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Investmentfonds Indexfonds auch bei Nebenwerten an der Spitze

09.02.2007 ·  Hohe Gebühren für einen Fonds sind gerechtfertigt - aber nur, wenn es den Managern gelingt, den Markt zu schlagen. Das schaffen die meisten nicht. Auch bei Nebenwerten ist ein Indexfonds oft die bessere Wahl.

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Die Vorteile von Indexfonds sind bekannt: Die Kosten sind niedrig, außerdem gibt es keinen Fondsmanager, der auf die falschen Titel setzen kann. Mit einem Indexfonds im Depot kann der Anleger die Marktrendite zwar nicht übertreffen, er schneidet aber auch nicht schlechter ab.

Das ist viel wert, schließlich gelingt es vielen Fondsmanagern nicht, den Vergleichsindex zu schlagen. Um den Markt zu schlagen, müsste die Überrendite vor Kosten immerhin höher sein als die Gebühren, die jährlich vom Fondsvermögen abgezogen werden. Für den Anleger kommt meist noch der Ausgabeaufschlag dazu, der in den Wertentwicklungsvergleichen in der Regel nicht berücksichtigt wird.

Indexfonds vorne dabei

In der Branche ist immer wieder das Argument zu hören, dass es Fondsmanagern vor allem bei Standardwerten schwer falle, mehr Ertrag zu erwirtschaften als der Vergleichsindex. Dort seien alle Aktien so gut analysiert, dass es kaum möglich sei, unterbewertete Unternehmen zu finden, die andere Marktteilnehmer nicht auch beobachten. Bei Nebenwerten dagegen sei für Fondsmanager durchaus noch was zu holen.

Das mag sein, doch vielen gelingt es auch in diesem Segment nicht, besser zu sein als der Markt. Das zeigt sich zum Beispiel an der Tatsache, dass der Indexfonds „MDax (R) Ex“ (Isin DE0005933923) auf der FAZ.NET-Rangliste in der Rubrik „Aktien Nebenwerte Deutschland“ auf Sicht von fünf Jahren die zweitbeste Wertentwicklung aufweist.

Nur wenige gemanagte Fonds können mithalten

Geschlagen wird das Produkt von Indexchange nur von den Nebenwertespezialisten von Lupus Alpha mit ihrem „Smaller German Champions“-Fonds (LU0129233507). Der Lupus-Alpha-Fonds hat in den vergangenen fünf Jahren nach Daten von Standard & Poor's 143 Prozent an Wert gewonnen, der Indexfonds dagegen nur 123 Prozent (siehe auch FAZ.NET-Tabelle und FAZ.NET-Fondsvergleich: Nebenwerte Deutschland).

Der nächste gemanagte Fonds, der „Cominvest Adiselekt“ (DE0009769562), folgt auf Rang drei. Dieser Fonds, den Standard & Poor's mit der Höchstzahl von fünf Sternen ausgezeichnet hat, führt die Rangliste freilich auf Sicht von drei Jahren an. In diesem Zeitraum liegt der MDax-Indexfonds auf Rang drei, auf Sicht von einem Jahr auf Platz fünf.

Indexfonds mit vergleichsweise niedrigen Gebühren

Das gute Abschneiden des Indexfonds wird zu einem guten Teil auf die vergleichsweise niedrigen Gebühren zurückzuführen sein: Die Verwaltungsvergütung beläuft sich auf 0,5 Prozent im Jahr. Der Spread, also die Differenz von An- und Verkaufskurs, beträgt 0,08 Prozent.

Für den „Cominvest Adiselekt“ dagegen fallen 1,65 Prozent Verwaltungsvergütung im Jahr an, dazu kommt der Ausgabeaufschlag von 5,0 Prozent. Das Agio beträgt auch beim Lupus-Alpha-Fonds bis zu 5,0 Prozent, die Managementgebühr beträgt dagegen nur 1,5 Prozent im Jahr. Allerdings behält die Fondsgesellschaft eine erfolgsabhängige Vergütung von 17,5 Prozent der Überrendite gegenüber dem Vergleichsmaßstab (50 Prozent MDax, 50 Prozent SDax) ein. Diese Gebühr fällt aber nur an, wenn auch die absolute und nicht nur die relative Fondsentwicklung positiv war.

Hohe Gebühren sind gerechtfertigt, wenn es den Fondsmanagern gelingt, den Markt zu schlagen und für den Anleger dadurch einen Mehrwert zu schaffen. Den Managern des „Smaller German Champions“ und des „Adiselekt“ ist das in der Vergangenheit meist gelungen. Vielen ihren Kollegen aber nicht - hier wäre der Anleger mit einem Indexfonds besser gefahren. So wird es wohl auch in Zukunft bleiben.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @bemi
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