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Fonds Dach-Hedge-Fonds können reizvoll sein

25.05.2007 ·  Nach einer gewissen Euphorie während der Baisse müssen Hedge-Fonds inzwischen oft für negative Schlagzeilen herhalten. Dabei bieten sie zumindest langfristig gewisse Reize, die von ihren Risiko-Ertrags-Profilen ausgehen.

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Mit Schlagzeilen wie „Aktien bringen die höchste Rendite“ oder „Anleger, die langfristig eine gute Durchschnittsrendite erzielen wollen, kommen am Kauf von Aktien nicht vorbei“, machen Anlageberater mit Verweise auf langfristige Durchschnittsrechnungen immer wieder Werbung für die Aktienanlage.

Tatsächlich scheinen solche Rechnungen auch für sich sprechen. Immerhin wird man auf diese Weise doch zumindest indirekt auf relativ einfache Weise zum Mit-Unternehmer und kann über Kursgewinne und Ausschüttungen an der Gewinnentwicklung teilhaben.

Langfristig interessiert vor allem eine hohe Durchschnittsrendite

Allerdings haben die Argumente auch Grenzen. Denn es gibt langfristig immer wieder Phasen, in denen Aktienkurse seitwärts oder gar nach unten laufen. In diesen Zeiten dürfte das Argument mit der Rendite kaum zutreffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, solche Phasen möglichst zu vermeiden oder die Verluste zu minimieren, so profan das auch klingen mag. Denn wichtiger als eine sehr gute Performance in den Boomphasen der Börsen ist eine hohe Durchschnittsrendite. Und diese lässt sich vor allem dadurch erzielen, indem man Verluste vermeidet oder zumindest kappt.

Das zeigt sich an der Wertentwicklung der verschiedenen marktneutralen Hedge-Fonds in den vergangenen Jahren, die im Sinne der ursprünglichen Idee investieren: Sie sichern sich gegen die allgemeinen Marktrisiken in unterschiedlichem Maße ab. Das führt dazu, dass diese einerseits weniger riskant sind als traditionelle Anlageformen und dass sie andererseits durch hohe Durchschnittsrenditen glänzen können. Das gilt selbst nach vergleichsweise hohen Verwaltungs- und Performancegebühren.

Im langfristigen Vergleich schneiden sie aufgrund der hohen Durchschnittsperformance deutlich besser ab als Aktien, Anleihen oder auch als eine Kombination zwischen den beiden. Aus diesem Grund sind solche Anlageformen für viele Anleger interessant - und sei es nur als Portfoliobeimischung. So stellt sich nur die Frage, wie interessierte Privatanleger entsprechend investieren können, sofern sie nicht zur Liga der „Superreichen“ gehören.

Licht und Schatten bei Hedge-Fonds-Zertifikaten

Leider sind dann die Möglichkeiten zumindest in Deutschland etwas beschränkt. Es gibt zwar verschiedene Zertifikate auf dem Markt. Allerdings sind sie in der Regel noch nicht lange genug auf dem Markt, um sich auch schon in „Bärenmärkten“ bewiesen zu haben. Zudem sind sie aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen in ihren Anlagemöglichkeiten eingeschränkt und enttäuschen oft in ihrer Wertentwicklung. Zu den wenigen Ausnahmen, die in den vergangenen Monaten mehr oder weniger stetig nach oben liefen, gehört das Zertifikat auf den SG Hedgeindex mit der ISIN DE0007117111 oder auch das Zertifikat auf den UBS Global Alpha Index mit der ISIN DE0007886707. Bei Zertifikaten ist oft die Transparenz nicht sonderlich ausgeprägt und auch die Liquidität an den Börsen ist nicht sehr hoch.

Aus diesem Grund kann unter Umständen der Blick ins Ausland interessant werden. So gibt es in der Schweiz Hedge-Fund-Investmentgesellschaften wie Altin, die eine günstige Lösung darstellen können. Die Anteile werden täglich an der Börse gehandelt, die Mindestinvestition ist vergleichsweise gering. Anleger tragen allerdings ein gewisses Währungsrisiko, da das Produkt in Dollar kotiert wird. Altin selbst investiert in Hedge-Funds mit unterschiedlichen Stilen.

Größter Anteil im Portfolio machten im April die Aktienstrategien Long/Short mit einem Portfolioanteil von knapp 42 Prozent aus, gefolgt von Global Macro mit knapp 19 Prozent, Multi-Strategy mit knapp elf Prozent, Event-Driven mit knapp zehn Prozent und mit kleineren Beteiligungen und Credit-, Long Bias-, Convertible- und Private-Equity-Strategien. Viele dieser der Hedge Funds wären an sich für Neugelder geschlossen und liefern in der Regel attraktive Renditen.

Die Durchschnittsrendite von Altin seit Dezember des Jahres 1996 liegt bei 10,58 Prozent per annum, bei einer annualisierten Volatilität von 6,93 Prozent. Der Dax kam in derselben Periode auf einen durchschnittlichen Jahresertrag von etwa 9,5 Prozent. Gleichzeitig war jedoch die Volatilität und damit das Risiko deutlich größer: Die historische 260-Tagesvolatilität lag in derselben Periode bei 15,3 Prozent.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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