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Fondsmanger Jeroen Huysinga „Das Anlageumfeld ist nach wie vor günstig für uns“

Die Kurse an den Weltbörsen sind zwar bereits deutlich gestiegen. Aber Jeroen Huysinga, Fondsmanager des JPM Global Focus Fund, findet noch immer interessante Anlagemöglichkeiten.

© J.P. Morgan Vergrößern

Die Weltbörsen haben in den vergangenen Monaten eine imposante Rally hingelegt. Viele Marktteilnehmer fragen sich deshalb inzwischen, ob die Bewertungen nicht schon überzogen sind.

Auf diese Frage kennt Jeroen Huysinga zwar derzeit auch noch keine abschließende Antwort. Aber die Bewertungsunterschiede zwischen teuren und günstigen Aktien in den verschiedenen Branchen bewegen sich auf einem attraktiven Niveau. Und wie der Fondsmanager des JPM Global Focus Fund (Isin LU0168341575) auf einer Präsentation in Frankfurt erläuterte, führt dies „zu einem günstigen Umfeld zur Umsetzung der von uns im Fonds verfolgten Anlagestrategie“.

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Vier Kriterien für die Aktienauswahl

Huysinga klopft die rund 2000 Unternehmen seines Anlageuniversums darauf ab, was sie in Sachen Bewertung (unter den günstigsten Werten im Branchenvergleich) und Wachstumsaussichten (Gewinnwachstumspotential von mindestens 25 Prozent im Vergleich zu einem Durchschnittsjahr) zu bieten haben. Zudem prüft er, welche Kurskatalysatoren (neues Management, Restrukturierungen, Produktinnovationen, Übernahmen etc.) dazu führen könnten, dass die Aktien ihr Kurspotential in einem überschaubaren Zeitraum von 6 bis 18 Monaten abrufen können. Nur jene Titel, die bei allen diesen vier Kriterien Kaufsignale generieren, finden Berücksichtigung im üblicherweise 50 bis 80 Werten umfassenden Portfolio.

Infografik / Top 10-Positionen © J.P. Morgan Vergrößern

Sind bei einem Wert die Kriterien nicht mehr erfüllt, wird die betroffene Aktie aus dem Portfolio entfernt. Dieser Vorgehensweise liegt, wie Huysinga es formuliert, folgende Überzeugung zu Grunde: „Wir glauben daran, dass Aktien mit einem hohen inneren Wert, überdurchschnittlichem Wachstumspotential und klar identifizierbaren Katalysatoren letztlich besser als der Markt abschneiden werden.“

Fonds hat Vergleichsmaßstab geschlagen

Aktien, die derzeit durch dieses Raster fallen, sind beispielsweise der japanische Kosmetikproduzent Shiseido oder der amerikanische Nahrungsmittelkonzern Kraft sowie Coca-Cola. Zu einem positiven Ergebnis kommt man dagegen bei den Bierbrauern Carlsberg und Anheuser-Busch Inbev oder beim Öl- und Gaskonzern Interoil sowie beim niederländischen Verbrauchsgüterhersteller Unilever. Zu den Favoriten zählen zudem das österreichische Biotechunternehmen Intercell, der in Singapur börsennotierte Geschmackstoffhersteller Huabao oder der finnische Baukonzern Ruukki. Die auf konsequentes Auswahl von Einzeltiteln ausgerichtete Vorgehensweise führt derzeit zu einer deutlichen Untergewichtung in Nordamerika. Die größte Übergewichtung besteht dagegen in Europa, wobei Huysinga vor allem in Großbritannien unterbewertete Aktien findet.

Mit der beschriebenen Vorgehensweise hat es der am 23. Mai 2003 von J.P. Morgan Asset Management aufgelegte Fonds es über Zeiträume von 1, 3 und 5 Jahren jeweils unter die besten 25 Prozent aller globalen Aktienfonds im Wertentwicklungsvergleich des Branchendienstes Lipper gebracht. Auch den als Vergleichsindex dienenden MSCI Welt Total Return hat der Ende August 355 Millionen Euro große Fonds langfristig geschlagen.

Das verfolgte Konzept scheint also zu funktionieren. „Denn wenn der Markt das von uns schon vorher identifizierte Potential erkennt, geht es meistens deutlich aufwärts mit den Kursen.“ Darüber kann sich Huysinga, der schon seit 1997 bei J.P. Morgan Chase arbeitet, dann noch mehr freuen als andere Fondsmanager, denn seinen Bonus erhält er in Form von Fondsanteilen.

Quelle: @JüB

 
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Veröffentlicht: 22.09.2009, 18:14 Uhr

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