09.12.2006 · In den neunziger Jahren war es einfach: Hauptsache, man hatte Aktien. Die Baisse zerstörte die Euphorie. Und Zertifikate kamen. Hier können Anleger Chance und Risiko ihren Wünschen anpassen. FAZ.NET gibt einen Überblick.
Von Catherine HoffmannDer Dax steigt und steigt - und viele Anleger gucken der Rally nur zu. Seit dem Tief im März 2003 hat der Deutsche Aktienindex bis Dezember 2006 mehr als 180 Prozent gewonnen. Wird auch 2007 ein gutes Jahr? Lohnt es sich, weiter auf Aktien zu setzen? Und was sollte ein Anleger, der Wert auf Sicherheit legt, mit seinem Geld machen?
„Aktien kaufen!“ empfiehlt der Kölner Vermögensverwalter Bert Flossbach. „Denn ohne Aktien gibt es keine Erträge.“ Das sagt sich so schön. Und ist doch so schwer.
Zertifikate für jeden Anlegergeschmack
Recht einfach geht es mit Hilfe von Anlagezertifikaten auf Aktienindizes wie den Dax oder den Euro Stoxx 50. Damit kaufen Sparer gleich ein ganzes Bündel von Aktien mit einem Papier.
Weil Bankmanager einfallsreich sind, haben sie Zertifikate für jeden Anlegergeschmack und Risikotyp erfunden - vom Angsthasen bis zum Zocker. Es gibt Papiere, die Risiken puffern, und solche, die Chancen verdoppeln. Der Preis dafür: Anleger bekommen keine Dividende.
Begriffe, die Zertifikate-Anleger kennen sollten
Basiswert: So heißt das Finanzinstrument, auf dessen Kursentwicklung sich ein Zertifikat bezieht. Das können eine Aktie, ein Aktienkorb, ein Index oder festverzinsliche Wertpapiere sein.
Bezugsverhältnis: Es legt fest, in welcher Relation ein Zertifikat die Kursentwicklung des Basiswertes abbildet. Bei Zertifikaten auf Aktien ist das Bezugsverhältnis meist 1:1, bei Aktienindizes oft 1:100.
Emission: Auflegung eines neuen Zertifikats. Die Bank, die das macht, ist der Emittent.
Index: Fortlaufend berechnetes Kursbarometer, das wie der Deutsche Aktienindex Dax die Wertentwicklung vieler einzelner Wertpapiere in einer einzigen Zahl zusammenfaßt. Es gibt auch Anleihenindizes.
Partizipationsgrad: Gibt Aufschluß darüber, in welchem Umfang ein Zertifikat den Anleger an Kursveränderungen des Basiswertes beteiligt.
Risikopuffer: Betrag, um den der Basiswert eines Zertifikats maximal fallen darf, ohne daß der Anleger deshalb Geld verliert.
Basispreis: Auch „Strike“ genannt. Das ist der vorher bestimmte Preis, zu dem der Käufer einer Option den Basiswert kaufen oder verkaufen kann.
Ahhh...
Maximilian Koeppen (Vocom)
- 11.12.2006, 20:13 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |