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Investmentfonds Enttäuschende Garantiefonds

 ·  Den Turbulenzen an den Finanzmärkten konnten sich auch Garantiefonds nicht entziehen. Seit Jahresbeginn liegen 90 Prozent aller Fonds im Minus. Auch insgesamt ist die Wertentwicklung der Kategorie eher enttäuschend.

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Nichts begehren Anleger mehr als eierlegende Wollmilchsäue, besonders dann wen die Kursentwicklung an den Börsen mal nicht geradewegs nach oben verläuft. Immer wieder zwar nicht als Allheilmittel, doch aber als ein gutes Instrument zur abgesicherten Renditeerzielung werden Garantiefonds beworben.

Deren Beliebtheit in Krisenphasen hat sich in den vergangenen zwölf Monaten einmal mehr gezeigt. Entgegen den Volumenseinbußen am gesamten Fondsmarkt erfreuen sich Garantiefonds weiterhin großer Beliebtheit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Volumen der 257 in Österreich, Deutschland oder der Schweiz zugelassen Fonds per Ende März um 19,1 Prozent auf 49,1 Milliarden Euro. Indes hat sich das Wachstum auch in dieser Kategorie verringert. Seit Ende Oktober hat sich das Volumen nur noch um 2,7 Prozent erhöht.

Garantiekosten als Ausstiegsbremse

Wer in einen Garantiefonds investiert, muss sich langfristig engagieren. Das Durchschnittsalter liege derzeit bei 3,1 Jahren, die durchschnittliche Restlaufzeit bei 6,9 Jahren, so dass sich eine Kapitalbindung von durchschnittlich zehn Jahren ergibt.

Ein vorzeitiger Ausstieg ist zwar möglich. Nur ergibt dann das Investment keinen Sinn mehr. Denn dann entfällt die Garantie und im schlimmsten Fall bedeutet das Verluste. Immerhin verloren Garantiefonds seit Beginn der Finanzkrise Anfang Juli 2007 im Schnitt sechs Prozent an Wert, allein im laufenden Jahr davon im Schnitt 5,2 Prozentpunkte.

Mittlerweile liegen 90 Prozent aller Fonds im Minus, schreibt der österreichische Fondsinformationsdienst e-fundresearch.com. Der maximale Verlust beträgt gar 15,9 Prozent. Da die Garantiekosten je nach Anlagekategorie von Branchenexperten auf 0,4 bis ein Prozent pro Jahr beziffert wird, hätte man dies dann umsonst gezahlt.

Indes gilt natürlich auch, dass ein Ende mit Schrecken bisweilen besser ist ein Schrecken ohne Ende. Läuft ein Fonds so schlecht, dass bis zum Laufzeitende nicht mit Gewinnen zu rechnen ist, kann es bisweilen die bessere Entscheidung sein, Verluste zu realisieren und dieselben durch ein besseres Investment wieder aufzuholen.

e-fundresearch.com empfiehlt, sich daher vor dem Kauf gut zu informieren und damit möglichst sicher gehen, die richtige Entscheidung zu treffen. Generell gebe es dabei drei Punkte zu beachten.

Wertentwicklung

Unter diesem Gesichtspunkt seien Garantiefonds in der Regel enttäuschende Produkte gewesen, schreiben die Fondsexperten. Im Schnitt der letzten fünf Jahre hätten die 33 Garantiefonds, die über eine so lange Historie verfügten, lediglich 3,8 Prozent pro Jahr erwirtschaftet. Die 105 Fonds, die eine 3-Jahres-Historie aufwiesen, erzielten über diesen Zeitraum sogar nur 3,6 Prozent - eine risikolose Geldmarktanlage, gemessen am 3-Monats-Euribor, hätte im selben Zeitraum 3,4 Prozent eingebracht.

Risiko

Da es zum Laufzeitende praktisch kein Risiko gibt, bezieht sich dieses bei Garantiefonds auf die reale Entwicklung. Eine jährliche Inflationsrate von im Schnitt 2,2 Prozent mindere über zehn Jahre den Kapitalendwert um insgesamt 24 Prozent. Die in den letzten fünf Jahren erzielten Durchschnittsrenditen von 3,8 Prozent pro Jahr hätten deswegen das Kapital nach Steuern und Kosten wie dem Ausgabeaufschlag oder den Depotgebühren inflationsbereinigt kaum oder gar nicht vermehrt.

Gemessen an der Standardabweichung habe die durchschnittliche jährliche Volatilität aller Garantiefonds in den vergangenen drei Jahren bei 6,1 Prozent gelegen und damit etwas höher als bei globalen Staatsanleihen mit 4,7 Prozent.

Kosten

Garantiefonds erscheinen, gemessen an der jährlichen Gesamtkostenbelastung (TER) mit 1,3 Prozent pro Jahr im Schnitt gar nicht so teuer. Aktiv verwaltete Aktienfonds kosteten laut Daten von Lipper/Fitzrovia durchschnittlich 1,63 Prozent.

Anleihenfonds kosteten dagegen nur 0,9 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass die meisten Garantieprodukte überwiegend aus Anleihen bestehen, könne man Garantiefonds durchaus als teuer bezeichnen. Vor allem sollten Anleger die Kosten in Relation zu den realistischerweise erzielbaren Renditen setzen. Über den Zeitraum der letzten drei bis fünf Jahren waren das im Schnitt nur zwischen 3,6 und 3,8 Prozent pro Jahr.

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