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Investmentfonds Exchange Traded Funds sind eine Erfolgsgeschichte

 ·  Exchange Traded Funds, kurz ETFs, gibt es in Deutschland seit fünf Jahren. In dieser kurzen Zeit sind sie zur erfolgreichsten Fondskategorie in Deutschland und Europa geworden.

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Am 11. April 2000 wurden die ersten Exchange Traded Funds, kurz ETFs, an der Deutschen Börse gehandelt. Dieses Datum markiert eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Denn innerhalb von nur fünf Jahren sind die ETFs - börsengehandelte Indexfonds, die sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern Zugang zu ganzen Wertpapiermärkten eröffnen - von Null zur erfolgreichsten Fondskategorie in Deutschland und Europa geworden.

Mehr als 300 Millionen Euro werden heute täglich mit ETFs an den europäischen Börsen umgesetzt, davon mehr als die Hälfte an der Deutschen Börse. In keiner anderen Region der Welt hat sich das Geschäft mit ETFs schneller und stärker entwickelt als in Europa. Dies ist um so bemerkenswerter, als sich die meisten maßgeblichen europäischen Aktienindizes in diesem Zeitraum deutlich ermäßigten.

Der erste deutsche ETF auf den Dax, der DAX EX entwickelte sich in wenigen Monaten zum meist gehandelten ETF in Europa. Sein Gesamtumsatz erreichte schließlich 2004 mit 23 Milliarden Euro rund ein Viertel des gesamten europäischen ETF-Handelsvolumens. 2002 wurden die ersten Futures und Optionen auf ETFs aufgelegt, die Zahl der an der Deutschen Börse gehandelten ETFs verdreifachte sich auf 59. 2003 starteten die ersten europäischen Renten-ETFs und 2004 erreichten die Mittelzuflüsse mit 18,4 Milliarden Euro neue Rekordwerte - trotz einer verhaltenen Aktienmarktentwicklung.

Ausweislich der Statistik der Deutschen Börse sind ETFs die derzeit liquideste Anlage in Deutschland. Mit der hohen Liquidität bieten ETFs den Anlegern auch Transaktionskostenvorteile und sind mittlerweile in vielen Bereichen günstiger als Zertifikate. Auch einen Performancevergleich brauchen ETFs nicht zu scheuen: Untersuchungen zeigen immer wieder, daß etwa 80 Prozent der aktiv gemanagten Aktienfonds ihre Benchmark, meist einen etablierten Aktienindex, über längere Zeiträume nicht schlagen. Dagegen erreichen ETFs aufgrund ihrer Beschaffenheit immer das Ziel: eine Wertentwicklung entsprechend der des zugrunde liegenden Index.

Im Vergleich zu Indexzertifikaten gehen bei ETFs die vereinnahmten Dividenden direkt in das Anlageergebnis ein oder werden an die Investoren ausgeschüttet, während sie bei Zertifikaten in aller Regel entfallen. Ein weiterer Vorteil gegenüber Zertifikaten besteht in punkto Sicherheit. Denn da ETFs ein Sondervermögen darstellen, ist das Investment der Anleger auch dann sicher, wenn etwa die Fondsgesellschaft selbst insolvent würde. Zertifikate dagegen unterliegen keinem besonderen Schutz. Der Anleger ist im Falle der Insolvenz des Emittenten einfacher Insolvenzgläubiger und kann dann unter Umständen vollkommen leer ausgehen.

Da es für ETFs auch keine Mindestanlagesummen gibt, können sie wie jede andere Aktie auch zum Stückpreis an der Börse gehandelt werden. Es gibt also keinen Grund, warum nicht auch private Anleger ETFs in ihren Vermögensdispositionen nutzen sollten. Und in der Tat entdecken immer mehr private Anleger die Möglichkeiten, die ihnen ETFs bieten. Der Anteil privater Orders am gesamten Handelsvolumen ist mit aktuell etwa zehn Prozent zwar noch gering, er dürfte sich jedoch mit neuen speziellen Angeboten in Zukunft stark erhöhen.

Pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum der ETFs in Deutschland ist jetzt beispielsweise mit dem DivDAX EX der erste ETF gestartet, mit dem Anleger auf die 15 DAX-Werte mit der besten Dividendenrendite setzen können. Auf diese Weise können private Anleger wesentlich einfacher und kostengünstiger als mit alternativen Anlageformen eine Dividendenstrategie umzusetzen. Weitere Innovationen auf Indexkonzepte werden in den nächsten Wochen folgen. Neben dem Ausbau der ETF-Palette - aktuell sind an der Deutschen Börse 68 Indexfonds gelistet - wird mehr Wettbewerb auf der Angebotsseite das Geschäft weiter beleben.

Quelle: Götz Kirchhoff, Chief Investment Officer und Mitglied des Vorstands der INDEXCHANGE Investment AG, München-Unterföhring
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