17.02.2006 · Norwegens Börse hat in vergangenen Jahren den gut laufenden Dax deutlich hinter sich gelassen. Mit dem Fonds „Balzac Norway Index“ sind die Anleger bisher gut gefahren. Die Chancen stehen gut, daß das so bleibt.
35 Prozent Plus in einem Jahr, 50 Prozent in fünf Jahren, fast 180 Prozent in zehn Jahren - das ist die norwegische Börse. Der Index OBX hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt, der Dax hinkte hinterher.
Wer von dieser Entwicklung profitieren wollte, konnte zum Beispiel zum Fonds „Balzac Norway Index“ von State Street Global Advisors aus Paris greifen (ISIN: FR0000018434). Der im Juli 2000 aufgelegte Fonds verwaltete Ende Dezember etwa 266 Millionen Euro und hat zum Ziel, eine Performance zu erzielen, die mit der Entwicklung des norwegischen Aktienmarkts - gemessen am MSCI Norway Index - vergleichbar ist.
Gebühren halten sich in Grenzen
Der Chart zeigt seit mehr als drei Jahren nach oben, Anfang Februar verzeichnete das Papier bei 2.054 Norwegischen Kronen ein neues Rekordhoch. Das Wachstum scheint sich in jüngster Zeit etwas abzuschwächen, bei den satten Kursgewinnen der vergangenen Monate darf das aber nicht überinterpretiert werden. Der langjährige Aufwärtstrend ist jedenfalls weiterhin intakt.
In zwölf Monaten hat der Fonds, in norwegischen Kronen gerechnet, 42,4 Prozent zugelegt, in fünf Jahren waren es 78,6 Prozent. Die Orientierung am MSCI-Index hat sich also gelohnt, denn der Fonds lief sogar besser als der OBX. Ausgabeaufschlag (2,5 Prozent), Verwaltungs- (0,6 Prozent) und Rückgabegebühren (0,25 Prozent) halten sich in Grenzen - jedenfalls im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds.
Portfolio nicht zu hoch bewertet
Der Kurs des größten Wertes im Portfolio, des Öl- und Gaskonzerns Norske Oljeselskap, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten fast verfünffacht. Die Aktie von Norsk Hydro, einem international tätigen Energie- und Aluminiumkonzern und Nummer zwei im Portfolio, hat in einem Jahr immerhin 50 Prozent zugelegt.
Energiewerte machen die Hälfte des Portfolios aus, gefolgt von Finanzdienstleistungen, Konsumgütern und Telekommunikation mit jeweils 10 bis 12 Prozent. Die Aktien hatten Ende Dezember ein Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Geschäftsjahr von durchschnittlich 13,4, die Dividendenrendite betrug 3,3 Prozent. Im Vergleich zur Bewertung anderer Börsen scheint das nicht zu teuer zu sein.
Wirtschaft wächst schneller als in der Eurozone
Die Chancen stehen gut, daß sich der norwegische Aktienmarkt auch in Zukunft gut entwickelt. Die Wirtschaft in Skandinavien floriert. „Die Wachstumsraten sind gegenüber der Eurozone teils deutlich höher, die Inflation ist niedriger“, erklärt Peter Johansen von Nordea, dem größten Finanzhaus Nordeuropas.
Die Bank rechnet damit, daß Norwegen in diesem Jahr einen Haushaltsüberschuß von 16,3 Prozent ausweisen wird - das Land schwimmt förmlich im Geld. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich leicht abkühlen, mit 2,6 Prozent in diesem und zwei Prozent im kommenden Jahr aber über dem Schnitt der Euroländer liegen. Den Export von Öl und Gas sehen die Experten noch wachsen.
Währungsgewinn möglich
Der daraus resultierende Überschuß in der Leistungsbilanz wird bei der Norwegischen Krone für Aufwertungsdruck sorgen. Goldman Sachs vermutet, daß die Krone in Zukunft deutlich teurer wird: Derzeit kostet ein Euro 8,14 Kronen, in zwölf Monaten sehen die Analysten den Euro bei 7,70 Kronen. In den vergangenen drei Monaten ist der Wert der Krone allerdings nach einer langen Erholung wieder gesunken.
Wertet die Krone tatsächlich auf, können sich Investoren aus dem Euroraum zusätzlich über einen Währungsgewinn freuen. Für Anleger, die weiter an die norwegische Börse glauben und das Risiko von Einzelinvestments scheuen, dürfte der „Balzac Norway Index“-Fonds eine gute Wahl sein.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |