26.02.2008 · Der Dax eröffnete wie erwartet mit höheren Kursen. Der Grund liegt in Amerika: An Wall Street herrschte große Erleichterung, weil die beiden großen Anleiheversicherer von den Ratingagenturen nicht herabgestuft worden sind.
Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind am Dienstag etwas fester in den Handel gestartet und haben damit an die Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Der Leitindex Dax gewann in den ersten Handelsminuten 0,59 Prozent auf 6.923,26 Punkte. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 0,41 Prozent auf 9.373,40 Zähler nach oben. Der TecDax stieg um 0,71 Prozent auf 821,55 Punkte.
Händler verwiesen insbesondere auf die erneut kräftigen Gewinne an den amerikanischen Börsen dank weiterer positiver Nachrichten zu den Anleiheversicherern. So kletterte der Dow Jones Industrial Average (DJIA) noch um rund 119 Punkte und ging fest aus dem Handel. Der Nikkei-225-Index stand am Morgen allerdings leicht im Minus. Im Fokus stehen erneut die Bankenwerte sowie PUMA , Singulus Technologies und einige Solarwerte mit Zahlen. Auf der Konjunkturseite dürfte am Vormittag der ifo-Geschäftsklimaindex für Bewegung sorgen. Nachmittags stehen dann die amerikanischen Erzeugerpreise sowie das Verbrauchervertrauen auf der Agenda.
Deutsche Aktien im Blickpunkt
Die Titel deutscher Banken und insbesondere die Papiere von Hypo Real Estate (HRE) dürften Händlern zufolge erneut gefragt sein. Am Montagabend hatte die Ratingagentur das wichtige „AAA“-Rating für AMBAC Financial und MBIA bestätigt - das Rating von MBIA hatte zuvor auf der „Credit Watch List“ gestanden.
Aktien von Linde könnten ebenfalls in Bewegung geraten. Der Technologiekonzern will seine Dividende deutlicher erhöhen als vom Markt erwartet, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagausgabe) und berief sich dabei auf eigene Informationen.
Titel von Infineon Technologies stehen mit neuen Nachrichten zu der amerikanischen Tochter Qimonda im Blick. Die Speicherchiptochter hat am Vorabend ihren Plan zur Einführung der 30 nm-Generation für DRAM-Speicherchips vorgestellt und erhofft sich durch diese neue Technologie Einsparungen bei den Stückkosten. Einem Händler zufolge dürfte diese Nachricht zwar den Aktienkurs von Infineon etwas beflügeln. Das Unternehmen müsse aber Verbesserungen einlösen, statt sie nur zu versprechen.
Auch Deutsche Telekom-Aktien könnten einen Blick wert sein. Händler verwiesen auf einen Artikel des „Handelsblatt“, demzufolge T-Systems eine Partnerschaft mit Cognizant anstrebt.
PUMA hat in einem Jahr ohne sportliche Großereignisse aus Sicht von Analysten Gewinn und Umsatz gesteigert. Die zwölf von dpa-AFX befragte Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Überschuss von 269,6 (Vorjahr: 263,1) Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 372,7 (366,1) Millionen Euro. Beim Umsatz rechnen die Experten mit einem Anstieg auf 2,373 (2,369) Milliarden Euro.
Papiere von LANXESS stehen im MDax im Fokus. Händler verwiesen auf Berichte, wonach der Chemiekonzern in den kommenden drei Jahren 1 Milliarde Euro investieren will, um neue Fabriken zu bauen und seine Kapazitäten auszuweiten.
Im TecDax dürften die Aktien von Singulus Technologies in Bewegung geraten. Der Spezialanlagenbauer hat 2007 wegen Kaufzurückhaltung angesichts des damals noch nicht entschiedenen Formatstreits um die DVD-Nachfolge einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht, für dieses Jahr aber einen Aufschwung bei Blu-ray in Aussicht gestellt. Das Zahlenwerk von Singulus ist einer ersten Analysteneinschätzung zufolge enttäuschend ausgefallen. „Der Umsatz hat die Erwartungen getroffen, aber sowohl der Auftragseingang als auch das Ebit liegen unter den Schätzungen“, sagte der Experte.
Für Gesprächsstoff sollten auch die Papiere von ErSol sorgen. Der Solarzellen-Hersteller hat einem Analysten zufolge für 2007 leicht besser als erwartete Zahlen präsentiert. Mit Zahlen stehen auch die Aktien von Solon im Fokus. Der Solarkonzern hat 2007 den Gewinn vor Zinsen und Steuern weniger stark als vom Markt erwartet gesteigert. Der Windanlagen-Bauer Nordex steht mit einem neuen Großauftrag im Blick.
Aktien von Lanxess stehen am Dienstag im Fokus. Händler verwiesen auf Berichte, wonach der Chemiekonzern in den kommenden drei Jahren 1 Milliarde Euro investieren will, um neue Fabriken zu bauen und seine Kapazitäten auszuweiten. Das Unternehmen gehe außerdem davon aus, dass die Rohstoffpreise hoch bleiben, diese sollen an die Kunden weitergegeben werden. Börsianer werteten die Nachricht positiv. Das zeige, dass das Unternehmen immer noch zuversichtlich und in der Lage sei, Preiserhöhungen weiterzugeben. Am Morgen stellte der Chemiekonzern Pläne für ein neues Chemiewerk zur Produktion von synthetischen Kautschuken in Singapur vor. Dafür sollen 400 Millionen Euro investiert werden.
Deutsche Anleihen: Etwas fester vor ifo-Index und amerikanischem Verbrauchervertrauen
Die Kurse deutscher Anleihen sind am Dienstag etwas fester in den Handel gegangen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,10 Prozent auf 115,73 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 4,031 Prozent. Am Vormittag dürfte nach Einschätzung der HSH Nordbank das ifo-Geschäftsklima der wichtigste Einflussfaktor sein. Am Markt wird ein leichter Rückgang erwartet. Am Nachmittag wird laut Commerzbank das amerikanischen Konsumentenvertrauen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen und die Konjunkturskepsis wieder ansteigen lassen. Dies sollte das Risiko weiterer Kursverluste verringern. Für wieder höhere Kurse bedarf es laut Commerzbank allerdings einer Reihe enttäuschender Konjunkturmeldungen.
Asiens Börsen uneinheitlich - KDDI belastet Nikkei-Index
Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag uneinheitlich präsentiert. Die Tokioter Börse drehte nach einem positiven Start später wegen der Herunterstufung eines Mobilfunkanbieters ins Minus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,7 Prozent tiefer bei 13.824 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,6 Prozent auf 1347 Zähler nach.
Im frühen Handel hatten Kursaufschläge bei den Exportwerten den Nikkei noch auf den höchsten Stand seit sechs Wochen gehievt. Hoffnungen, dass amerikanischen Bondversicherer ihre Top-Kreditbewertung behalten können, beflügelten die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur. Die Aufschläge beliefen sich auf bis zu rund einem Prozent.
Für Erleichterung sorgte die Rating-Agentur Standard& Poor's, die sich positiv zu den seit einigen Wochen besonders unter Beobachtung stehenden Anleiheversicherern MBIA und Ambac äußerte. In China ging es an der Börse Shanghai aufgrund anhaltender Sorgen vor einem Überangebot an neuen Aktien indes weiter bergab. Bei den japanischen Einzelwerten gehörten zu den größten Verlierern die Aktien des Mobilfunkanbieters KDDI mit einem Abschlag von 5,5 Prozent. Der Broker Nomura Securities hatte die Anteilsscheine des Unternehmens wegen eines sich verschärfenden Wettbewerbs unter japanischen Mobilfunkanbietern heruntergestuft.
Gegen die Markttendenz konnten sich indes die Immobilienwerte stemmen. Auf den Kauflisten der Börsianer standen insbesondere die Aktien von Mitsubishi Estate mit einem Plus von rund vier Prozent. Nach Angaben von Händlern profitierten die Papiere von einer Broker-Heraufstufung.
Der Euro notiert weiter über 1,48 Dollar
Der Dollar bewegte sich in Fernost zum Euro kaum. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,4822 Dollar. Der Dollar notierte zur japanischen Währung bei 108,01 Yen und damit etwa auf dem Niveau des Vorabends. Sorgen über eine Rezession in den Vereinigten Staaten begrenzten den Anstieg des Dollars, sagten Händler. Ein Euro kostete 160,10 Yen.
MBIA geraten nachbörslich an Wall Street unter Abgabedruck
Die Aktien des Anleiheversicherers MBIA sind am Montagabend nachbörslich unter Abgabedruck geraten. Das krisengeschüttelte Unternehmen hatte mitgeteilt, dass keine Quartalsdividende ausgeschüttet werden soll. Die einbehaltenen Mittel von 174 Millionen Dollar sollen stattdessen helfen, die „AAA“-Bewertung aufrechtzuerhalten oder zu festigen. Bereits zuvor hatte die Gesellschaft die Dividende auf 0,13 (0,34) Dollar gekürzt. Für das Papier ging es bis 19.59 Uhr (Ortszeit) auf nasdaq.com um 1,7 Prozent auf 14,33 Dollar bergab.
Gestiegen sind dagegen die Titel von RF Micro Devices, nachdem sich Großinvestor George Soros mit 5,15 Prozent an dem Mobilfunkunternehmen beteiligt hat. Die Aktie legte bis 19.21 Uhr (Ortszeit) um 3,9 Prozent auf 3,45 Dollar zu.
Wall Street schließt fest - amerikanische Anleiheversicherer haussieren
Positive Nachrichten zu den Anleiheversicherern Ambac und MBIA sowie besser als erwartet ausgefallene Daten zum amerikanischen Immobilienmarkt haben am Montag für deutliche Aufschläge an Wall Street gesorgt. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte im späten Handel die Einstufung „AAA“ für MBIA und Ambac bestätigt und damit für einen Aufwärtsschub gesorgt. Auch die nicht so stark wie erwartet gefallene Zahl der Verkäufe bestehender Häuser habe das Sentiment gestützt, hieß es von Händlern.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) erhöhte sich um 1,5 Prozent oder 189 Punkte auf 12.570 und schloss damit nur knapp unter seinem Tageshoch von 12.584 Punkten. Der S&P-500 legte um 1,4 Prozent oder 19 Zähler auf 1.372 zu. Der Nasdaq Composite verbesserte sich um 1,1 Prozent oder 24 Punkte auf 2.327. Umgesetzt wurden 1,51 (Freitag: 1,42) Milliarden Aktien. Dabei standen 2.418 Kursgewinnern 751 -Verlierer gegenüber, 84 Titel schlossen unverändert.
„Eines der großen Risiken was die ganze Zeit über dem Markt schwebte, war eine mögliche Abstufung der Anleiheversicherer“, so ein Analyst. Die Bestätigung der Ratings für die beiden Großen der Branche, Ambac und MBIA, habe somit zu einer sehr großen Erleichterung am Markt geführt, ergänzte der Teilnehmer.
Es gebe zwar noch weitere Unsicherheiten, doch mit dieser Bestätigung sei erst einmal „ein großer Brocken“ abgefallen, hieß es weiter. Entsprechend haussierten die Aktien der beiden Anleiheversicherer. Ambac legten um 15,9 Prozent auf 12,41 Dollar zu und MBIA stiegen um 19,7 Prozent auf 14,58 Dollar.
Allerdings sei weiterhin ungewiss, ob bereits alle schlechten Nachrichten in Bezug auf die amerikanischen Konjunktur und die Kreditkrise eingepreist seien, gab ein weiterer Analyst zu bedenken. Gute Nachrichten gab es zu Wochenbeginn vom Immobilienmarkt in den Vereinigten Staaten. Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser ist im Januar gegenüber dem Vormonat zwar um 0,4 Prozent und damit das sechste Mal in Folge gefallen, Volkswirte hatten allerdings mit einem mit einem deutlicheren Minus von 1,8 Prozent gerechnet.
Auch der Chicago Fed National Activity Index, der zu Jahresbeginn auf einen Stand von minus 0,58 zugelegt hat lieferte etwas Unterstützung. Für den Vormonat wurde der Indexstand auf minus 0,69 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von minus 0,91 genannt worden war.
Die Finanzwerte konnten vor dem Hintergrund der Nachrichten zu Ambac und MBIA ihre Verluste aus dem frühen Handel wieder ausgleichen. J.P.Morgan legten um 0,2 Prozent auf 44,03 Dollar zu und American Express erhöhten sich um 0,3 Prozent auf 45,21 Dollar.
Dagegen verloren Citigroup 1,5 Prozent auf 24,74 Dollar. Die Citigroup muss offenbar erneut einen ihrer Hedgefonds unterstützen. Die Bank plane, Falcon Strategies eine Kreditlinie von 500 Millionen Dollar zu gewähren, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine Pflichtmitteilung von Citigroup am späten Freitag. Der Hedgefonds hatte nach Angaben der Zeitung im vergangenen Jahr aufgrund der Kreditkrise rund 30 Prozent seines Wertes verloren. Im Rahmen der Unterstützung von Falcon Strategies habe Citigroup nun am vergangenen Mittwoch Vermögenswerte des Hedgefonds im Wert von 10 Milliarden Dollar in ihre Bilanz genommen.
Gesucht waren auch Genentech, die um 8,9 Prozent auf 77,96 Dollar zulegten. Grund war die Meldung, dass die amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA dem Pharmakonzern die Zulassung für das Krebsmittel „Avastin“ zur Behandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs erteilt hat. „Avastin“ durfte bislang nur bei anderen Krebsarten eingesetzt werden.
Auch die Aktien von General Motors erholten sich im späten Handel von ihren Abgaben aus dem frühen Verlauf und legten um 0,5 Prozent auf 24,20 Dollar zu. Die Analysen der Deutschen Bank haben die Aktie auf „Hold“ nach „Buy“ heruntergestuft. Tiffany legten um 8,4 Prozent auf 40,46 Dollar zu. Hier gab es erneut Spekulationen über ein mögliches Gebot von LVMH. Beide Unternehmen wollten die Gerüchte nicht kommentieren.
Dax schließt unter 6900 Punkten
Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag fest geschlossen, wobei das Geschäft recht unspektakulär verlief. Der Dax stieg um 1,1 Prozent oder 76 Punkte auf 6.883 Zähler. Gehandelt wurden 128,9 (Freitag: 162,4) Millionen Aktien.
Die Short-Eindeckungen und die davon ausgelöste Erholungsbewegung führten Aktienhändler vor allem auf die mögliche Rettung des in Schwierigkeiten geratenen amerikanische Anleihe-Versicherers Ambac zurück. Eine Gruppe von Banken sei bereit, das Unternehmen mit knapp 3 Milliarden Dollar zu unterstützen, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
Keine Trendwende am amerikanischen Häusermarkt
Für etwas Entspannung sorgten auch neue Daten vom amerikanische Immobilienmarkt. Die Verkäufe bestehender Häuser in den Vereinigten Staaten sind im Januar um 0,4 Prozent und damit weniger stark als befürchtet gesunken. „Die Abwärtsbewegung bei diesen Verkäufen hat sich damit zuletzt merklich verlangsamt. Die Verkäufe für Einfamilienhäuser haben sich im Januar sogar leicht gegenüber dem Vormonat erhöht, während es bei Eigentumswohnungen zu einem kräftigen Verkaufsrückgang kam. Eine Trendwende dürfte aber noch eine Weile auf sich warten lassen“, sagten Marktteilnehmer.
Besonders Bankenwerte waren gesucht. Commerzbank sprangen um 4,9 Prozent auf 20,19 Euro und Hypo Real Estate um 2,3 Prozent auf 18,31 Euro. Auch die Versicherer erzielten deutliche Aufschläge. Die am Berichtstag veröffentlichten Zahlen der Münchener Rück bestätigten die bereits bekannten Kernzahlen. Mit einem Jahresüberschuss von 3,9 Milliarden Euro habe das Unternehmen wiederum einen Rekord aufgestellt, meinte ein Analyst. Die Münchener Rück peilt 2008 einen Jahresüberschuss zwischen 3,0 Milliarden und 3,4 Milliarden Euro an. Damit plant das Unternehmen, das Ergebnisniveau des Jahres 2007 zu halten. Die Aktie stieg um 1,6 Prozent auf 118,42 Euro.
Versorgerwerte hinken dem Markt hinterher
Die Versorger hinkten dagegen dem Markt hinterher. Händler verwiesen auf die enttäuschenden RWE-Zahlen der Vorwoche. RWE wurden zudem von der Herabstufung der UniCredit auf „Neutral“ belastet und stiegen daher nur um 0,4 Prozent. Schwäche zeigten auch SAP. Händler verwiesen auf einen Zeitungsbericht, demzufolge SAP nach der Integration von Business Objects an weitere Zukäufe denkt. Der Markt sei bei Übernahmen wegen der Finanzierungsbedingungen derzeit vorsichtig, hieß es dazu von Händlerseite. SAP büßten 0,9 Prozent auf 32,22 Euro ein.
Hochtief profitierten von der Nachricht, der zufolge die spanische ACS den Anteil an Hochtief auf knapp unter 30 Prozent von zuvor 25,08 Prozent ausgebaut hat. Eine Sprecherin von Hochtief konnte hierzu keine weiterführenden Details geben. Die Aktie gewann 3,5 Prozent auf 76,42 Euro. Von einer kräftigen Erholung sprachen Händler mit Blick auf Hugo Boss. Der Kurs habe zuletzt vergleichsweise starke Ausschläge nach oben und unten gezeigt. Die Aktie kletterte um 6,4 Prozent auf 39,40 Euro.
Im TecDax profitierten Solarworld von einer Kaufempfehlung der UBS und sprangen um 3,2 Prozent auf 33,00 Euro. Daneben stiegen Centrotherm nach deutlich über den Erwartungen liegenden Zahlen um 6 Prozent auf 52,97 Euro.
Anleihen im späten Handel mit deutlichen Abgaben
Positive Nachrichten zu den amerikanischen Anleiheversicherern und nicht so stark wie erwartet gefallene Verkäufe bestehender Häuser haben bei den amerikanischen Anleihen am Montag im späten Handel zu deutlichen Abschlägen geführt. Die Verkäufe bestehender Häuser in den Vereinigten Staaten für Januar sind gegenüber dem Vormonat um lediglich 0,4 Prozent zurückgegangen. Dies war zwar der sechste Rückgang in Folge, Volkswirte hatten aber mit einem deutlicheren Minus von 1,8 Prozent gerechnet. Die Bestätigung der Ratings „AAA“ für die beiden Anleiheversicherer MBIA und Ambac durch Standard & Poor's sorgte dann im späten Verlauf für weiteren Abgabedruck.
Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,500 Prozent fielen um 25/32 auf 96-22/32 und rentierten mit 3,90 Prozent. Der mit 4,375 Prozent verzinste Longbond reduzierte sich um 1-13/32 auf 95-12/32 und rentierte mit 4,66 Prozent. „Subprime-Kredite und andere riskante Hypothekenprodukte sind nahezu vollständig vom Markt verschwunden und innerhalb der vergangenen fünf Monate hat sich dies in schwachen, aber ziemlich stabilen Verkaufszahlen gespiegelt“, so Lawrence Yun, Chefvolkswirt der National Association of Realtors zu den Verkäufen bestehender Häuser.
Der Chicago Fed National Activity Index ist dagegen zu Jahresbeginn auf einen Stand von minus 0,58 gestiegen. Für den Vormonat wurde der Indexstand auf minus 0,69 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von minus 0,91 genannt worden war. Die Federal Reserve Bank of Chicago verwies darauf, dass alle vier Indexbestandteile negative Beiträge geliefert hätten.
Der Anleiheversicherer Ambac kann zudem offenbar auf eine Finanzspritze hoffen, was den Markt ebenfalls belstatete. Eine Gruppe von Banken sei bereit, Ambrac mit knapp 3 Milliarden Dollar zu unterstützen, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Transaktion könne schon am Montag oder Dienstag abgeschlossen werden, sollten die Ratingagenturen ihr zustimmen.
Deutsche Anleihen: Deutliche Kursverluste
Der deutsche Rentenmarkt hat am Montag angesichts fester Aktienmärkte deutlich schwächer tendiert. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Abend um 0,33 Prozent auf 115,67 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 4,042 Prozent.
Positive Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten gaben dem deutschen Aktienmarkt am Montag Auftrieb.
Der Dax schloss mit plus 1,12 Prozent auf 6.882,56 Zähler. In den Vereinigten Staaten sank die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser nicht ganz so kräftig wie befürchtet. Auf das Jahr hoch gerechnet sank die Zahl im Januar um 0,4 Prozent auf 4,89 Millionen. Der Dezember-Wert wurde von ursprünglich 4,89 Millionen auf 4,91 Millionen revidiert. Von Thomson Financial befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang auf 4,84 Millionen gerechnet.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.264,38 | −0,26% |
| FAZ-INDEX | 1.364,39 | −0,33% |
| TecDAX | 751,01 | −0,01% |
| MDAX | 10.147,80 | −0,59% |
| SDAX | 4.823,45 | +0,10% |
| REX | 437,51 | +0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.118,94 | +0,13% |
| F.A.Z. EURO | 68,54 | −0,23% |
| Dow Jones | 12.439,00 | +0,15% |
| Nasdaq 100 | 2.528,57 | −0,35% |
| S&P500 | 1.313,32 | −1,43% |
| Nikkei225 | 8.542,73 | −1,05% |
| EUR/USD | 1,2366 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 101,98 $ | −1,23% |
| Gold | 1.540,00 $ | 0,00% |
| Bund Future | 145,97 € | +0,34% |