04.01.2013 · Noch liegt in Indexfonds (ETF) viel weniger Vermögen als in Investmentfonds. Doch während die Anleger Aktienfonds meiden, fließt das Geld in Aktien-ETF.
Von Christian von HillerRichtlinien für Lesermeinungen
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Finger weg, so es nicht vollreplizierende ETFs sind ...
... d.h., dass sie die dem entsprechenden Index unterliegenden Aktien auch tatsächlich kaufen. Alles andere sind hochgehebelte, auf mathematischen Modellen basierende synthetische Produkte, deren Werte in Krisenzeiten mitunter explosionsartig verpuffen können. Die Nachfrage nach solchen "Produkten" zeigt wieder einmal, dass die Anleger nichts aber auch gar nichts gelernt haben. Verstünden sie die Konstruktion so mancher ETFs auch nur annähernd, würden sie sie sofort aus ihrem Depot entfernen.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 13:03 UhrMeine Sachargumente..
..liegen doch alleine schon in den von mir angegebenen Begriffen die sie
entweder googeln oder sich in den Studien von Gordon Rose oder
Prof.Johannig erklaeren lassen koennen, ich hab mir da schon genug den
Mund fusselig geredet.
Dann wuerden sie auch begreifen dass bei synthtisch replizierenden ETF
nie eine leere Huelle uebrigbleiben wird und sich deren Komplexitaet auf
ein Swapgeschaeft reduziert.
Ich habe nichts gegen physisch replizierende ETF, nur wenn man ueber ein
Ausfallrisiko in Extemszenarien besorgt ist sollte man auch das hier
uebliche und groesser als bei 'normalen' Fonds bestehende Leiherisiko in
Betracht ziehen- im Collateral Basket koennen dann zum Beispiel Anleihen
sein waehrend man seine Aktien verliehen hat, schlecht z.B. bei ner
Waehrungsreform, waehrend im synthetischen ETF dann im substitute basket
wenigstens noch Aktien liegen. Wenn sie geschrieben haetten Finger weg
von ETN, ETC und Aktienanleihen haetten wir keinen Diskussionsbedarf.
Es hätte Ihrem Beitrag sicher gut angestanden, wenn Sie meine Feststellung mit Sachargumenten ...
... widerlegt hätten, statt mit Unterstellungen von "Halbwissen". Risiken aus der Wertpapierleihe sind im Übrigen kein ETF-typisches Risikio und hat mit der Architektur der ETFs rein gar nichts zu tun. Zwar wird generell allen voll replizierenden ETF-Produkten unterstellt, dass sie ihre Bestände regelmäßig verleihen, doch es gibt zahlreiche Emittenten welche grundsätzlich auf ein "Verleihen" verzichten. Das war aber ohnehin nicht mein Thema, sondern die teilweise absurden und hochriskanten Konstruktionen mit denen man Indexentwicklungen synthetisch nachzuzeichnen versucht. Diese Modelle funktionieren nicht unter allen Marktbedingungen und versagen bei bestimmten Konstellationen völlig, was dazu führt, dass von Ihren gespriesenen ETFs nur noch eine wertlose Hülle übrigbleibt.
Finger weg von Halbwissen
Verstünden sie die Definitionen bzw. Unterschiede zwischen ETP,
ETN, ETC gegenueber ETF's nach UCITS sowie zwischen unfunded und funded
synthetisch replizierenden ETF's sowie das Ausfallrisiko durch die Leihe
bei physisch replizierenden ETF's wuerden sie nicht so einen
Blödsinn posten.
Davon dass man veraltetes Halbwissen staendig wiederholt wird es auch
nicht wahrer.
Es gibt aber leider viele schlechte Fonds. Ich würde daher nur Fonds kaufen, die mit mindestens 4 oder besser 5 Sternen von Morningstar bewertet wurden. Um die Qualität zu beurteilen, sollte man sich einen 5-Jahres Chart anschauen. Wenn der Fonds nach 5 Jahren kaum Gewinne gemacht hat, taugt er nichts. Der beste Fonds, den ich in meinem Depot habe, hat 72% Gewinn gemacht in 5 Jahren. Einen entsprechenden ETF wird man lange suchen.
ETFs schützen kaum gegen Einbrüche an den Börsen (zuletzt
2008 und 2011). Gute Fonds können das zumindest etwa abfedern. Die
Ausgabeaufschläge und höheren Verwaltungsbebühren der
Fonds kann man vernachlässigen, wenn diese eine deutlich bessere
Performance als ETFs haben.
Es gibt aber leider viele schlechte Fonds. Ich würde daher nur
Fonds kaufen, die mit mindestens 4 oder besser 5 Sternen von Morningstar
bewertet wurden. Um die Qualität zu beurteilen, sollte man sich
einen 5-Jahres Chart anschauen. Wenn der Fonds nach 5 Jahren kaum
Gewinne gemacht hat, taugt er nichts. Der beste Fonds, den ich in meinem
Depot habe, hat 72% Gewinn gemacht in 5 Jahren. Einen entsprechenden ETF
wird man lange suchen.