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Zertifikate Mit Risikopuffer in Bric-Aktien investieren

01.09.2009 ·  Der Kursrutsch an Chinas Aktienmärkten macht das hohe Risiko der Geldanlage dort deutlich. Für deutsche Anleger gibt es aber Produkte mit gemindertem Risiko.

Von Daniel Mohr
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Gut 7 Prozent ist der CSI-300 am Montag gefallen. Mit 2830 Punkten notiert der Aktienindex für die 300 größten börsennotierten Gesellschaften vom chinesischen Festland mittlerweile mehr als ein Viertel unter seinem Stand Anfang August. Gleichwohl bietet der chinesische Aktienmarkt mit einem Plus von immer noch mehr als 50 Prozent seit Jahresbeginn eine Rendite, die auf der Welt ihresgleichen sucht.

Etwas abgeschwächt kommen die Kursturbulenzen bei den in Hongkong gehandelten Aktien chinesischer Unternehmen an. Diese H-Aktien sind weniger volatil und für ausländische Anleger besser zugänglich als die in Schanghai und Shenzen gehandelten A-Aktien. Der Hongkong China Enterprises Index (HSCEI) hat seit seinem Jahreshoch gerade einmal gut 10 Prozent verloren, seit Jahresanfang aber auch erst gut 40 Prozent zugelegt.

Rückzahlung von 90 Euro garantiert

Anlegern, die an einen Aufschwung an Chinas Aktienbörsen glauben und die Kursrückschläge verkraften können, bieten sich einige Finanzprodukte zur Partizipation an. Am besonders volatilen CSI-300 können deutsche Anleger über ein Zertifikat der Royal Bank of Scotland (Isin: DE000AA1DEW5) partizipieren, das auf einem Indexfonds auf den CSI-300 basiert. Eine Direktanlage in dem Index ist deutschen Anlegern nicht möglich. Die etwas umständliche Konstruktion ist nicht billig: 1,75 Prozent Verwaltungsgebühr werden im Jahr fällig. Einfacher ist die Partizipation am HSCEI. Hier gibt es einen Indexfonds von Lyxor mit einer Verwaltungsgebühr von 0,65 Prozent (Isin FR0010204081).

Für alle Anleger, die eine Absicherung gegen eventuelle Kursrückschläge wünschen, gibt es jedoch auch zahlreiche Zertifikate mit vollem oder zumindest teilweisem Schutz vor Kursverlusten. Das geringere Anlagerisiko wird jedoch mit einer Begrenzung der Kursgewinne bezahlt. So kostet ein Zertifikat der Société Générale auf den HSCEI (Isin: DE000SG06VH2) aktuell gut 107 Euro. Der Anleger kann im Juni 2010 eine Auszahlung von 114 Euro erhalten und mithin eine auf ein Jahr gerechnete Rendite von knapp 8 Prozent erzielen, wenn der Index bis dahin nie auf weniger als 6000 Punkte gefallen ist. Aktuell notiert der HSCEI auf gut 11.000 Punkten. Eine höhere Auszahlung ist nicht möglich, wohl aber eine geringere, wenn der Index während der Laufzeit unter 6000 Punkte gefallen sein sollte. Dann beträgt die Auszahlung ein Hundertstel des Indexstandes, höchstens aber 114 Euro.

Eine unterdurchschnittliche, aber nach oben nicht begrenzte Partizipation haben Anleger mit einem Zertifikat der Royal Bank of Scotland auf den HSCEI (Isin: DE000AA0H8H5). Aktuell kostet ein Zertifikat 102 Euro. Den Anlegern ist am Ende der Laufzeit im Juni 2012 eine Rückzahlung von 90 Euro garantiert, egal wie tief der Index fallen sollte. Um eine höhere Auszahlung als 102 Euro zu erhalten, muss der Index auf mehr als 13.600 Punkte steigen. Bei 16.000 Punkten gäbe es 120 Euro, bei 20 000 Punkten 150 Euro. Dann wäre der Index von nun an um gut 75 Prozent gestiegen, das Zertifikat um knapp 50 Prozent.

Verluste sind auch hier möglich

Aber auch für die anderen drei Bric-Länder gibt es neben Indexprodukten wie einem Indexfonds auf den brasilianischen Bovespa (Isin: FR0010408799), den MSCI India (Isin: FR0010361683) und russische Aktien (Isin: FR0010326140) auch einige risikogeminderte Varianten. So legt Morgan Stanley derzeit ein Bric Performance Express Zertifikat zu je 100 Euro auf, das bis zum 25. September gezeichnet werden kann Isin: DE000MS8FGG9). Es basiert auf dem Standard & Poor's Bric-40-Index, der 40 Aktien aus den vier Ländern umfasst.

Jährlich wird geprüft, ob der Index höher steht als zur Auflegung des Zertifikats. Ist dies der Fall, erhält der Anleger im ersten Jahr je nach Wertentwicklung des Index zwischen 108 und 120 Euro ausgezahlt. Liegt der Index unter seinem Startniveau, läuft das Zertifikat ein weiteres Jahr. Liegt der Bric-Index dann höher als zu Laufzeitbeginn, beträgt die Auszahlung zwischen 116 und 140 Euro. Die letzte Überprüfung gibt es nach fünf Jahren. Dann kann der Anleger zwischen 140 und 200 Euro je Zertifikat erhalten. Liegt der Index allerdings immer noch unter seinem Startniveau, gibt es nur die anfangs eingesetzten 100 Euro zurück. Verluste sind für den Anleger allerdings auch möglich: wenn der Index am Ende der Laufzeit auf weniger als 70 Prozent des Anfangsniveaus notiert, erhält der Anleger weniger als 70 Euro je Zertifikat zurück.

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Jahrgang 1978, Redakteur in der Wirtschaft.

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