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Geldanlage : Frauen sparen anders und verlieren

Frauen widmen sich dem Thema Geldanlage laut einer Umfrage nicht so umfassend wie Männer. Bild: Picture-Alliance

Anlegerinnen legen mehr Wert auf Sicherheit. Allerdings investieren sie auch weniger langfristig. Eine Umfrage zeigt die Folgen.

          Frauen und Männer unterscheiden sich in vielerlei Dingen. So sparen Frauen in absoluten Zahlen oft weniger, doch häufig ist auch ihr Einkommen geringer. Nach einer repräsentativen Umfrage der Direktbank Comdirect sparen Frauen im Monat durchschnittlich 95 Euro, Männer kommen auf 125 Euro. Setze man die Beträge ins Verhältnis zum Einkommen, dann sparten Frauen jedoch nur marginal weniger.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Was beide Sparer voneinander unterscheide, sei die Langfristigkeit der Anlagen, heißt es von Comdirect. Frauen sparten eher auf kurze Sicht und legten weniger Geld in Aktien und Fonds an als Männer. Der Aktienanteil in ihren Portfolios falle sogar. Dabei fingen die Einkommensunterschiede zudem früh an: Schon im Kindesalter bekämen Mädchen bis zu einem Sechstel weniger Taschengeld als Jungen.

          Eine ebenfalls repräsentative Umfrage von JP Morgan Asset Management zeigt die Unterschiede detaillierter. Demnach setzen Frauen mehr auf die Sicherheit ihrer Anlagen und nehmen dafür eher geringere Renditen hin. 54 Prozent der befragten Frauen ist ein Erhalt des Kapitals wichtiger als das Mehren. Von den Männern sagen das 43 Prozent. Und nur im Durchschnitt 8 Prozent der weiblichen Sparer seien bereit, Wertschwankungen in Kauf zu nehmen, wenn Erträge von 4 bis 5 Prozent möglich seien. Von den Männern sagten das mit 16 Prozent doppelt so viele.

          Auch hier geht es um fehlende Langfristigkeit: Während jeder fünfte befragte Mann eine Mindestanlagedauer von acht Jahren berücksichtige und so vom Zinseszinseffekt profitiere, investiere nur jede siebte Umfrageteilnehmerin strategisch, heißt es von der Fondsgesellschaft.

          Generell lasse sich sagen, dass sich Frauen dem Thema Geldanlage nicht so umfassend widmeten wie Männer. Durchschnittlich nur jede achte Frau sei überhaupt im Besitz von Wertpapieren, unter den Männern sei es jeder Vierte. Leider gehörten so vor allem viele Frauen aus Angst vor Wertschwankungen oder aus Unerfahrenheit zu den großen Verlierern der Niedrigzinsphase.

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