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Investmentfonds ABS-Fonds können sich behaupten

30.07.2007 ·  Von der Subprime-Krise ist den europäischen ABS-Fonds derzeit wenig anzumerken. Dennoch lag ihre Wertentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten eher im Mittelfeld.

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Gestern wie heute sind sie an den Finanzmärkten ein Thema: die verbrieften Forderungen jedweder Art, kurz ABS (Asset.Backed-Securities) genannt. Lange Zeit waren die mit diesen Anlagen verbundenen Meldungen vom Erfolg der Vehikel geprägt. Ständig gab es neue Rekordvolumina, neue Emittenten. ABS schienen die Zukunft zu gehören.

Derzeit sind die Schlagzeilen deutlich negativ. Was eigentlich sind die vielen forderungsunterlegten Konstruktionen wert, fragen sich immer mehr Anleger, vor allem Versicherungen und Hedge-Fonds. Privatanleger sind dagegen eher selten daran beteiligt.

Eher durchschnittliche Wertentwicklung

Indes hatten diese unter anderem durch Investmentfonds Teil am Boom, die speziell in diese Anlageklasse investierten. Von einem Absturz der ABS-Fonds ist indes derzeit nicht viel zu sehen. Über ein Jahr betrachtet liegt kein Fonds mit der entsprechend langen Historie im Minus.

Im Feld der Rentenfonds-Anlageklassen liegt das Vehikel damit immerhin auf Platz 17. Das ist nicht gerade berauschend, aber immerhin noch im Rahmen des Akzeptablen, bedenkt man etwa, dass Yen-Anleihen den Anlegern im gleichen Zeitraum ein Minus von über zwölf Prozent einbrockten.

Auf Sicht der vergangen sechs Monate fährt die Anlageklasse sogar noch besser, denn in diesem Zeitraum nur ein Viertel der Anlageklassen überhaupt ein Plus, so dass sich die ABS-Fonds immerhin die zehntbeste Anlageklasse waren. Auf Sicht von drei Monaten verbuchen die Fonds indes im Schnitt ein Minus, bleiben damit aber immer noch in der ersten Hälfte der Anlageklassen.

In Subprimes in der Regel gar nicht investiert

Auf Sicht eines Monats schneiden sie schwächer ab, verzeichnen aber immer noch einen minimalen Wertzuwachs. Das liegt vor allem nicht zuletzt daran, dass die

Das liegt vor allem daran, dass die meisten der in Deutschland bzw. in Europa gar nicht in den Vereinigten Staaten investieren. Der Kepler-Fonds etwa investiert in europäische Titel. Subprimes gibt es dort aber nur in Form der Non-Conforming-loans in Großbritannien. Schuldner dieser Klasse, so Kepler, wiesen aber ein höhere Bonität auf als amerikanische Subprime-Schuldner.

Dass sich die Subprime-Krise auch auf europäische Asset-Backed-Securities ausweitet, erwartet das Fondsmanagement nicht. Die Frage, die sich aber stellt, ist daher eher die, wie weit die Zentralbanken die Zinsen noch anziehen werden, speziell in Großbritannien. Das könnte dann doch einige Schuldner mehr in Schwierigkeiten bringen, wenn gleichzeitig der britische Immobilienmarkt nachgeben sollte und Banken, die sich auf dem amerikanischen Subprime-Markt verspekuliert haben, die Kreditvergabebedingungen verschärfen sollten.

Krise bislang gut überstanden

Indes ist ein solcher Effekt derzeit nicht absehbar und ob er eintreten wird ist trotz aller Sorgen um eine Überhitzung der Immobilienmärkte nicht ausgemacht, zumal britische Wirtschaftsforscher bereits den bislang letzten Zinsschritt der Bank of England als unnötig kritisiert haben und von einer größeren Zeitverzögerung in der Auswirkung der Zinsschritte auf die Inflation als früher ausgehen.

Insofern haben die in Deutschland zugelassenen ABS-Fonds die Krise bislang recht gut überstanden. Ob sie aber angesichts möglicher Risiken, einer eher mittelmäßigen Wertentwicklung und vor allem eines recht schwachen Sentiments für verbriefte Forderungen derzeit die beste Wahl sind, steht auf einem anderen Blatt.

Sieht man einmal von Fremdwährungsanleihen ab, bei denen die vergangene zwölf Monate vor allem Anleihen in türkischer Lira und australischen Dollar gehörten, so boten europäische Kurzläufer eine recht ansehnliche Wertentwicklung. Auch Euro-Kurzläufer schlugen sich recht gut und wer es eine Spur riskanter mag, hätte immer noch auf europäische Schwellenländeranleihen ausweichen können.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @mho
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