23.01.2009 · Die schwierigen Börsen legen es nahe, sich Anlageprodukte anzuschauen, die sich unabhängig vom Markt entwickeln können. Möglich ist das etwa beim Erste Group Research Alpha-Zertifikat, das auf die Expertise der Analysten der Erste Bank vertraut.
Die Lage an den Börsen ist bisher auch im neuen Jahr sehr schwierig. Mit herkömmlichen Wetten auf steigende Aktienkurse lässt sich jedenfalls derzeit kaum Geld verdienen. Wer als Anleger dennoch am Ball bleiben möchte, der sollte nach alternativen Anlagemöglichkeiten Ausschau halten.
Dazu gehört auch das Erste Bank Research Alpha-Zertifikat (Isin AT0000A02YT1, 106,54 Euro). Bei diesem Produkt, das aus einem Aktienbasket von vier bis zehn Aktien besteht (wobei das Gewicht einer Aktie 25 Prozent nicht übersteigen darf), wird der Performance-Erfolg des Erste Bank Research Teams und deren Empfehlungen für bestimmte österreichische Aktien mit der Entwicklung des ATX verglichen.
Marktunabhängige Wette
Die Differenz zwischen der Performance des Erste Group Research-Baskets (das sich aus den österreichischen Favoriten der Analysten in dem von der Erste Bank abgedeckten Anlage-Universum zusammensetzt) und des ATX wird am Laufzeitende (30.11.2011) unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung ausbezahlt. Egal ob die Märkte weiter steigen oder fallen, das einzige was zählt, ist, ob die Empfehlungen der Erste Group-Analysten besser abschneiden als der Markt oder nicht?
Korrigiert etwa der ATX um 30 Prozent und der „Erste Group Research“-Basket fällt um 14 Prozent, dann verbucht der Anleger ein Plus von 16 Prozent. Es zählt somit nur die Differenz zwischen dem „Erste Group Research“-Basket und dem ATX. Wobei natürlich in dem Fall,dass das Research-Team schlechter als der ATX abschneiden sollte, auch Kursverluste möglich sind.
Vorzeigbare Vorjahresbilanz
Anders als beim Top of Erste Group Research-Zertifikat (Isin AT0000A02YS3), das keine realistische marktunabhängige Entwicklungsmöglichkeit birgt, ging die Strategie im Vorjahr auf und es könnte wenigstens ein kleiner Wertzuwachs verbucht werden. Verglichen mit dem ATX ist das ein echter Erfolg, denn der ATX hat in diesem Zeitraum erheblich an Wert verloren.
Auch im neuen Jahr hat sich das Produkt bisher relativ gut geschlagen und mittel- bis langfristig ist dem Erste Bank Research Alpha-Zertifikat weiterhin eine vergleichsweise gute Performance zuzutrauen. Wunderdinge dürfen hier zwar nicht erwartet werden, aber marktunabhängig besteht bis zum Laufzeitende immerhin die Chance auf ein Plus von vielleicht fünf bis zehn Prozent p.a..
Die Gewichtungen sowie erfolgte Umschichtungen lassen sich wöchentlich unter der Internet-Adresse www.erstebankzertifikate. com nachvollziehen. Zuletzt bestand der Basket auf den folgenden Werten: Voestalpine (4,6 Prozent), Vienna Ins. Group (19,1 Prozent), Andritz (11,1 Prozent), EVN (4,6 Prozent), Intercell (23,3 Prozent), OMV (14,8 Prozent), RHI (4,6 Prozent), Raiffeisen Int. (11,7 Prozent) und Verbund (6,2 Prozent). Das Zertifikat ist in Wien und Stuttgart an der Börse gelistet, wobei sich der Handel aber auf Wien konzentriert.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |