Schenken Sie sich den Weg zum Bankberater. Sparen ist gar nicht so schwer. Wichtig ist vor allem, das Geld richtig aufzuteilen. Hier kommt eine Bauanleitung für das Depot in sechs Schritten.
Zunächst sollten Anleger festlegen, für welche Ziele sie überhaupt sparen wollen, wie lange und welche Risiken sie einzugehen bereit sind. Dann erst sind Fragen dran wie die Aufteilung des Vermögens auf Aktien und Anleihen und welche Produkte dafür geeignet sind. Zum Schluss erst die Frage dran, die viele zuerst stellen, nämlich wer mit der Verwaltung des Depots betraut werden sollte.
Anleger sollten Pauschalratschlägen misstrauischen gegenüber stehen
Auch sollten Anleger Pauschalratschlägen misstrauischen gegenüber stehen. Je nach Lebensalter, familiärer Situation und beruflichen Perspektiven ändern sich die Empfehlungen. Ein lediger Berufseinsteiger im Alter von 30 Jahren sollte vor allem in Aktienanlagen investieren, wenn er für sein Alter sparen will. Je älter er jedoch wird, desto mehr sollte er in Rentenprodukte umschichten.
Die Berater von Banken und Finanzvertrieben sind auf jeden Fall nicht immer die besten Ratgeber. Sie nennen sich zwar Berater. In Wahrheit sind sie jedoch Vertreter, die einen starken Anreiz haben, Produkte zu verkaufen, die auch ihrem Arbeitgeber Einnahmen bringen. So werden sie häufig bevorzugt Rentenfonds anpreisen, obwohl für viele Anleger der direkte Kauf in Anleihen die günstigere Variante ist (siehe auch: Rezension: „Die Abzocker“).
Tagesgeldkonti sind interessanter als Geldmarktfonds
Ein anderes Beispiel sind kurzfristige Geldanlagen, um die Barreserve verzinst zu bekommen. Finanzvertriebe wie der AWD beispielsweise empfehlen in diesem Fall gerne Geldmarktfonds, weil sie den Verkauf von den Fondsgesellschaften in der Regel vergütet bekommen.
Flexibler und häufig auch höher verzinst sind jedoch Tagesgeldkonten bei den darauf spezialisierten Banken. Der Anleger geht damit zwar auch ein gewisses Risiko ein, vor allem wenn die Bank insolvent werden sollte. Deshalb sollten Tagesgeld und Festgeld nur bei Banken angelegt werden, die einem der Einlagensicherungsfonds angehören.
Allerdings ist auch in diesen Fällen das angelegte Geld nur bis zu einer Obergrenze besichert. Diese sollte der Anleger zuvor unbedingt erfragen und den Betrag lieber auf mehrere Banken verteilen als ihn zu überschreiten.
Auch sollten Anleger Pauschalratschlägen misstrauisch gegenüber stehen.
Dieter Rüping (Bolligru1)
- 30.06.2008, 18:05 Uhr
Pauschalratschläge
Joachim Geldmacher (radish)
- 30.06.2008, 19:51 Uhr
Tagesgeld besser als Geldmarktfonds?
Fabian Kauczok (ThePeasant)
- 30.06.2008, 23:21 Uhr
Verantwortung eines Journalisten
Dieter Rüping (Bolligru1)
- 01.07.2008, 11:04 Uhr