Die DWS-Gruppe hat ihre Marktführerschaft auf dem deutschen Fondsmarkt im abgelaufenen Jahr wegen hoher Mittelzuflüsse in Geldmarktfonds deutlich auf 23,2 Prozent von 21,9 Prozent im Jahr 2000 ausgebaut. Das Nettomittelaufkommen stieg um fünf Prozent auf 8,3 Milliarden Euro, das Fondsvermögen erhöhte sich leicht auf 83,9 (82,3) Milliarden Euro, teilte die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank mit.
Die Nettomittelzuflüsse im Januar lagen den Angaben zufolge mit 2,7 (2,3) Milliarden Euro ebenfalls über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Wie im Vorjahr hätten auch im Januar Geldmarktfonds die höchsten Nettomittelzuflüsse verzeichnet. Auch Aktien- und Rentenfonds hätten positive Nettomittelzuflüsse verzeichnet.
Zufriedenheit über den Start ins neue Jahr
Der Mitte Dezember lancierte Garantienfonds DWS Funds GlobalFlex, der vor allem für den deutschen, italienischen, spanischen und belgischen Markt gedacht sei, habe Mittelzuflüsse von 500 Millionen Euro netto erzielt. “Wir sind mit diesem Start ins neue Jahr sehr zufrieden“, erklärte Udo Behrenwaldt, Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH.
Aus dem europaweiten Geschäft der DWS erwarte er deutliche Wachstumsimpulse. In Deutschland werde das neue Jahr im Zeichen der “Riester-Rente“ stehen. Deshalb erwarte er steigendes Interesse am fondsbasierten Riester-Produkt DWS TopRente.
Im Laufe des Jahres sei zudem die Auflegung weiterer aktiv gemanagter Trading-Fonds geplant, die für den Xetra-Handel im XTFSegment in Frankfurt zugelassen würden, kündigte Behrenwaldt an. Gute Chancen biete auch das sich in Deutschland und Europa zunehmend durchsetzende Aufbrechen institutsgebundener Vertriebswege.
Geldmarktfonds ziehen Kapital an
Die höchsten Mittelzuflüsse verzeichneten nach DWS-Angaben 2001 Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds mit 4,0 Milliarden (Vorjahr: 2,0 Milliarden Euro Nettomittelabflüsse). Rentenfonds sammelten netto 2,0 (minus 0,2) Milliarden Euro ein, Mischfonds verzeichneten Nettomittelzuflüsse von 500 Millionen (700) Euro. Dachfonds und Aktienfonds mussten die deutlichsten Rückgänge bei den Nettomittelzuflüssen hinnehmen. Aktienfonds verbuchten Zuflüsse von netto 1,8 (9,7) Milliarden Euro, Dachfonds sammelten netto 300 Millionen (3,4 Milliarden) Euro ein, teilte die DWS weiter mit.