15.06.2012 · Die Argumente gegen aktiv gemanagte Fonds nehmen zu. Weniger Fonds als zu erwarten wäre gelingt es, auf lange Sicht zu den Besten zu gehören.
Von Anne-Christin SieversRichtlinien für Lesermeinungen
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Käufer bestimmen den Markt maßgeblich
Solange sich die meisten Anleger wie Trottel verhalten, werden auch
schlechte Fonds ihre Käufer finden. "Anlageberater" die
in Lohn und Brot der Bank stehen, werden nämlich die Produkte an
den Mann bringen, die "von oben" dafür bestimmt wurden.
Der ahnungslose Kunde zahlt Ausgabeaufschlag und erhält meist einen
Fonds ins Depot gebucht, der aus sehr vielen, scheinbar beliebig
zusammengewürfelten Aktien besteht. Das wird dann auch noch als
Vorteil herausgestellt, denn ein möglichst breit gestreuter Fonds,
bietet angeblich die beste Sicherheit. So ein Fonds wird aber
bestenfalls mit dem Aktienmarkt mitschwimmen können.
Dass muss nicht sein, denn heute kann sich jedermann umfassend über
Fonds informieren. Es ist kein Problem, die über 3, 5 und 10 Jahre
erfolgreichen Fonds herauszusuchen. Auch wenn das keine Garantie
für die Zukunft darstellt, ist es immer noch besser, als einem
"Bankberater" blind zu vertrauen.
...waren aktiv gemanagte Fonds im letzten Jahrzehnt prinzipiell eine
unrentable Anlage. Als
Kritikpotential kommen hinzu relative Unübersichtlichkeit der
Fondsbestandteile, denkbare Manipulationsmöglichkeiten,
komplizierte Steuerregeln und -ansätze bei solchen Fonds sowie
schwer nachvollziehbare Kosten. Ganz abgesehen davon, dass bei allen
Renditeangaben und bei der steuerlichen Belastung die ständig
wertmindernde Inflation grundsätzlich unterschlagen zu werden pflegt!
Aktiv gemanagete Fonds können keine bessere Performance erzielen
als der Markt. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass in Aktien
alles Marktwissen eingepreist ist, dann können nur zufällige
oder unvorhersehbare Ereignisse den Aktienkurs beeinflussen. Beides kann
kann auch der Manager eines Fonds nicht antizpieren, es sei denn, er hat
Insiderwissen, das niemand oder so gut wie niemand sonst hat. Das
dürfte, so lange es sich wirklich um singuläres Wissen
handelt, sehr selten sein.
Es ist einfach eine Frage des Glücks - der eine Fondsmanager hat
länger Glück mit seinem Fonds, der andere kürzer. Und
einer hat ganz lange Glück und wird als der Star gefeiert. Daher
dürfte die Performance von aktiv gemanagten Fonds doch eher einer
Gauss-Kurve entsprechen - ein paar mit viel Glück und toller
Performance, ein paar mit viel Pech und schlechter Performance und dann
ganz viele, die sich langfristig parallel zum Markt bewegen.
Verdienen wird in jedem Falle vor allem die Fonds-Gesellschaft.
Die Einzigen die Sicher gewinnen sind die die "aktiv managen"
Ist aber auch irgendwie Logisch. Wenn die Leute ihre "leistungsgerechten" Gehälter durch Zufallsgrößen bestimmt nach oben schrauben und diejenigen die das Pech hatten aussteigen, schrauben sich die Gehälter unaufhaltsam in die Höhe auch wenn der Realwirtschaftliche Wert nicht verändert wird. Allem stehen nur die Firmen gegenüber die im Portfolio sind.