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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Im Gespräch: Thomas Eigenthaler „Für ehrliche Steuerzahler ist das ein Affront’’

 ·  Thomas Eigenthaler ist Vorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft. Er lehnt das Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz ab, weil Steuerhinterzieher damit anonym bleiben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)

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gisbert heimes

Die Kapitel 'Steuerhinterziehung' und 'Schweiz sind hinreichend dokumentiert

Es gibt keine Rechtfertigung der Steuerhinterziehung. Bei der Schweiz kommen noch Drogen, Waffenhandel, Korruption, Marcos, Gaddaffi et. al. hinzu.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 15.07.2012 10:16 Uhr

Schweizintern: Ablasszahlung gescheitert - Tessiner Parlament stoppt kantonale Amnestie

Ganz im Gegensatz zur beschaulichen Aussendarstellung gehen schweizer Kantone und Gemeinden zunehmend das Thema der schweizinternen Steuerhinterziehung an.
Dabei gleichen die Abwehrmanöver der schweizer Steuerhinterzieher denen ihrer dt.Pendants. Gängig ist das Lockangebot einer moderaten Ablasszahlung - der Höhe nach unzureichend, dafür aber schnell verfügbar...
Nun mag solch ein Angebot für einen deutschen Finanzminister mit dubioser Parteispendenvergangenheit noch attraktiv erscheinen - in der Schweiz jedoch weht zunehmend ein anderer Wind.
So hat Mitte März 2012 das Tessiner Parlament ( "Grosser Rat") die kantonale Steueramnestie abgelehnt. Nach fünfstündiger Debatte entschied die Mehrheit der Parlamentarier, die Vorlage abzulehnen . "Schweizinterne" Halter schwarzer Kassen bekommen im Tessin nun keine kostengünstige Möglichkeit, ihr Schwarzgeld umzulackieren...

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Heiner Lang
Heiner Lang (Heiner01) - 14.07.2012 21:40 Uhr

Perverse Organisation

Allein der Begriff „Steuergewerkschaft“ bezeichnet eine Organisation mit der die Beamtenkaste ihre eigene Rente durch Auspressen der Bevölkerung sicher stellt. Allein die Verbindlichkeiten für Beamten Pensionen, für die niemals nur ein Cent eingezahlt wurde, werden sich in den nächsten Jahren zu astronomischen Summen addieren. Dieses Geld muss aus der Bevölkerung herausgepresst werden. Man kann nur jedem der halbwegs vermögend ist, raten in ein liberales Land wie die Schweiz oder UK umzuziehen. Deutsche Politiker und ehemalige Bundesbank Präsidenten machen es vor wie man sich unauffällig ins steuerlich günstigere Ausland abgesetzt. Datenhehlerei ist und bleibt kriminell und daran ändert sozialistische Schönrednerei auch nichts. Die Argumentation erinnert stark an die der DDR. Man kann der Schweiz nur raten, die Haftbefehle gegen die Steuerfahnder aus NRW international auszuweiten. Der sozialistische Umverteilungsstaat führt einen Wirtschaftskrieg gegen die Schweiz.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 11:56 Uhr
Miklas Ross

irre

Durch diese irre Auspressung der Vermögenden in Deutschland, hat sich deren Vermögen in den letzten 2 Jahrzehnten grob verdoppelt.
Mit einer derartigen Polemik, wie Sie Herr Lang Sie hier bringen, fühlt sich jeder ehrliche Steuerzahler in die Cojones getreten.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 14.07.2012 19:30 Uhr

Schweiz, Zypern, Singapur, Delaware... Korruptionsdienstleister untergraben demokrat.Strukturen

Aktuell verdeutlichen die Korruptionsstaaten Griechenland+Italien wie verheerend das Treiben des Verdunkelungsvermarkters Schweiz ist.
Die eskalierende Fehlsteuerung von Wirtschaft und Politik wiegt mittlerweile deutlich schwerer als Vollstreckungsmängel bei der Besteuerung von Kapitalerträgen
So manche "Fehlentscheidung" öffentl.Entscheider, die hier (naiv) als Inkompetenz angeprangert wird, wird erst begreifbar durch Offenlegung der begleitenden Geldströme in der Schweiz, dem Back-Office der Korruption.
Erinnert sei hier an abgekartete Finanzwetten des (nun Ex-)Chefs der Leipziger Wasserwerke. Der Schaden für die öffentl.Hand lag im 3stelligen Millionenbereich. Fehlgeleitet wurde der Kommunalwerker durch eine 1stellige Millionenbestechung - abgezweigt aus der Provision der schweizer Vermittler, deponiert in Liechtenstein.
Die Akteure bei der "Verblatterung" von Wirtschaft und Politik sind auf Anonymität angewiesen - Ablasszahlungen zum Schutz schwarzer Kassen zahlen sie gern.

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ulrich hofer
ulrich hofer (refoh1) - 14.07.2012 18:54 Uhr

@Siegfried Kellner - ein Bravo für ein bemerkenswertes Votum!

"Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen an der Gesellschaft" "Steuerverschwendung durch Politiker unter Strafe stellen, weil es ebenfalls ein Verbrechen an der Gesellschaft ist"

Die 2. Aussage imponiert wegen der Zahlungen an GR und anderen Staaten ganz besonders. Denn die Politiker aus DE und FR sind die Hauptschuldigen am Nichteinhalten der Maastrichter Verträge (Defizit- Schuldenquote).

Der Frust der Deutschen ist verständlich, wenn diese zuschauen müssen, wie gewisse EWU-Mitglieder ihre Lohnstückkosten ständig erhöhen(kürzere Arbeitszeiten bei tieferem Rentenalter). Ganz nach dem Motto, die Deutschen werden es schon richten! Der Einsatz in Afghanistan ist ein anderes Kapitel, gehört jedoch in dieselbe Kategorie unnötiger Kosten. Gelichbedeutend wie verschleiss von Steuergeldern. Da wäre ja noch die Geschichte der Hypo Real Estate zu erwähnen…

Also, bestraft die fehlbaren Politiker.

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Reinhard Kreis
Reinhard Kreis (mullex) - 14.07.2012 14:01 Uhr

Wieso gibt es in Deutschland eine solche Sucht nach Konfiszierung der Vermögen?

In Deutschland geht es nicht darum, dass Einkommen ordentlich versteuert werden. Man will den Vermögensbestand ganz. Und das ist Diebstahl.

Vermögens selbst ist nicht steuerpflichtig, nur der Ertrag daraus. Gibt es für einen Vermögensbestand von 100.000 € im Jahr 3 % Zinsen, ist ein Ertrag von 3.000 € zu versteuern. Bei einem Steuersatz von zB. 35 % wäre das eine Steuer von 1.050 €. Das ist deutsches Recht.

Wieso werden aus Anlagen im Ausland mehr Steuern erwartet?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.07.2012 17:41 Uhr
Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 14.07.2012 17:41 Uhr

Es wird mehr erwartet

damit das Geld/Vermögen hier im Land bleibt. Unter direkter Kontrolle und direktem Zugriff.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 14.07.2012 12:43 Uhr

Zur Umgehung der rückwirkenden Besteuerung tauschen schweizer Banken blockweise Kundschaft

Ziel des Austausches ist die Umwidmung von Altbeständen (mit steuerbarer Vergangenheit) in Neubestände (ohne steuerbare Vergangenheit auf Institutsebene).
Aus Sicht des deutschen Fiskus rächt sich hier, dass in dem Doppel-Verdunkelungsabkommen keine Stichtagsregelung vorgesehen ist, die späterdatierte Umwegfahrten verhindert.
Schweizer Banken nutzen das Mittel des Kundentausches auch bei Abwanderung der Klientel zu den Singapurablegern. Auf diese Weise werden sanktionierte Abwanderungshilfestellungen umgangen.
Beide Verfahren ermöglichen nach erfolgter Umklassifizierung (+ Schamfrist) eine Rückkehr zu den Ausgangsinstituten, wenn die Kundschaft dies wünscht.
Es sei daran erinnert, dass der aktuelle Zwist von schweizer Banken mit den USA gerade darauf beruht, dass bereits gültige Abkommen von schweizer Seite her betrügerisch unterlaufen wurden.
Angesichts des bewiesenen Unwillens braucht es wohl Alt-Parteispendensammler, um die angebotene Kooperationskulisse abzusegnen.

Nach der

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 14.07.2012 12:39 Uhr

Endlich einmal ein klares Wort - Danke!

Die Steuerkriminalität ist ein Puzzlestück der zunehmenden Verdrossenheit gegenüber dem demokratischen Rechtsstaat. Denn die implizite Nachricht ist: "Der ehrliche Bürger ist der Dumme" sowie "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen". Aber kann man diese unserem Gemeinwesen so schädliche Sicht durch Geld reparieren, also den "Spatz in der Hand" Steuerabkommen wählen? Ich denke nein.

Schon die Möglichkeit zur Selbstanzeige ist grenzwertig - kann sich ein Ladendieb gegen Rückgabe des Diebesgutes straflos stellen? Es ist schlicht nicht am Einzelnen, ob er sich an Gesetze hält oder nicht. Wer in Relativismus verfällt ("Der Staat gibt aber viel mehr Euro für xyz aus") soll sich politisch engagieren.

Was wir brauchen sind beherzte Beamte, die Steuerkriminellen auf der Spur bleiben und nicht von der Politik in ihrer Arbeit behindert werden. Und wir brauchen einen Paradigmenwechsel, der die "Steuersünde" nicht als Kavaliersdelikt und Notwehr und gegenüber dem Staat begreift.

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Siegfried Kellner

Was ist denn hier mit einen Affront gemeint........ ?

Vorab zur Klarstellung :
Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen an der Gesellschaft. Was einige zu wenig zahlen, müssen andere bzw. Rest mehr zahlen.
Doch im gleichen Atemzug muß man auch die Steuerverschwendung durch Politiker unter Strafe stellen, weil es ebenfalls ein Verbrechen an der Gesellschaft ist.

Als man im letzten Jahr wieder Milliarden nach Griechenland verschob, zweigten die Griechen 550 Millionen Euros davon für ihre Parteienfinanzierung ab.

Der deutsche Steuerzahler finanziert also griechische Parteien; da stellt sich die Frage, ist das nicht ein Skandal und ein Verbrechen der Steuerverschwendung ?
Müßte man nicht deutsche Politiker dafür strafrechtlich belangen ?
Also, bitte nicht nur auf einem Auge blind sein !
Demnach liegt auch ein Affront gegen den Steuerzahler vor, weil Politiker die Steuern verplempern.

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Rolf Jakober
Rolf Jakober (ro-ja) - 14.07.2012 11:11 Uhr

Wirklich ein Affront?

Ein Kapitalstock von 100.000 wuchs bei 6% mit Wiederanlage nach 10 Jahren auf 179.084. Wurden auf die Zinsen jährlich 40% Steuern abgeführt verbleiben 142.427, nach Abgeltungssteuer (2009) etwa 147.000.

Wenn 179.084 Schwarzgeld durch dieses Steuerabkommen mit 21% nachversteuert werden, bleiben 141.476 übrig, bei 35% noch 116.404 und bei 41% nur 107.450, also immer weniger, als bei der obigen korrekten Versteuerung.

Die Rückkehr in Legalität scheint mir für den Staat kein grober Nachteil zu sein und für die Steuerehrlichen kein unerträglicher Affront.
Jede „Lösung“ hat irgendwo ein Gschmäckle und nicht jeder Einzelfall wird total gerecht behandelt. Man kann aber auch im Dickicht sitzen bleiben und jammern.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.07.2012 22:43 Uhr
Rolf Jakober
Rolf Jakober (ro-ja) - 14.07.2012 22:43 Uhr

Sie haben völlig recht, Herr Wiest,

ich bin von legalen Einkünften ausgegangen, die „Ertragssteuer sparend“ ins Ausland verbracht wurden.
Ich meine, in den 80er/90er Jahren hatten nicht wenige, auch Nicht-Großkopfete, die Idee, ein „Sicherheitspolster“ mit einer Bergwanderung zu verbinden. Zwischenzeitlich hat sich die Einstellung stark geändert und mancher wäre froh, aus der Kiste ohne öffentliche Peinlichkeit rauszukommen.

Auch bei Zumwinkel war es legales Geld aus einem Verkauf, dessen Erträge in Liechtenstein dann nicht mehr versteuert wurden.

Ob die große, rabenschwarz-mafiöse Kohle an unsicherem Ort darauf wartet, entdeckt zu werden oder längst das Schwimmen gelernt hat?

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Andreas Wiest

Affront?

Ihre Rechnung geht nur auf, wenn die 100.000 korrekt versteuert waren.
Davon kann man aber in meinen Augen nicht ausgehen.

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