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Fonds Chinafonds verbuchen wieder Mittelzuflüsse

29.01.2007 ·  Nach einem kurzen „Stolperer“ zu Jahresbeginn verbuchen Chinafonds nach einer Untersuchung von EPFR wieder deutliche Mittelzuflüsse. Grundsätzlich gibt es jedoch eine gewisse Neigung zur Risikoreduktion.

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Nach einem kurzen „Stolperer“ zu Jahresbeginn verbuchen Chinafonds, das sind jene Anlageprodukte, die schwerpunktmäßig in China und Hongkong investieren, nach einer Untersuchung von EPFR wieder deutliche Mittelzuflüsse.

Mit einem Mittelaufkommen von 666 Millionen Dollar absorbierten in der Woche bis zum 25. Januar entsprechende Anlagevehikel knapp 70 Prozent der Liquidität, die in diesem Zeitraum in asiatische Fonds außerhalb Japans investiert wurden. Das entspricht gleichzeitig mehr als der Hälfte der Finanzmittel von 1,16 Milliarden Dollar, die in dieser Periode insgesamt in Schwellenländer investiert wurden.

Fortsetzung der Anlagetrends des vergangenen Jahres...

In den ersten vier Wochen des laufenden Jahres legten die internationalen Anleger ihre Gelder bei Fondsanlagen ähnlich an, wie sie das schon zum Ende des vergangenen Jahres getan hatten: Amerika-Fonds sind anhaltend unbeliebt, während globale Fonds, Schwellenländer- und Europafonds die Anleger anziehen. Japan-Fonds erzeugen offensichtlich weder positive noch negative Begeisterung. „Nichtamerikanischen“ Fonds flossen in den ersten vier Wochen Mittel von etwas mehr als zehn Milliarden Dollar zu - im gesamten Jahr 2006 waren es 116 Milliarden Dollar -, während „amerikanische“ Fonds in den ersten vier Wochen des laufenden Jahres 2,7 und im vergangenen Jahr 16 Milliarden Dollar verloren.

Bei aller anhaltenden Euphorie für die Schwellenländer und China scheinen die Anleger jedoch nach den jüngsten Daten inzwischen dazu übergegangen sein, ihre „Wetten“ etwas abzusichern und die sichereren, „entwickelten“ Märkte zu präferieren. Globale, amerikanische, japanische und auch europäische Fonds verbuchten in den vergangenen Tagen zum ersten Mal in diesem Jahr Nettozuflüsse, wovon ein großer Teil in Rentenfonds floss. Global orientierte Aktienfonds verbuchten das doppelte an Geldern, das sie im Jahr 2006 in derselben Periode auf sich ziehen konnten.

Neben den Chinafonds, die inzwischen nach EPFR-Daten auf verwaltete Mittel in Höhe von 17,6 Milliarden Dollar kommen, zogen in der Woche bis zum 25. Januar auch andere Schwellenländerfonds wieder Mittel an. Dazu zählen die so genannten BRIC-Fonds (Brasilien, Rußland, Indien, China) ebenso wie Lateinamerikafonds. Dagegen schien die Attraktivität sogenannten EMEA-Fonds (Europa, Naher Osten, Afrika) nicht richtig überzeugend gewesen zu sein.

... allerdings mit einer gewissen Neigung zur Risikoreduktion

Mit Blick auf die entwickelten Märkte scheinen sich niedrigere Energiekosten positiv bei der Beliebtheit für japanische und europäische Werte bemerkbar zu machen. Das gilt weniger ausgeprägt für amerikanische Aktien, wobei sich dort in den vergangenen Tagen eine Rotation in sogenannte Wachstumswerte zeigte. Branchenbezogen verloren passive Energiefonds deutliche Mittel, während aktiv verwaltete Immobilienfonds attraktiver geworden zu sein scheinen.

Auf der Anleiheseite zeichnet sich die jüngste Entwicklung durch eine Reduktion des Risikoappetits der Anleger aus. Fonds, die in Schwellenländeranleihen investieren, verbuchten in der vergangenen Woche zum 17. Mal in Folge Zuflüsse, diesmal in Höhe von 275 Millionen Dollar. Damit beliefen sich die eingeflossenen Mittel auf 1,45 Milliarden Dollar im Laufe des Jahres, nach 1,13 Milliarden im vergangenen Jahr. Auch die Hochzinsfonds scheinen weiterhin Anleger anzuziehen, allerdings floss ihnen in der vergangenen Woche nur noch ein Zehntel dessen zu, was noch in der Woche zuvor zu einem Rekordzufluss geführt hatte. Dagegen verbuchten die globalen Rentenfonds, die allgemein als weniger riskant betrachtet werden, mit einem Zufluss von knapp 395 Millionen Dollar die beste Periode im noch jungen Jahr 2007.

Insgesamt scheinen die Anleger bei der Wahl ihrer Fondsanlagen nach wie vor bereit zu sein, prozyklisch „positiven Nachrichten“ zu folgen und beispielsweise in China zu investieren. Auf der anderen Seite scheint jedoch gleichzeitig trotz allem eine gewisse Neigung dazu zu bestehen, die Risiken zu reduzieren mit der Investition in risikoärmere Anlagekategorien.

EPFR verfolgt die Mittelströme von rund 15.000 Aktien- und Rentenfonds mit verwalteten Mitteln in Höhe von etwa sieben Billionen Dollar auf wöchentlicher Basis. Die Daten werden direkt bei Fondsgesellschaften oder den entsprechenden administrativen Einheiten erhoben.

Quelle: @cri
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