen sein. Nach Reuters-Berechnungen blieben mehr als die Hälfte der Einzelhändler mit ihren Umsätzen hinter den Erwartungen zurück. Auch der Konzern Costco Wholesale verfehlte die Umsatzerwartungen im April und schloss 2,7 Prozent leichter. Bei der Modekette GAP gingen die Umsätze um zwei Prozent zurück, die Aktie verlor 1,6 Prozent. Target büßte 2,5 Prozent an Börsenwert ein.

Die Investoren trennten sich auch von ihren Beteiligungen an der Opel-Mutter General Motors, deren Kurs 2,4 Prozent nachgab. Der Konzern wies für das erste Vierteljahr in Europa einen Fehlbetrag von 256 Millionen Dollar aus. Mit einem Minus von fast 48 Prozent dramatisch abwärtsging ging es an der Nasdaq für die Papiere des Kaffee-Konzerns Green Mountain Coffee Roasters. Die Firma verfehlte zum zweiten Mal in drei Quartalen die Umsatzerwartungen bei weitem.

Ein äußerst bescheidenes Börsendebüt bot die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Carlyle. Die Aktien des Finanzinvestors legten trotz des reduzierten Ausgabepreises an ihrem ersten Handelstag lediglich 0,2 Prozent zu. An der New York Stock Exchange wechselten rund 842 Millionen Aktien den Besitzer. 899 Werte legten zu, 2072 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 642 Titel im Plus, 1895 im Minus und 97 unverändert. (Reuters)

Wall Street Nachbörse / First Solar nach Quartalsverlust unter Druck

Nach einem unerwarteten Quartalsverlust haben sich die Aktien von First Solar am Donnerstag im nachbörslichen Handel mit einem deutlichen Minus gezeigt. Das Unternehmen gab wegen Restrukturierungskosten und einem geringeren Umsatz bei Solar-Modulen für das erste Quartal einen Verlust von 5,20 Dollar je Aktie bekannt. Bereinigt lag das Minus bei 0,08 Dollar. Die Analysten hatten dagegen mit einem Gewinn je Anteilsschein von 0,58 Dollar gerechnet. Die Aktie reduziert sich nach einem volatilen Handel bis um 19.59 Uhr Ortszeit auf nasdaq.com um 1,7 Prozent auf 17,76 Dollar.

Die Aktien von AIG verloren trotz überzeugender Ergebnisse für das erste Quartal bis um 19.59 Uhr Ortszeit 1,4 Prozent auf 33,67 Dollar. So hat der Versicherer den Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 1,65 Dollar die Schätzung der Analysten von 1,12 Dollar deutlich. Beflügelt wurde der Gewinn im ersten Quartal auch von der um mehr als 1,8 Milliarden Dollar höheren Bewertung des Minderheitsanteils an der asiatischen Lebensversicherung AIA Group Ltd. (Dow Jones)

Amerikanische Staatsanleihen leicht im Plus

Die amerikanischen Staatsanleihen haben am Donnerstag leicht zugelegt. Die zehnjährigen Bonds gewannen 1/32 auf 100-20/32. Sie rentierten mit 1,93 Prozent. Die 30-jährigen Papiere rückten 3/32 auf 100-6/32 vor und hatten eine Rendite von 3,114 Prozent. Wegen der anhaltenden Ungewissheit über das Tempo der Konjunkturerholung in Amerika hielten sich Bondhändler zurück. Die Umsätze blieben dünn. Der Markt habe eine Pause eingelegt, sagten Marktteilnehmer.

Eine Reihe von Konjunkturdaten mit zum Teil widersprüchlicher Tendenz ließ die Anleger ratlos zurück, wohin die Reise geht. So kamen zwar positive Signale vom Arbeitsmarkt, der die Investoren zuletzt besonders nervös gemacht hat. Doch das Wachstum in dem für Amerika so wichtigen Dienstleistungssektor blieb hinter den Erwartungen zurück. (Reuters)

Euro kann Vortagsgewinne nicht ganz halten

Der Euro hat am Freitag seine Gewinne vom Vortag nicht ganz halten können. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,3150 Dollar. Am Donnerstag war der Euro nach Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi auf bis zu 1,3180 Dollar gestiegen. Ein Dollar war zuletzt 0,7587 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3123 (Mittwoch: 1,3131) Dollar festgesetzt.

Zum Wochenausklang blicken die Anleger in Richtung Amerika. Dort wird am Nachmittag der Arbeitsmarktbericht für April vorgestellt. Nach einem vergleichsweise schwachen Jobaufbau im März rechnen Experten mit einer etwas schwungvolleren Entwicklung. Die Marke von 200.000 neuen Jobs, die in den vorherigen Monaten regelmäßig überschritten worden war, dürfte aber nicht erreicht werden. (dpa-AFX)

Ölpreise leicht erholt von starken Vortagsverlusten

Die Ölpreise haben sich am Freitag leicht von ihren starken Verlusten am Donnerstag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Juni kostete im frühen Handel 116,23 Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg ebenfalls moderat um 12 Cent auf 102,66 Dollar.

Am Donnerstag hatten die Ölpreise starke Preisabschläge von rund zweieinhalb Dollar hinnehmen müssen. Ausschlaggebend waren zum einen schwache amerikanische Konjunkturdaten. So hatte der ISM-Index für die Dienstleister deutlich nachgegeben und war auf ein Vier-Monats-Tief gesunken. Zum anderen nannten Händler Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi als Belastungsfaktor. Draghi hatte angesichts der Schuldenkrise und zuletzt schwacher Fundamentaldaten von erhöhter Unsicherheit gesprochen. (dpa-AFX)

Aktien Asien: Überwiegend Verluste - Wachstumssorgen nach schwachen Daten aus Amerika

Wachstumssorgen haben viele asiatische Börsen am Freitag belastet. So hatte sich in Amerika die Stimmung im Dienstleistungssektor im April überraschend stark eingetrübt, wie am Vortag bekannt wurde. Zudem senkte die australische Zentralbank ihre Wachstumsprognose. Vor diesem Hintergrund verlor der MSCI Asia Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan abbildet, 0,84 Prozent auf 852,02 Punkte. Der südkoreanische Leitindex Kospi gab um 0,37 Prozent auf 1.987,74 Punkte nach. An der Börse in Seoul fielen die Titel des stark exportabhängigen Unterhaltungselektronikkonzerns Samsung um 3,21 Prozent auf 1.356.000 Won. Das Unternehmen schickt ein neues Spitzen-Smartphone auf iPhone-Jagd. Das Galaxy S3 hat einen großen Bildschirm und unterstützt zumindest in einigen Ländern den schnellen LTE-Datenfunk.

In Hongkong büßte der Hang-Seng-Index 0,74 Prozent auf 21.093,13 Punkte ein. Dagegen ging es für den Shanghai Shenzhen CSI 300 Index, der die Aktien der 300 größten festlandchinesischen Unternehmen mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen enthält, um 0,23 Prozent hoch auf 2.697,793 Punkte. Der FTSE Straits Times Index in Singapur wiederum fiel um 0,18 Prozent auf 2.995,45 Punkte. Der Sensex in Mumbai verlor 0,61 Prozent auf 17.046,65 Punkte. In Tokio blieb die Börse wegen eines Feiertages wie schon am Vortag erneut geschlossen. Auch am Montag war nicht gehandelt worden. Damit ergab sich für den Nikkei-225-Index auf Wochensicht ein Minus von 1,01 Prozent. (dpa-AFX)

Börsen in Lateinamerika im Minus

Die Hauptbörsen in Lateinamerika haben am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Im brasilianischen São Paulo gab der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) um 319 Punkte oder 0,51 Prozent auf 62 104 Zähler nach. In Mexiko-Stadt fiel der IPC-Index um 17,37 Punkte oder 0,04 Prozent auf einen Endstand von 39 580,05 Zählern. Auch in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires endete der Wertpapierhandel im Minus: Der Merval-Index verlor dort 46,49 Punkte oder 2,07 Prozent und schloss bei 2195,22 Zählern. (dpa)

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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