13.07.2012 · Thomas Eigenthaler ist Vorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft. Er lehnt das Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz ab, weil Steuerhinterzieher damit anonym bleiben.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Die Kapitel 'Steuerhinterziehung' und 'Schweiz sind hinreichend dokumentiert
Es gibt keine Rechtfertigung der Steuerhinterziehung. Bei der Schweiz kommen noch Drogen, Waffenhandel, Korruption, Marcos, Gaddaffi et. al. hinzu.
Schweizintern: Ablasszahlung gescheitert - Tessiner Parlament stoppt kantonale Amnestie
Ganz im Gegensatz zur beschaulichen Aussendarstellung gehen schweizer
Kantone und Gemeinden zunehmend das Thema der schweizinternen
Steuerhinterziehung an.
Dabei gleichen die Abwehrmanöver der schweizer Steuerhinterzieher
denen ihrer dt.Pendants. Gängig ist das Lockangebot einer moderaten
Ablasszahlung - der Höhe nach unzureichend, dafür aber schnell verfügbar...
Nun mag solch ein Angebot für einen deutschen Finanzminister mit
dubioser Parteispendenvergangenheit noch attraktiv erscheinen - in der
Schweiz jedoch weht zunehmend ein anderer Wind.
So hat Mitte März 2012 das Tessiner Parlament ( "Grosser
Rat") die kantonale Steueramnestie abgelehnt. Nach
fünfstündiger Debatte entschied die Mehrheit der
Parlamentarier, die Vorlage abzulehnen . "Schweizinterne"
Halter schwarzer Kassen bekommen im Tessin nun keine kostengünstige
Möglichkeit, ihr Schwarzgeld umzulackieren...
Allein der Begriff „Steuergewerkschaft“ bezeichnet eine
Organisation mit der die Beamtenkaste ihre eigene Rente durch Auspressen
der Bevölkerung sicher stellt. Allein die Verbindlichkeiten
für Beamten Pensionen, für die niemals nur ein Cent eingezahlt
wurde, werden sich in den nächsten Jahren zu astronomischen Summen
addieren. Dieses Geld muss aus der Bevölkerung herausgepresst
werden. Man kann nur jedem der halbwegs vermögend ist, raten in ein
liberales Land wie die Schweiz oder UK umzuziehen. Deutsche Politiker
und ehemalige Bundesbank Präsidenten machen es vor wie man sich
unauffällig ins steuerlich günstigere Ausland abgesetzt.
Datenhehlerei ist und bleibt kriminell und daran ändert
sozialistische Schönrednerei auch nichts. Die Argumentation
erinnert stark an die der DDR. Man kann der Schweiz nur raten, die
Haftbefehle gegen die Steuerfahnder aus NRW international auszuweiten.
Der sozialistische Umverteilungsstaat führt einen Wirtschaftskrieg
gegen die Schweiz.
irre
Durch diese irre Auspressung der Vermögenden in Deutschland, hat
sich deren Vermögen in den letzten 2 Jahrzehnten grob verdoppelt.
Mit einer derartigen Polemik, wie Sie Herr Lang Sie hier bringen,
fühlt sich jeder ehrliche Steuerzahler in die Cojones getreten.
Schweiz, Zypern, Singapur, Delaware... Korruptionsdienstleister untergraben demokrat.Strukturen
Aktuell verdeutlichen die Korruptionsstaaten Griechenland+Italien wie
verheerend das Treiben des Verdunkelungsvermarkters Schweiz ist.
Die eskalierende Fehlsteuerung von Wirtschaft und Politik wiegt
mittlerweile deutlich schwerer als Vollstreckungsmängel bei der
Besteuerung von Kapitalerträgen
So manche "Fehlentscheidung" öffentl.Entscheider, die
hier (naiv) als Inkompetenz angeprangert wird, wird erst begreifbar
durch Offenlegung der begleitenden Geldströme in der Schweiz, dem
Back-Office der Korruption.
Erinnert sei hier an abgekartete Finanzwetten des (nun Ex-)Chefs der
Leipziger Wasserwerke. Der Schaden für die öffentl.Hand lag im
3stelligen Millionenbereich. Fehlgeleitet wurde der Kommunalwerker durch
eine 1stellige Millionenbestechung - abgezweigt aus der Provision der
schweizer Vermittler, deponiert in Liechtenstein.
Die Akteure bei der "Verblatterung" von Wirtschaft und Politik
sind auf Anonymität angewiesen - Ablasszahlungen zum Schutz
schwarzer Kassen zahlen sie gern.
@Siegfried Kellner - ein Bravo für ein bemerkenswertes Votum!
"Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen an der Gesellschaft"
"Steuerverschwendung durch Politiker unter Strafe stellen, weil es
ebenfalls ein Verbrechen an der Gesellschaft ist"
Die 2. Aussage imponiert wegen der Zahlungen an GR und anderen Staaten
ganz besonders. Denn die Politiker aus DE und FR sind die
Hauptschuldigen am Nichteinhalten der Maastrichter Verträge
(Defizit- Schuldenquote).
Der Frust der Deutschen ist verständlich, wenn diese zuschauen
müssen, wie gewisse EWU-Mitglieder ihre Lohnstückkosten
ständig erhöhen(kürzere Arbeitszeiten bei tieferem
Rentenalter). Ganz nach dem Motto, die Deutschen werden es schon
richten! Der Einsatz in Afghanistan ist ein anderes Kapitel, gehört
jedoch in dieselbe Kategorie unnötiger Kosten. Gelichbedeutend wie
verschleiss von Steuergeldern. Da wäre ja noch die Geschichte der
Hypo Real Estate zu erwähnen…
Also, bestraft die fehlbaren Politiker.
Wieso gibt es in Deutschland eine solche Sucht nach Konfiszierung der Vermögen?
In Deutschland geht es nicht darum, dass Einkommen ordentlich versteuert
werden. Man will den Vermögensbestand ganz. Und das ist Diebstahl.
Vermögens selbst ist nicht steuerpflichtig, nur der Ertrag daraus.
Gibt es für einen Vermögensbestand von 100.000 € im Jahr
3 % Zinsen, ist ein Ertrag von 3.000 € zu versteuern. Bei einem
Steuersatz von zB. 35 % wäre das eine Steuer von 1.050 €. Das
ist deutsches Recht.
Wieso werden aus Anlagen im Ausland mehr Steuern erwartet?
Es wird mehr erwartet
damit das Geld/Vermögen hier im Land bleibt. Unter direkter Kontrolle und direktem Zugriff.
Zur Umgehung der rückwirkenden Besteuerung tauschen schweizer Banken blockweise Kundschaft
Ziel des Austausches ist die Umwidmung von Altbeständen (mit
steuerbarer Vergangenheit) in Neubestände (ohne steuerbare
Vergangenheit auf Institutsebene).
Aus Sicht des deutschen Fiskus rächt sich hier, dass in dem
Doppel-Verdunkelungsabkommen keine Stichtagsregelung vorgesehen ist, die
späterdatierte Umwegfahrten verhindert.
Schweizer Banken nutzen das Mittel des Kundentausches auch bei
Abwanderung der Klientel zu den Singapurablegern. Auf diese Weise werden
sanktionierte Abwanderungshilfestellungen umgangen.
Beide Verfahren ermöglichen nach erfolgter Umklassifizierung (+
Schamfrist) eine Rückkehr zu den Ausgangsinstituten, wenn die
Kundschaft dies wünscht.
Es sei daran erinnert, dass der aktuelle Zwist von schweizer Banken mit
den USA gerade darauf beruht, dass bereits gültige Abkommen von
schweizer Seite her betrügerisch unterlaufen wurden.
Angesichts des bewiesenen Unwillens braucht es wohl
Alt-Parteispendensammler, um die angebotene Kooperationskulisse abzusegnen.
Nach der
Endlich einmal ein klares Wort - Danke!
Die Steuerkriminalität ist ein Puzzlestück der zunehmenden
Verdrossenheit gegenüber dem demokratischen Rechtsstaat. Denn die
implizite Nachricht ist: "Der ehrliche Bürger ist der
Dumme" sowie "Die Kleinen hängt man, die Großen
lässt man laufen". Aber kann man diese unserem Gemeinwesen so
schädliche Sicht durch Geld reparieren, also den "Spatz in der
Hand" Steuerabkommen wählen? Ich denke nein.
Schon die Möglichkeit zur Selbstanzeige ist grenzwertig - kann sich
ein Ladendieb gegen Rückgabe des Diebesgutes straflos stellen? Es
ist schlicht nicht am Einzelnen, ob er sich an Gesetze hält oder
nicht. Wer in Relativismus verfällt ("Der Staat gibt aber viel
mehr Euro für xyz aus") soll sich politisch engagieren.
Was wir brauchen sind beherzte Beamte, die Steuerkriminellen auf der
Spur bleiben und nicht von der Politik in ihrer Arbeit behindert werden.
Und wir brauchen einen Paradigmenwechsel, der die
"Steuersünde" nicht als Kavaliersdelikt und Notwehr und
gegenüber dem Staat begreift.
Was ist denn hier mit einen Affront gemeint........ ?
Vorab zur Klarstellung :
Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen an der Gesellschaft. Was einige
zu wenig zahlen, müssen andere bzw. Rest mehr zahlen.
Doch im gleichen Atemzug muß man auch die Steuerverschwendung
durch Politiker unter Strafe stellen, weil es ebenfalls ein Verbrechen
an der Gesellschaft ist.
Als man im letzten Jahr wieder Milliarden nach Griechenland verschob,
zweigten die Griechen 550 Millionen Euros davon für ihre
Parteienfinanzierung ab.
Der deutsche Steuerzahler finanziert also griechische Parteien; da
stellt sich die Frage, ist das nicht ein Skandal und ein Verbrechen der
Steuerverschwendung ?
Müßte man nicht deutsche Politiker dafür strafrechtlich
belangen ?
Also, bitte nicht nur auf einem Auge blind sein !
Demnach liegt auch ein Affront gegen den Steuerzahler vor, weil
Politiker die Steuern verplempern.
Ein Kapitalstock von 100.000 wuchs bei 6% mit Wiederanlage nach 10
Jahren auf 179.084. Wurden auf die Zinsen jährlich 40% Steuern
abgeführt verbleiben 142.427, nach Abgeltungssteuer (2009) etwa 147.000.
Wenn 179.084 Schwarzgeld durch dieses Steuerabkommen mit 21%
nachversteuert werden, bleiben 141.476 übrig, bei 35% noch 116.404
und bei 41% nur 107.450, also immer weniger, als bei der obigen
korrekten Versteuerung.
Die Rückkehr in Legalität scheint mir für den Staat kein
grober Nachteil zu sein und für die Steuerehrlichen kein
unerträglicher Affront.
Jede „Lösung“ hat irgendwo ein Gschmäckle und
nicht jeder Einzelfall wird total gerecht behandelt. Man kann aber auch
im Dickicht sitzen bleiben und jammern.
Sie haben völlig recht, Herr Wiest,
ich bin von legalen Einkünften ausgegangen, die
„Ertragssteuer sparend“ ins Ausland verbracht wurden.
Ich meine, in den 80er/90er Jahren hatten nicht wenige, auch
Nicht-Großkopfete, die Idee, ein „Sicherheitspolster“
mit einer Bergwanderung zu verbinden. Zwischenzeitlich hat sich die
Einstellung stark geändert und mancher wäre froh, aus der
Kiste ohne öffentliche Peinlichkeit rauszukommen.
Auch bei Zumwinkel war es legales Geld aus einem Verkauf, dessen
Erträge in Liechtenstein dann nicht mehr versteuert wurden.
Ob die große, rabenschwarz-mafiöse Kohle an unsicherem Ort
darauf wartet, entdeckt zu werden oder längst das Schwimmen gelernt hat?
Affront?
Ihre Rechnung geht nur auf, wenn die 100.000 korrekt versteuert waren.
Davon kann man aber in meinen Augen nicht ausgehen.