16.05.2007 · Fondsmanager haben nach der aktuellsten globalen Umfrage von Merrill Lynch ihren Wachstumsoptimismus zurückgewonnen. Sie interpretieren die Unternehmensergebnisse im ersten Quartal optimistisch und schließen auf ein positives Makro-Umfeld.
Fondsmanager sind nach der aktuellsten globalen Umfrage von Merrill Lynch wieder etwas optimistischer geworden als noch im Vormonat. Sie interpretieren die Unternehmensergebnisse im ersten Quartal optimistisch und schließen auf ein positives Makro-Umfeld.
Sie sind weniger skeptisch geworden, was die Margenentwicklung angelangt. 35 Prozent der Befragten gehen von einem zweistelligen Gewinnwachstum in den kommenden zwölf Monaten aus, im April hatten noch 25 Prozent mit einem Gewinnwachstum in dieser Größenordnung gerechnet.
Steigen die Inflationsraten?
Allerdings ziehe mit jedem Lichtblick auch eine Wolke auf am Horizont. In diesem Falle handelt es sich um die Befürchtung, das vergleichsweise robuste Wachstum könnte die Inflationsraten nach oben treiben. Nach elf Prozent der Panelteilnehmern noch im März sorgten sich bei der Maiumfrage 34 Prozent über die denkbare Preisentwicklung. Konsequenterweise fragen sie sich immer mehr, ob die internationalen Geldpolitiken nicht zu stimulativ seien. 29 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden Zinsen am kurzen Ende, sie halten auch die Rendite bei Papieren mit längeren Laufzeiten für zu niedrig.
Die Befragten Anleger sind außerordentlich positiv gestimmt für Aktien in der Eurozone. Satte 36 Prozent der Befragten würden auf Sicht von zwölf Monaten europäische Aktien in ihren Depots übergewichten. 56 Prozent geben an, sie seien schon übergewichtet. Begründung: Die Gewinnerwartung in Europa sei die positivste, gleichzeitig sie die Gewinnqualität europäischer Unternehmen deutlich besser als jene der amerikanischen Pendants.
Präferenz für Technologie- und für Industriewerte
Japanische Aktien werden davon überschattet und haben etwas an Flair verloren. Die befragten Anleger blicken etwas kritischer auf die japanische Gewinnentwicklung und auch auf ihre Qualität. Das ändert sich auch nicht durch die Wahrnehmung, der Yen sei günstig.
Die so genannten „Asset Allocator“, das sind jene Strategen, die über die Depotaufteilung auf verschiedene Vermögensklassen entscheiden, sehen keinen Grund, nicht auf Aktien zu setzen. Sie halten Aktien für „fair“ bewertet: Sie seinen günstig im Vergleich mit Anleihen, die Bilanzen der Unternehmen böten noch „Verschuldungspotential“ und aus diesem Grund sei der Druck auf die Manager groß, Gelder an die Anteilseigner auszuschütten.
Auf der Branchenseite halten sie Pharmawerte für günstig, während Versorger teuer seien. Grundsätzlich führt der Wirtschaftsoptimismus zu einer Präferenz für Technologie- und für Industriewerte.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |