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Hedge-Fonds Gute, stetige Rendite schlägt den volatilen Markt

23.02.2007 ·  Ein Blick auf die Wertentwicklung marktneutraler Fonds zeigt, dass sich mit solchen Strategien bei geschicktem Vorgehen gutes Geld verdienen läßt. Zumindest langfristig schlagen sie den breiten Markt bei reduzierten Risiken.

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Fonds sind als Anlageinstrumente für ein langfristiges Investment aufgrund der möglichen Diversifikation nicht das Schlechteste. Es fragt sich nur, wie man den richtigen auswählt.

Denn aktiv verwaltete Fonds sind aufgrund des hohen Verwaltungsaufwandes und vor allem auch aufgrund des Gewinnstrebens der Fondsgesellschaften selbst nicht günstig. Alleine schon aus diesem Grund können sie zumindest im effizienten Teil der Finanzwelt - das heißt bei der Geldanlage in Standardwerte - den relevanten Index im Schnitt nicht schlagen.

Indexfonds als Kerninvestment...

So dürfte es kaum verwundern, dass Indexfonds immer beliebter werden. Denn sie sind nicht nur günstiger als die aktiv verwalteten Pendants, sondern sie sind auch transparenter, liquider, gleichmäßig breit diversifiziert und vor allem auch nie schlechter als der Markt. Da sie sich handeln lassen wie gewöhnliche Wertpapiere sind auch Absicherungsstrategien in Form von Stopp-Loss-Limits möglich.

Solche Eigenschaften legen in Verbindung mit der Überlegenheit der Asset Allocation über die Wahl von Einzeltiteln die Strategie nahe, sich ein Kerninvestment aus verschiedenen Indexfonds zusammen zu stellen, das der individuellen Risiko-Ertragserwartung entspricht. Das schließt nicht aus, daneben noch in einzelne Aktien oder in sorgfältig gewählte aktiv verwaltete Fonds zu investieren, um auf diese Weise die Rendite etwas aufzupeppen.

Denn die Erfahrung zeigt, dass sich in beinahe allen Marktphasen bei etwas Geschick immer wieder interessante Werte mit entsprechendem Kurspotential finden lassen. Dazu gehören beispielsweise die Aktien von Unternehmen, die von neu entstehenden Trends profitieren. Sei es im Rohstoffbereich oder auch mit Blick auf das Wachstumspotential alternativer Energien.

Interessant sind jedoch auch Turn-Around-Kanditaten, da sie bei bestehenden und möglicherweise gar zunehmenden Umsätzen bei der Rückkehr in die Gewinnzone ein explosives Gewinnwachstum erwarten lassen. Ein Beispiel der vergangenen Monate ist die Aktie des italienischen Maschinenbauers Biesse, die innerhalb von zweieinhalb Jahren satte 700 Prozent zugelegt hat. Findet man solche Werte oder spezialisierte Fonds, die darauf setzen, so kann man von einer interessanten Performance ausgehen.

... ergänzt um selektive Einzelwerte und „Stabilisatoren“

Eine weitere Möglichkeit ist die Ergänzung eines Portfolios mit Hedge-Fonds. Diese verlangen in der Regel zwar hohe Gebühren. Allerdings bieten sie dafür bei der richtigen Strategie ein anderes Risiko-Ertragsprofil als konventionelle Anlagen. Das gilt insbesondere für die Urform der Hedge-Fonds: Die marktneutralen oder die so genannten Long-Short-Fonds. Denn sie sind darauf ausgerichtet, bei beschränktem Risiko eine überdurchschnittliche, vor allem aber auch eine stetige Rendite zu erzielen.

Sie mögen in Zeiten boomender Börsen kurzfristig zwar im direkten Performancevergleich optisch etwas blass aussehen. Allerdings sieht das bei einer längerfristigen Betrachtung anders aus, machen sich doch dort überdurchschnittliche und vor allem auch stetige Durchschnittsrenditen aufgrund des Zinseszins-Effektes deutlich positiv bemerkbar.

Die nebenstehende Graphiken zeigen klar, dass ein Fonds mit einer fiktiven stetigen Rendite von gerade einmal zehn Prozent in den vergangenen 20 Jahren den Dax inklusive Dividenden um knapp 30 Prozent geschlagen hätte. Und das, obwohl der Dax in einzelnen Jahren beachtliche Kursgewinne verbuchte. Ein Fonds dagegen, der den Greenwick Global Market Neutral Group Index replizieren würde, käme auf eine Überperformance zum Dax von 177 Prozent. Und das bei deutlich geringeren Risiken.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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