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Fonds Palette an Indexfonds wird breiter und breiter

31.05.2006 ·  Das Angebot an börsengehandelten Fonds im Deutschland verbreitert sich weiter, unter anderem um einen Indexfonds auf inflationsgeschützte Anleihen. Die Zahl der im XTF-Segment notierten Produkte liegt mittlerweile bei 125 Stücken.

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Das Angebot an börsengehandelten Fonds im Deutschland verbreitert sich weiter. Am Dienstag haben ABN Amro und Lyxor International Asset Management sieben neue Produkte aufgelegt. Mit diesem Schritte erhöht sich die Zahl der im XTF-Segment der Deutschen Börse in Frankfurt notierten börsengehandelten Indexfonds auf 125.

ABN Amro fungiert als Fonds-Sponsor für den so genannten „Market Access Jim Rogers International Commodity Index Fund“ mit der Isin LU0249326488. Dieser breit diversifizierte, von der Wall Street-Legende Jim Rogers entwickelte Rohstoffindex soll die täglichen Lebenshaltungskosten im Rohstoffbereich abbilden.

Neue börsengehandelte Renten-Indexfonds

Desweiteren bietet Lyxor International Asset Management sechs neue börsengehandelte Renten-Indexfonds an. Vier dieser Produkte decken einmal das einjährige Euro-MTS-Laufzeitensegment (Isin FR0010222224), das drei bis fünf-jährige Laufzeitensegment (Isin FR0010037234) und das 10 bis 15-jährige Laufzeitensegment (Isin FR0010037242) sowie einen internationalen Index auf europäische Staatsanleihen (Isin FR0010028860) ab. Mit diesen Produkten erhalten Anleger neue Möglichkeiten, sich in den meistgehandelten Staatsanleihen der Eurozone zu engagieren.

Die Indizes selbst werden von EuroMTS verwaltet. Das ist eine Handelsplattform für europäische Staatsanleihen, die sich mehrheitlich im Besitz von Euronext, der Borsa Italiana und verschiedenen Banken befindet.

Neben den Fonds für konventionelle Produkte gibt es mit dem EuroMTS Inflation Linked ETF mit der Isin FR0010174292 nun auch die Chance, auf die Performance der inflationsgebundenen Staatsanleihen der Eurozone zu setzen. Diese Strategie kann in einem Umfeld mit steigenden Preisen interessant werden. Allerdings führen steigende Preise sehr wahrscheinlich zu steigenden Zinsen. Und in diesem Umfeld stellt sich generell die Frage, ob man Anleihen im Depot haben sollte oder nicht. Denn wer während der Laufzeit Papiere verkaufen muß, dürfte Kursverluste hinnehmen müssen.

Aus diesem Grund gehen viele institutionelle Anleger dazu über, Anleiheindexfonds zu verkaufen, um sich auf diese Weise gegen fallende Kurse abzusichern. Grundsätzlich können das auch die Privatanleger tun. Allerdings müssen sie erst einmal eine Bank oder einen Broker finden, der ihnen die Möglichkeit zur Umsetzung dieser Strategie anbietet. So bleibt oft nur die Möglichkeit, den Anteil der Rentenpapiere im Depot rechtzeitig zu reduzieren oder entsprechende Verkaufsoptionen zu erwerben.

Indexfonds sind ideal, um Portfolios einfach und günstig zu streuen

Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) werden immer beliebter, da sie ideal sind, um Portfolios auf einfache und vor allem auch günstige Weise breit diversifizieren zu können. Da Aktien in der Regel nicht oder nur wenig mit Anleihen korrelieren, können sich Anleger durch eine ausgewogene Mischung unabhängiger von Marktschwankungen machen.

ETFs sind ein ideales Instrument, um verschiedene Anlageklassen miteinander zu kombinieren. Ziel ist es, Chancen auf günstige Weise aktiv zu nutzen, ohne gleichzeitig das Risiko wesentlich zu erhöhen. Eine praktische Form der Umsetzung ist die so genannte Core-/Satellite-Strategie. Dabei soll ein Kern von Investments kostengünstig den Markt abbilden, während Satelliten- oder Einzelinvestments, Fonds und zunehmend auch ETFs zu speziellen Themen - für den Renditepep sorgen sollen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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