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Fonds Daumenschrauben für Medienfonds und Schiffsbeteiligungen beschlossen

04.05.2005 ·  Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Gesetzentwurf zur Begrenzung der Verlustzuweisung abgesegnet. Damit ist das Aus für Steuersparmodelle wie Medienfonds, Schiffsfonds oder geschlossenen Immobilienfonds endgültig beschlossen.

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Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) legt Medienfonds, Schiffsfonds oder geschlossenen Immobilienfonds als Steuersparmodellen die Daumenschrauben an. Das Kabinett beschloss am Mittwoch seinen Gesetzentwurf zur Begrenzung der Verlustzuweisung. Mit den erhofften zusätzlichen Steuereinnahmen daraus sollen die Änderungen der Unternehmensbesteuerung finanziert werden.

Konzipiert waren die Steuersparmodelle folgendermaßen: Wer in den vergangenen Jahren in geschlossene Fonds investierte, hatte es meist auf die Verlustzuweisung abgesehen. Was paradox klingt, funktioniert wie folgt: Bei den geschlossenen Fonds handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung auf lange Zeit, meist zehn bis fünfzehn Jahre. Je nach Typ - etwa Schiffsfonds, Immobilienfonds oder Medienfonds - investieren die Fonds in den Bau neuer Containerschiffe, Bürohochhäuser oder Hollywood-Filme.

Dem Anleger werden die teilweise hohen Anfangsverluste der Projekte nach seinem prozentualen Anteil zugerechnet. Der Trick: Die Verluste konnten bislang auch mit dem Einkommen verrechnet werden. Das senkte die Einkommenssteuer besonders für Spitzenverdiener. Die späteren Renditen blieben dagegen weitgehend abgabenfrei.

Die meisten Fondsanbieter haben sich bereits umgestellt

Dem Staat entgehen durch dieses System jährlich Einnahmen in Millionenhöhe. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Verlustzuweisung daher ständig beschnitten. Mit dem neuen Gesetz sollen die Modelle ihren größten Pluspunkt verlieren: Die Verluste aus den Beteiligungen sollen nicht mehr mit anderen Einkünften verrechnet werden können, sondern nur noch mit späteren Gewinnen aus dem selben Fonds.

Viele Fonds haben bereits vor der Gesetzesänderung umgestellt. Die Beteiligungen werden nun so kalkuliert, daß sie eine ordentliche Rendite auch ohne Steuertricks erzielen. Probleme könnte es allerdings bei Medien- und Wertpapierfonds geben. Sie lassen sich nicht so einfach umstricken und könnten daher ersatzlos wegfallen.

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