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Montag, 13. Februar 2012
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Fondsbericht Konfektionsware passt nicht jedem Anleger

19.08.2010 ·  Aktiv gemanagte Fonds überlassen in Standrad-Anlagesegmenten zunehmend den billigeren ETFs das Feld. Sie suchen Strategien, die nicht einfach abgebildet werden können, wie etwa risikoorientierte Anlagestile.

Von Christian von Hiller
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Wenn es derzeit einen starken Trend in der Vermögensverwaltung gibt, dann geht er dahin, dass Fonds individueller werden. Die Konfektionsware überlassen Fondsgesellschaften zunehmend den ETF-Anbietern.

Exchange Traded Funds, börsengehandelte Indexfonds, sind für die Masse gedacht und können auf individuelle Ansprüche kaum eingehen, auch wenn hier das Angebot breiter wird und immer mehr Einzelwünsche berücksichtigt.

Breite Indizes in ETFs nur repräsentiert

Neben Sommermode finden sich im ETF-Sortiment auch immer mehr Wintermäntel und Sportbekleidung. Die besseren Artikel können durchaus mit der „Haute Couture“ im Fondsgeschäft mithalten, wie der ETF von iShares auf den Teilindex Lebensmittel und Getränke im europäischen Aktienindex Stoxx Europe 600 zeigt.

Dieser ETF hält sich seit längerem in unserer Auswahl der 30 besten Aktienfonds mit geringem Verlustrisiko, die das Fondsanalysehaus Lipper regelmäßig für diese Zeitung erstellt. Allerdings weist das iShares-Produkt gegenüber klassischen ETF eine Besonderheit auf: Ursprünglich kaufte der ETF-Anbieter alle Aktien des zugrundeliegenden Index mit ihrem Gewicht im Index. Um den deutschen Aktienindex Dax abzubilden, erwarben ETF-Anbieter die einzelnen Dax-Titel und bildeten sie mit ihrem Anteil am Index ab.

Diese Methode stößt bei großen Indizes an Grenzen. 600 Einzeltitel müsste iShares im Fall des europäischen Stoxx-600-Index kaufen. Deshalb nehmen manche ETF-Anbieter nur eine repräsentative Auswahl und lassen Titel mit geringem Indexgewicht außer Acht.

Das getauschte Risiko

Andere nehmen ein beliebiges Aktienportfolio, tauschen das Risiko dieser Aktien heraus und das Risiko des abzubildenden Index herein. Swap heißen diese Tauschgeschäfte im Finanzjargon.

IShares bildet die Wertentwicklung des Stoxx Europe 600 Food & Beverage über Swaps ab. Diese Methode wird immer wieder kritisiert, weil der Käufer dieser ETF das Risiko übernimmt, dass der Swap-Kontrahent des ETF-Anbieters seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Ein Japan-Fonds mit größeren Ambitionen

Konfektionsware muss nicht schlecht sein, sie passt jedoch nicht zu jedem Anleger. Manche Fondsgesellschaften lösen sich von der Orientierung an Indizes und arbeiten nach Maß, was die Vergleichbarkeit erschwert. So hat Lipper den Uni-Global Minimum Variance Japan zwar - völlig zu Recht - in das Anlagesegment „Japan“ einsortiert. Doch tatsächlich kann der Fonds viel mehr als ein Produkt, das versucht, einen japanischen Aktienindex wie den Nikkei 225 nachzuzeichnen.

Schon im Jahr 1995 begannen die Experten der Fondsgesellschaft Unigestion in Genf, sich mit der Ineffizienz von Kapitalmärkten und mit der Ineffizienz jener Aktienindizes zu befassen, die auf der Marktkapitalisierung der einzelnen Aktien im Index beruhen. Sie versuchten, Anomalien auszunutzen, wie sie beispielsweise der amerikanische Ökonom Bob Haugen (Anlagestrategie: Risiko wird zur entscheidenden Stellgröße) herausgefunden hat.

Risiko als entscheidende Stellgröße

Unigestion steuert die Minimum-Variance-Fonds nicht nach der höchstmöglichen Rendite, sondern nach einem möglichst niedrigen Kursrisiko. Dieses messen die Finanzmathematiker anhand der Schwankungsbreite der einzelnen Kurse vom Mittelwert des Vermögenswertes, den sie betrachten. Dabei ist es gleichgültig, ob sie die Varianz oder die Standardabweichung nehmen. Die Standardabweichung, wie sie in unseren Fonds-Ranglisten ausgewiesen wird, ergibt sich aus der Wurzel der Varianz.

Nach zwei Jahren Arbeit brachte Unigestion den ersten Minimum-Varianz-Fonds auf den Markt. Die Fonds meiden zwar Risiko, sollen aber eine hohe Rendite bringen. Heute ist es eine ganze Produktfamilie, die beweist, dass Anleger, die auf das Risiko achten, nicht zwangsläufig Angsthasen sind, sondern in vielen Fällen die erfolgreicheren Investoren.

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10.02.2012
Tops & Flops Fonds Kurs Prozent

ESPA STOCK BIOTEC (T)

151,91 € +32,99 %

DWS Biotech Typ O

67,68 € +30,84 %

BNP PARIBAS L1 Equity World Biotechnology C

532,70 € +30,02 %

SEB Concept Biotechnology B

39,02 € +27,08 %

Julius Baer Biotech Fund (USD) B

129,08 $ +26,50 %

Earth Exploration Fund UI (EUR R)

49,09 € −34,97 %

Dexia Equities L Sustainable Green Planet N

36,66 € −35,24 %

Edmond de Rothschild China A

200,32 € −35,65 %

KEPLER Öko Energien (T)

49,41 € −36,16 %

LUXEMBOURG SELECTION FUND - Asian Solar & Wind Fund A1

53,60 € −50,62 %
10.02.2012 17:45 Uhr
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13.02.2012
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DAX 6.692,96 −1,41%
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MDAX 10.249,10 −1,04%
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F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
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Nikkei225 8.998,66 +0,58%
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