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Fonds Mit „Fondsdemokratie“ zum erfolgreichen Fonds

 ·  Viele Anleger träumen davon, einmal Manager eines Fonds zu werden. Bei Marketocracy können sie ihr Geschick unter Beweis stellen. Bei Erfolg fließen die Entscheidungen in einen real existierenden, erfolgreichen Fonds ein.

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Nicht jedermann interessiert sich für die Wirtschaft im weiteren Sinne und die Geldanlage im engeren. Wer jedoch zum eingefleischten Börsianer geworden ist, träumt nicht selten davon, einen eigenen Fonds zu verwalten. Denn Fondsmanager müßten nicht nur den Überblick über die marktbeeinflussenden Daten und Ereignisse haben, sondern auch über das nötige Kleingeld verfügen, um die daraus abgeleiteten Strategien auch gewinnbringend umzusetzen.

Dieses Bild dürfte stark idealisiert sein und so nur für sehr wenige Hedge-Fonds-Manager mit vielen Freiheiten zutreffen. Der „gewöhnliche“ Fondsmanager dagegen unterliegt in der Regel einem engen Korsett aus Gesetzen und Anlagerichtlinien, die ihm nur wenig Spielraum lassen. Und selbst wenn er ihn hat, dürfte die Neigung groß sein, sich vergleichsweise eng an den Markt zu halten, um mit einem größeren Fehlgriff nicht den eigenen Job zu gefährden.

Jeder darf Fondsmanager spielen ...

Es gibt jedoch andere Möglichkeiten, um sein „Anlagegeschick“ zu beweisen und trotz aller Hindernisse einmal zum Erfolg eines real existierenden Fonds beizutragen. Zum Beispiel mit Hilfe von Marketocracy. Alleine schon die Wortschöpfung deutet darauf hin, um was es geht. Nämlich um die Verbindung zwischen der Geldanlage an den Finanzmärkten und einem demokratischen Entscheidungsprozeß.

Wie aber soll so etwas „idealistisches“ funktionieren und auch noch Ertrag bringen können? Ganz einfach. Marketocracy bietet jedem Interessierten die Möglichkeit, einen Fonds mit einem Anfangskapital von einer Million Dollar nach einer eigenen Anlagestrategie zu verwalten. Zunächst nur virtuell und in einer simulierten Handelsumgebung. Dafür stellt das Unternehmen eine entsprechend anspruchsvolle und professionelle Infrastruktur - sprich Datenbank mit entsprechenden Auswertungsmöglichkeiten - zur Verfügung.

... bei Erfolg fließt das Ergebnis in einen realen Fonds ein

Sollte die erzielte Performance überdurchschnittlich gut sein, kann man dazu berufen werden, einen real existierenden Fonds mitzuverwalten. Und selbst wenn nicht, kann man indirekt zur Entwicklung des Marketocracy Masters 100 Fund beitragen. Er orientiert sich nämlich am so genannten m100 Index, der die Portfolios der 100 besten „Simulations-Fondsmanager“ unter rund 55.000 Teilnehmern widerspiegelt.

Das Konzept kling verrückt, scheint aber zumindest auf mittelfristiger Basis erfolgreich zu sein. Denn der Marketocracy Masters 100 Fund konnte seit seiner Auflage im November des Jahres 2001 den S&P 500 Index in acht von elf Quartalen schlagen. Und das bei einem Beta von 0,53. Das heißt, er schlägt bei Kursschwankungen nur etwa halb so stark aus wie der S&P-500-Index.

Der m100 Index wird jeden Monat neu angepaßt. Denn nach der Philosohpie von Marketocracy kann niemand wirklich in die Zukunft blicken. Orientiere man sich jedoch an jenen Anlegern, die schon in der Vergangenheit die Fähigkeit bewiesen haben, unter realen Bedingungen langfristig besser als der Markt abgeschnitten zu haben, dann sei die Wahrscheinlichkeit groß, daß auch der daraus gebildete Durchschnitt gut abschneiden werde. Die bisherige Performance gibt dieser Annahme zumindest mit Blick auf die mittelfristige Entwicklung recht. Kurzfristig jedoch hat sich sowohl der m100 Index als auch der Fonds unterdurchschnittlich entwickelt.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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