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Fondsskandal Spitzer will weitere Milliarden von den Fondsfirmen

17.03.2004 ·  Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer geht davon aus, daß die Fondsgesellschaften wegen mißbräuchlicher Handelspraktiken weitere Milliarden an Strafen zahlen. Vor allem aber hofft er auf fallende Gebühren.

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Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hat Fondsgesellschaften bereits 1,6 Milliarden Dollar an Strafen abverlangt, um Vorwürfe beizulegen, sie hätten mißbräuchliche Handelspraktiken zugelassen. Auf die 7,5 Billionen Dollar schwere Fondsbranche kommen weitere Forderungen zu, kündigte Spitzer an.

„Es stehen noch mehrere Milliarden Dollar aus", sagte der Generalstaatsanwalt in einem Interview mit Bloomberg News. „Inzwischen sind die Fondsgesellschaften soweit, daß sie den Schaden selbst ermitteln und Ersatz leisten. Genauso hatten wir uns das auch vorgestellt." Am Montag einigten sich Spitzer und die amerikanische Wertpapieraufsicht SEC mit Bank of America Corp. und FleetBoston Financial Corp. auf einen Vergleich in Höhe von 675 Millionen Dollar. Außerdem stimmten die beiden Banken zu, ihre Fondsgebühren über fünf Jahre um 160 Millionen Dollar zu senken. Ähnliche Vereinbarungen wurden mit Alliance Capital Management Holding LP und MFS Investment Management getroffen.

Spitzer hofft auf fallende Gebühren

Spitzer zufolge soll der Großteil der Strafen aus einer Senkung der Fondsgebühren kommen. Seit dem 3. September, als der Generalstaatsanwalt die Ermittlungen öffentlich machte, wurden zehn Gesellschaften verklagt, darunter Strong Capital Management Inc., Janus Capital Group Inc., Federated Investors Inc. und Bank One Corp. Die Verfahren laufen noch. „Langfristig wird die Senkung der Fondsgebühren den größten Effekt für die Investoren haben", sagte Spitzer. „Fallen die Gebühren über einen gewissen Zeitraum um einige Basispunkte, dann ist das deutlich zu spüren."

Im "dritten Kapitel" seiner Ermittlungen widmet sich der Generalstaatsanwalt den laxen Aufsichtsratsmitgliedern der Fondsgesellschaften. Bank of America stimmte zu, nächstes Jahr acht Aufsichtsräte der Tochtergesellschaft Nations Funds zu ersetzen. „Es soll keine Jagd auf Aufsichtsratsmitglieder werden", stellte Spitzer klar. „Wir wollen versuchen, eine Art Standard für ihre Sorgfaltspflicht und ihre Verantwortung zu entwickeln. Mal sehen, wo uns das hinführen wird."

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