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Fonds Neue ETFs auf Rohstoffe und Immobilien

10.02.2006 ·  Die Produktpalette an börsengehandelten Fonds wird immer breiter. Anleger können unkompliziert und günstig in Märkte ein- und aussteigen. Nun gibt es zwei neue ETFs auf Nicht-Energie-Rohstoffe und Immobilien in Europa.

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Die Produktpalette an börsengehandelten Fonds wird immer breiter und davon können die Anleger profitieren. Denn mit solchen Produkten können sie nicht nur unkompliziert und diversifiziert Weise in einen Markt ihrer Wahl ein- und aussteigen, sondern sie tun das auch noch auf relativ günstige Weise.

Börsengehandelte Fonds können gehandelt werden wie normale Aktien. Aus diesem Grund fallen Ausgabeaufschläge und sonstige Gebühren weg, die die Vermittler verlangen könnten. Gleichzeitig genügt bei einem börsengehandelten Fonds ein Blick auf den Kurszettel und schon weiß man als Anleger, wo man steht. Das heißt, er ist auch über die Kursentwicklung seines Investments besser informiert als bisher. So kann er unter Umständen schnell auf sich verändernde Marktbedingungen reagieren oder sich gar mit Stop-Loss-Orders absichern.

Indexfonds sind vergleichsweise einfach zu „handeln“ und sind günstig

Besonders interessant sind die Indexfonds im direkten Vergleich mit den „konventionellen“ Pendants. Sie kosten oft nur ein Bruchteil dessen, was aktiv verwaltete Fonds für ihre Fondsmanager, die Verwaltung der Portfolios und auch für den Handel der Wertpapiere verlangen. Eingesparte Kosten sind ein Vorteil, da sich langfristig aufgrund der Zinseszins-Effektes selbst vermeintlich kleine Prozentbeträge deutlich bemerkbar machen können. Gleichzeitig haben Indexfonds einen weiteren Vorteil: Sie sind nie schlechter als der Markt.

Mit zunehmender Produktvielfalt werden die Anleger flexibler. Sie können innerhalb kurzer Zeit zu vernünftigen Kosten von einem Markt in einen anderen wechseln, ohne sich vorher lange über Ausgabeaufschläge, Tauschgebühren und sonstige irgendwo im Kleingedruckten versteckten Klauseln den Kopf zerbrochen zu haben.

In diesem Sinne ist interessant, daß seit Freitag zwei neue Exchange Traded Funds der Emittenten AXA Investment Managers und BNP Paribas handelbar sind. Die neuen Produkte beziehen sich auf einen Index für Nicht-Energie-Rohstoffe und börsennotierte Immobilienaktien des Euroraums.

ETFs auf Nicht-Energie-Rohstoffe und Immobilien

Mit dem EasyETF EPRA Eurozone mit der Isin LU0192223062 können Anleger den FTSE EPRA/NAREIT Euro Zone Index, einen europäischen Benchmark-Index für börsennotierte Immobilienaktien nachbilden. Mit einem einzigen Produkt decken Anleger 37 Immobilienwerte des Euroraums ab und haben so Zugang zu Immobilienanlagen des Einzelhandels-, Büro- und Wohnsektors. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,45 Prozent. Allerdings sollten sie sich vor einem Investment wohl die Zusammensetzung des Index genauer betrachten, ist der Immobilienmarkt in manchen Teilen Europas doch in den vergangenen Jahren aufgrund der tiefen Zinsen schon ziemlich heiß gelaufen.

Das zweite Produkt, der EasyETF GSNE mit der Isin LU0230484932 bildet die Wertentwicklung von 18 Nicht-Energie-Rohstoffen in den vier Sektoren Landwirtschaft, Viehwirtschaft, Industriemetalle und Edelmetalle ab. Der EasyETF GSNE basiert auf dem Goldman Sachs Non-Energy Commodity Index - einem Sub-Index des Goldman Sachs Commodity Index - und stellt den weltweit ersten börsengehandelten Indexfonds im Bereich der Nicht-Energie-Rohstoffe dar. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,45 Prozent.

Der Erfolg solcher Produkte zeigt sich an der Volumenentwicklung in den vergangenen Monaten. Im Jahr 2005 stieg der Umsatz im XTF-Segment der Deutschen Börse in Frankfurt gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent auf 46,1 Milliarden Euro, während sich das verwaltete Vermögen um 64 Prozent auf ein Rekordhoch von 26,9 Milliarden Euro erhöhte.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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