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Fonds Fondsskandal mischt amerikanische Fondsbranche auf

24.03.2004 ·  Der Fondsskandal hinterläßt in der amerikanischen Branche deutliche Spuren. Denn darin verwickelte Gesellschaften verbuchen Mittelabflüsse, während andere deutliche Zuflüsse registrieren können.

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Unter den amerikanischen Investmentfondsgesellschaften verzeichnete American Funds im vergangenen Monat mit 8,9 Milliarden Dollar den höchsten Kapitalzufluß, ermittelte Financial Research. Abgestraft wurden hingegen die Gesellschaften, die in den Fondsskandal verstrickt sind. Sie mußten die größten Kapitalabflüsse hinnehmen.

Insgesamt steckten die Anleger im Februar 33 Milliarden Dollar in Aktien- und Anleihefonds, verglichen mit 46,4 Milliarden Dollar im Januar und 23,2 Milliarden Dollar im Dezember. An zweiter beziehungsweise dritter Stelle lagen Vanguard Group mit 7,8 Milliarden Dollar und Fidelity Investments mit 5,2 Milliarden Dollar Zufluß.

American Funds, Vanguard und Fidelity verbuchen die größten Zuflüsse

Sieben der neun absatzstärksten Fonds in diesem Monat gehörten zu American Funds, ihr Growth Fund of America wuchs auf 1,8 Milliarden Dollar an. Bei den Nettozuflüssen der Branche entfielen zwei Drittel auf American Funds, Vanguard und Fidelity. Hingegen zogen Investoren insgesamt 4,5 Milliarden Dollar bei Putnam Investments und Janus Capital Group ab. Sie gehörten zu den ersten Fondsgesellschaften, bei denen wegen unsauberer Handelspraktiken ermittelt wurde.

"Es ist keine Überraschung, daß einige wenige Fondsanbieter das Rennen machen," sagte Russel Kinnel, Direktor bei der Fondsanalysegesellschaft Morningstar in Chicago. "Die Leute wollen ihr Geld bei denen anlegen, denen sie vertrauen."Die Anleger zogen im letzten Monat 2,5 Milliarden Dollar aus den Fonds von Putnam, einer Tochtergesellschaft von Marsh & McLennan Cos. ab, berichtet FRC. Unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Charles Haldeman hat Putnam Maßnahmen ergriffen, um häufigen kurzfristigen Handel von Investmentfondsanteilen zu verhindern. So hat die Fondsgesellschaft Rücknahmegebühren eingeführt.

Putnam, Janus, MFS, Alliance un Amvescap verlieren

Janus verzeichnete zwei Milliarden Dollar an Abflüssen. Die Fondsgesellschaft verhandelt derzeit mit dem New Yorker Generalsstaatsanwalt Eliot Spitzer über einen Vergleich. Auch bei AIM Distributors, einer Tochtergesellschaft der in London beheimateten Amvescap , zogen die Anleger 865 Millionen Dollar ab. Die Amvescap-Fondssparte Invesco Funds wurde von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und Spitzer verklagt. Abflüsse gab es auch bei MFS Investment Management, hier sank das Fondskapital um 513 Millionen Dollar, und Alliance Capital Management mit minus 380 Millionen Dollar. Beide Gesellschaften haben im Zusammenhang mit den Fondsskandalen Vergleiche abgeschlossen.

Erfolgreich bei den kleineren Gesellschaften waren Dodge & Cox mit Zuflüssen von 1,8 Milliarden Dollar und Calamos Asset Management, die per Saldo 592 Millionen Dollar einsammeln konnte. Bei Dodge & Cox strömte die Hälfte der neuen Gelder in den Dodge & Cox Stock Fund.

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