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Investmentfonds Neue Indexfonds auf den Nikkei und Energie „light“

11.07.2006 ·  Das Angebot an börsengehandelten Fonds im Deutschland verbreitert sich weiter, unter anderem um einen Indexfonds auf inflationsgeschützte Anleihen. Die Zahl der im XTF-Segment notierten Produkte liegt mittlerweile bei 131 Stücken.

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Börsengehandelte Fonds sind schon seit Jahren so erfolgreich wie kaum eine andere Finanzanlage, sie es bei professionellen oder den Privatanlegern. Immer mehr und immer öfter setzen sie auf diese Anlageform, um sich an den Finanzmärkten zu engagieren.

Das dürfte kaum verwundern, bieten sie doch im Vergleich mit dem „konventionellen“ Fondsgeschäft gewisse Vorteile. So braucht man die Anteile nicht mehr über Vermittler oder die Fondsgesellschaft zu handeln, sondern man kann während der Öffnungszeiten der Börse permanent Aufträge aufgeben wie für eine normale Aktie oder eine Anleihe.

Börsengehandelte Fonds haben verschiedene Vorteile, vor allem Indexfonds

Das hat verschiedene Vorteile. So nimmt die Transparenz zu, da im Tagesverlauf unterschiedliche Preise zustande kommen und auch veröffentlicht werden. Außerdem sind limitierte Aufträge zum Kauf oder Verkauf möglich. Abgesehen davon fallen beim Börsenhandel keine Ausgabeaufschläge mehr an. Kosten entstehen im Form der Geld-Briefspanne und in Form der Gebühren, die die eigene Bank für die Bearbeitung des Börsengeschäfts verlangt. Und die kann man durch die Wahl der Bank beeinflussen.

Grundsätzlich sollte man jedoch auch beim Börsenhandel von Fonds unterscheiden zwischen aktiv verwalteten Produkten und den so genannten passiven Indexfonds. Denn da der Trend weggeht von Ausgabeaufschlägen und sonstigen einmaligen Kostenposten, tendieren die Fondsgesellschaften dazu, ihre Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen in den jährlich berechneten Verwaltungsgebühren unterzubringen. Diese vermindern die Nettorendite der relevanten Fonds und können auf diese Weise über die Jahre und unter Berücksichtigung des Zinseszinseffektes teurer werden, als einmalige Belastungen.

Aus diesem Grund ist es ratsam, die Fondskosten genau zu betrachten, den günstigsten der guten Fonds zu wählen und notfalls auch um den allerletzten Basispunkt zu feilschen. Interessant sind aus diesem Grund Indexfonds. Denn sie sind im Vergleich mit aktiv verwalteten Fonds kostengünstig und entwickeln sich so gut wie nie schlechter als der Markt. Immerhin können sie auf teure Fondsmanager verzichten, die zudem mehrheitlich dem Markt hinterherhinken. Liegt die Gesamtkostenquote von aktiv verwalteten Aktienfonds nach Daten von Lipper/Fitzrovia bei satten 1,63 Prozent pro Jahr, so betragen sie bei Indexfonds mit 0,39 Prozent jährlich nur ein Bruchteil dessen.

Neue Produkte an der Börse in Frankfurt: Nikkei und EasyETF GS Ultra-Light Energy

Insgesamt können Anleger mit Indexfonds günstig, breit gestreut und gleichzeitig flexibel in die von ihnen bevorzugten Märkte investieren. Sind sie in Amerika schon seit Jahren „in“, so werden die Indexfonds auch in Europa immer beliebter, während die Palette der angebotenen Produkte immer breiter wird. Das zeigt sich am Dienstag wieder einmal an einer Mitteilung der Deutschen Börse.

Danach sind Indexprodukte auf den Nikkei 225 und GS Ultra-Light Energy Indizes in den Handel auf der Xetra-Handelsplattform gestartet. Mit dem von Indexchange Investment AG emittierte Nikkei 225 EX ETF (Isin DE000A0H08D2) können die Anleger auf den japanischen Aktienmarkt setzen, der mittelfristig von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land der aufgehenden Sonne profitieren können sollte.

Der EasyETF GS Ultra-Light Energy (LU0246046329) wird von AXA Investment Managers und BNP Paribas emittiert und bildet als weltweit erster Indexfonds den Goldman Sachs Ultra-Light Energy Total Return Index ab, der 24 Rohstoffe aus fünf verschiedenen Sektoren umfaßt: Industrie- und Edelmetalle mit einem Anteil von 25,56 Prozent, Landwirtschaft mit einem Anteil von 29,30 Prozent, Viehwirtschaft mit einem Anteil von 12,89 Prozent und Energie mit einem Anteil von 26,49 Prozent.

Der Index ist „Light“, weil die Gewichtung des Energiebereichs im Vergleich mit anderen Indizes reduziert wurde. Das könnte deswegen sinnvoll sein, weil sich der Energiebereich in den vergangenen Jahren überproportional entwickelt hat, während andere Rohstoffe nun einen gewissen Nachholbedarf haben könnten.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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