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Investmentfonds Verwaltungsgebühren verteuern europäische Fonds

10.12.2004 ·  Weil Fondsmanager Transaktionskosten weiterreichen, werden europäische Fonds teurer. Die billigsten Anleihefonds gibt es in Österreich, die günstigsten, aktiv gemanagten Aktienfonds in Belgien, so der Branchendienst Fitzrovia.

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Für Anleger sind die Kosten europäischer Aktienfonds in den letzten zwei Jahren in den meisten Ländern gestiegen. Dies liege an höheren Fondsverwaltungsgebühren, berichtete Fitzrovia International.

Die so genannte Gesamtkostenquote, die Werbe-, Administrations- und Fondsmanagementkosten umfasst, ist in Deutschland, Frankreich, Belgien, Irland, Italien, Luxemburg, der Schweiz und Großbritannien gestiegen. Nur in Österreich und Schweden ist sie gesunken.

"Langfristig geht der Trend hin zu steigenden Verwaltungsgebühren," erklärte Fitzrovia-Sprecher Ed Moisson. "Die Gesamtkostenquoten haben sich durch die höheren Vertriebskosten in den letzten zwei Jahren erhöht."

Fondsmanager reichen Ausgaben weiter

Die Fondskosten nehmen zu, nachdem Fondsmanager die Ausgaben weiterreichen, die sie an Banken und Finanzberater für den Vertrieb ihrer Fonds zahlen. Davon sind insbesondere Länder wie Irland und Luxemburg betroffen, wo viele Fonds, die innerhalb der Europäischen Union vermarktet werden, als so genannte Offshore- Fonds registriert sind.

Am billigsten ist es in Belgien, in aktiv verwaltete Aktienfonds zu investieren. Im Durchschnitt liegen die Kosten für einen Fonds, gewichtet nach Volumen, bei 103 Euro für je 10.000 Euro Anlagesumme, berichtet Fitzrovia. Das sind zehn Euro mehr als vor zwei Jahren.

Das teuerste Land für eine Fondsanleger ist dagegen Spanien. Dort belaufen sich die Kosten auf 212 Euro je 10.000 Euro Anlagebetrag, drei Euro mehr als 2002.

Die billigsten Anleihefonds gibt es in Österreich

Die Kosten für Anleihefonds sind in sechs der untersuchten elf Länder gesunken und in vier Ländern gestiegen, teilte Fitzrovia mit. Nur in der Schweiz betrugen die Kosten unverändert 100 Euro je 10.000 Euro.
Spanien hatte mit 137 Euro je 10.000 Euro auch die höchsten Gebühren für Anleihefonds. Das sind aber zehn Euro weniger als vor zwei Jahren.

Die billigsten Anleihefonds gibt es in Österreich, dort müssen Anleger Gebühren von 54 Euro für eine Anlagesumme von 10.000 Euro zahlen. Die Österreicher stecken einen größeren Anteil ihres Geldes in Anleihen als Anleger in anderen Ländern, erläuterte Fitzrovia.

Die Untersuchung von Fitzrovia umfasst über 33.000 aktiv verwaltete Aktien- und Anleihefonds mit einem Anlagekapital von 4,9 Billionen Euro.

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