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Crowdfunding : Stromberg knackt die Millionenmarke

Da freut sich der „Papa“: Stromberg ist ein absoluter Kino-Erfolg. Bild: dpa

Der neue Stromberg-Film hat mehr als eine Million Zuschauer. Doch nicht nur diese zeigen sich erfreut: Die Crowdfunder, die für den Film gesammelt haben, bekommen nun Geld zurück.

          Die Kritiker wurden endgültig Lügen gestraft: Der Film „Stromberg“ ist ein großer Erfolg in Deutschland, bereits mehr als eine Million Menschen haben ihn in den Lichtspielhäusern gesehen. Dabei sollte Stromberg eigentlich nie ins Kino kommen. Obwohl die Serie von Kritikern geliebt und vom Publikum gefeiert wurde, versammelte sich allwöchentlich nur eine kleine Zuschauerschaft vor dem Fernseher. Den Büroalltag des Abteilungsleiter Bernd Stromberg, gespielt von Christoph Maria Herbst, war für viele wohl doch zu anstrengend. Niemand will ein Ekel im Fernsehen sehen, dass seine Mitarbeiter terrorisiert. Ein Kinofilm lag da in weiter Ferne. Doch die Produktionsfirma Brainpool startete ein so genanntes Crowdfunding im Internet, um den Film doch zu ermöglichen.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Idee dahinter: Wenn viele Leute verhältnismäßig kleine Beträge geben, kommt am Ende auch eine große Summe zusammen. Während beim Crowdfunding nur nicht-monetäre Anreize wie eine Danksagung im Vordergrund stehen, gibt es beim Crowdinvesting eine handfeste Rendite. Bei Stromberg hat man sich für eine Mischung aus Crowdfunding und Crowdinvesting entschieden. Hat man genug gespendet, gibt es neben dem Anteil zum Beispiel eine Danksagung im Film oder ein Ticket für die Premiere. Brainpool konnte so 3300 Menschen davon überzeugen, mehr als eine Million Euro zu geben. Der Erfolg war dabei keinesfalls gewiss. Die Geldgeber mussten mindestens Anteile in Höhe von 50 Euro bereitstellen, und im schlimmsten Fall - wenn niemand den Film angeschaut hätte - wäre das Geld einfach weg gewesen.

          Eine ansehnliche Rendite

          Doch dieser Fall ist nicht eingetreten, mehr als eine Million Menschen haben den Film mittlerweile gesehen. Ab jetzt machen die Geldgeber sogar Gewinn. Je verkauftem Ticket werden nun 50 Cent an die Crowdfunding-Gemeinde von Stromberg ausgeschüttet. Das ist nicht sonderlich viel, bei 2 Millionen Besuchern und einer Investition von 1000 Euro erhält der Investor zum Beispiel 1500 Euro. Reich wird man damit nicht, eine ansehnliche Rendite ist es trotzdem. 

          Bernd Stromberg feierte das auch standesgemäß. In einem Video bedanken sich neben Stromberg auch Produzent Ralf Husmann und Regisseur Arne Feldhusen – indem sie Popcorn in die Luft schmeißen. Übrigens darf sich Husmann auch selbst über den Erfolg freuen, denn er hat 1000 Euro investiert und gehört nun in jeder Hinsicht zu den Profiteuren.

          Quelle: FAZ.net

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