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Fonds Immer mehr Fonds lagern Vertrieb und Marketing aus

28.10.2004 ·  Das Umfeld für den Verkauf von Fonds ist schwieriger geworden. Das fördert die Bereitschaft der Gesellschaften, neue Vertriebswege einzuschlagen, wie sich am Erfolg der auf diesen Service spezialisierten Anbietern zeigt.

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Das Geld verdienen an der deutschen Börse ist in den vergangenen Jahren schwieriger geworden. Das macht sich auch im Fondsbereich bemerkbar. Der Verkauf von Fonds ist nämlich längst kein Selbstläufer mehr ist. Es herrscht ein Verdrängungswettbewerb und um in diesem Umfeld bestehen zu können, reichen gute Performance-Ergebnisse alleine schon lange nicht mehr.

Aus Unzufriedenheit mit dem bisherigen Vertriebspartner oder wegen der Einsicht, ohne Spezialisten bei der Markterschließung nicht richtig vorwärts zu kommen, denken immer mehr unabhängige Gesellschaften darüber nach, neue Weg zu beschreiten. Vornehmlich handelt es sich dabei um ausländische Anbieter oder kleinere Fondsboutiquen, die bereit sind, Aufgaben wie Marketing oder Vertrieb auszulagern. Aber auch größere Gesellschaften spüren den zunehmenden Kosten- und Effizienzdruck und überprüfen ihre bisherige Strategie.

Rege Nachfrage

Das spielt den Unternehmen in die Hände, die diesen Trend erkannt haben und ihre Aufgabe darin sehen, Vertriebs- und Marketingaktivitäten zu übernehmen. Dazu zählen Anbieter wie die Fundmatrix AG oder die Gesellschaft SSAMSS, was die Abkürzung für Special and Sophisticated Asset Management Solutions and Services ist.

Über mangelnde Nachfrage brauchen sich diese Anbieter momentan jedenfalls nicht zu beschweren. So ist es der erst Anfang 2004 gegründeten SSAMSS in nur rund neun Monaten gelungen, sechs Kunden zu gewinnen. „Bisher mußten wir überhaupt noch akquirieren“, freut sich SSAMSS-Gründer und Geschäftsführer Arnold Dohmen.

Zu seinen Kunden zählen inzwischen Anbieter wie der Spezialist für amerikanische Aktien W.P.Stewart & Co., der rund neun Milliarden Dollar verwaltet oder der Spezialist für Emerging Markets Keppler Asset Management Inc. Betreuungsmandate hat SSAMSS zudem von SCAIAP/Safeplan, einem Spezialisten für die Strukturierung von Kapitalmarktprodukten erhalten, von Medical Strategy; einem Healthcare- und Biotech-Spezialisten, von der Schweizer Hedge Fonds Boutique Deutsche Derivate Vermögensverwaltung GmbH sowie von TopInvest500, einem von der Dr. Jens Erhardt Kapital AG aktiv gemanagten Sparplan.

Anbietern wie SSAMSS kommt dabei deren Kundennähe und Branchenerfahrung zu Gute. So kann Dohmen auf 15 Jahre Erfahrung im Bereich Asset Management in leitender Funktion bei inländischen und ausländischen Asset Management-Gesellschaften wie Pictet und Fleming und somit ein breites Netzwerk an Kontakten zurückgreifen. „Wir sprechen eben die Sprache des Kunden“, lobt sich Dohmen selbst und verweist als zusätzlichen Pluspunkt vor allem noch auf die individuelle Betreuung der Kunden, da man für jedes Segment nur Geschäftsbeziehungen mit einem Anbieter eingehe.

Neues Kostenbewußtsein in der Branche

Als eines der wichtigsten Kriterien, warum sich Fondsgesellschaften für den aufgezeigten Vertriebs- und Marketingweg entscheiden, nennt Dohmen zudem die weitgehend erfolgsabhängig Bezahlung. Das ermöglicht es den Fonds die Fixkosten gering zu halten und außerdem können sich bei dieser Vertragskonstellation davon ausgehen, daß sich die Vertriebsbeauftragten auch wirklich ins Zeug legen. Diese Haltung der Anbieter wiederum macht deutlich, daß man auch in der Fondsbranche inzwischen weitaus kostenbewußter denkt als früher.

Funktionieren kann aber auch dieses Konzept nur mit den richtigen Produkten, die zum einen erfolgreich und zum anderen keine Massenware sind. Da es jetzt an die Vermarktung geht, werden die nächsten Monaten und Jahre zeigen müssen, ob daraus wirklich mehr wird als nur eine gut aufgenommene Geschäftsidee.

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