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Veröffentlicht: 19.02.2016, 20:00 Uhr

Starinvestor Buffett investiert in Öl und geht online

Investment-Guru Warren Buffett lässt sein „Woodstock für Kapitalisten“ erstmals live übertragen - und überrascht obendrein mit einer neuen Beteiligung.

von
© Reuters Immer für eine Überraschung gut: Starinvestor Warren Buffett (85)

Jünger des berühmten Investors Warren Buffett müssen nicht mehr in die amerikanische Provinzstadt Omaha pilgern, um ihr Idol im Originalton zu hören. Buffett wird die für Ende April geplante Hauptversammlung seines Konglomerats Berkshire Hathaway in einer Kooperation mit Yahoo erstmals live im Internet übertragen. Das Treffen, das Buffett in Anlehnung an ein legendäres Musikfestival „Woodstock für Kapitalisten“ nennt, zieht jährlich mehr als 40.000 Besucher an. Buffett und sein Geschäftspartner Charlie Munger stellen sich fünf Stunden lang Fragen von Aktionären und Analysten. Fernsehkameras waren bislang verboten.

Norbert Kuls Folgen:

Die Übertragung im Internet biete die Gelegenheit, „mehr Leute denn je zu erreichen, in wichtigen Finanzzentren rund um die Welt, von New York bis China und darüber hinaus“, begründete Buffett die Entscheidung. Buffetts Kommentare und Anlageentscheidungen werden an der Wall Street stark beachtet, weil er mit geschickten Investitionen zum mehrfachen Milliardär geworden ist. Erst in dieser Woche gab Berkshire eine neue Beteiligung am Gas- und Ölpipeline-Betreiber Kinder Morgan bekannt.

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Der Aktienkurs von Kinder Morgan war 2015 infolge der gefallenen Energiepreise um 65 Prozent abgesackt und reagierte nun mit deutlichen Aufschlägen auf die Meldung von Buffetts Einstieg. Der Wert der Beteiligung belief sich Ende des Jahres auf knapp 400 Millionen Dollar. Der 85 Jahre alte Buffett hat sich seinen Namen als Investor in unterbewertete Aktien gemacht.

Kinder Morgan war nicht der einzige Zukauf im Energiesegment, nachdem sich Berkshire Ende 2014 von einer Beteiligung an Exxon Mobil getrennt hatte. Buffett stockte in diesem Jahr auch die Anteile an Phillips 66 auf, die mit einem Wert von knapp 6 Milliarden Dollar mittlerweile sechstgrößte Position im Portfolio von Berkshire. Der Konzern ist auf das Raffineriegeschäft spezialisiert, auf die Weiterverarbeitung von Rohöl unter anderem zu Benzin. Dieses Geschäft profitiert von fallenden Ölpreisen, weil Verarbeiter ihren Rohstoff günstiger einkaufen. Als wichtigsten Grund für das Investment hatte Buffett allerdings das margenstarke Chemiegeschäft und die Pipelines bezeichnet, die Phillips ebenfalls betreibt. Fragen zu diesen Beteiligungen sind auf der Hauptversammlung so gut wie garantiert.

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