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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Erneuerbare Energien Sonnenkraft wird vielen Anlegern zu heiß

 ·  Die geplante Kürzung der Subventionen für Solarstrom trifft die Beteiligungsbranche schwer. Viele neue Projekte rechnen sich nicht mehr.

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Klaus Hennicke

Dünnes Mäntelchen

Das Aufheulen der Anleger in und ebenso der Betreiber von Solaranlagen hinterläßt bei mir einen bitteren Geschmack. Tja, wenn sich das Mäntelchen des "Weltrettens" plötzlich als zu dünn erweißt, weil sich eben dieses Retten nicht mehr rechnet, das hat schon Geschmäckle. Dann kommen die wahren Beweggründe der Schwärmerei für Solarenergie ans Licht. Es rechnet sich, wirft ab. Impulsinvestitionen mit aller Macht und dann heulen, wenn die Langfristigkeit im Denken, Planen und Handeln wieder mal bei den Asiaten liegt. Tut mir leid, da hält sich mein Mitgefühl echt in Grenzen.

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Klaus Letis

Die Folgen von ROT/GRÜN

Bei der PV hätte a priori klar sein müssen, das bei der gelieferten Sonneneinstrahlung pro Quadartmeter im Jahr keine Energieversogung aufzubauen ist. Die Erträge sind mikrig, die Umlagen für die Bürger sind gewaltig. Es gibt keine Speicher und keine Leitungen weil man das Planungs- und Einspruchsrecht benötigt, um auf lokaler Ebene weiterhin Bauprojekte zu blokieren. Die Windenergie klappt auch nicht, weil die Errichtung auf See viel zu teuer ist und die Anwohner auf dem Land keine Rotoren haben wollen.
Die Asiaten bauen jetzt mit günstigen Atomstrom die energieaufwendigen und einfach anzuferigen Panles mit billiger Arbeitskraft. Auch das hätte klar sein müssen.
Es zeigt mir, dass alles was diese Leute anfassen auf Sand gebaut ist. Die Kernernergie hätte genügen Strom liefern können.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 11:22 Uhr
Paul Mittler
Paul Mittler (pamitt) - 11.03.2012 11:22 Uhr

In meinen Augen wenig fundierte Pro-Atompropaganda

Seiner Wertschätzung für die nukleare Stromerzeugungs-Option kann man glaubhafter Ausdruck verleihen, wenn die Argumente stimmig sind.

Wenn man es aber so plump anstellt, dass selbst ohne genaues Hinsehen die 'Argumente' als schlichte Propaganda ohne Erkenntniswert verpuffen, nutzt man eher den an den politischen Pranger Gestellten.

Eventuell bin ich bereit, mein Urteil zur Quailtät der Argumentation milder zu gestalten, wenn Sie noch einige belastbare Fakten nachreichen würden.

Aber bitte nicht wieder nach dem Mustern 'Sonnen- und Windenergie klappt nicht' und 'Asiaten bauen mit günstigem Atomstrom'.

China 'baut' immer noch fast ausschließlich mit Kohlestrom, und wie teuer Atomstrom ist, weiss mittlerweile sogar die japanische TEPCO. Deren AKWs stehen zur Zeit alle still.

Wer hat denn da wohl 'auf Sand gebaut' ?

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 10.03.2012 17:55 Uhr

Wir brauche völlig neue Ökostrom-Modelle ohne jegliche Subventionen

Den einzigen Sinn den Solaranlagen noch haben ist der Eigenverbrauch des Stromes, denn bei einem derzeitigen Einkaufspreis von 24 Cent/kWh war die Netzparität bereits letztes Jahr gegeben. Wer also seine Strom selbst verbrauchen kann zu dem Zeitpunkt zu dem er ihn erzeugt, macht mit selbst finanzierten Solarmodulen auch ohne Subventionen eine gute Rendite. Wenn sinnvoll irgend etwas gefördert werden soll was uns beim Ökostrom wirklich weiter bringt, ist dies die Speichertechnologie. Hier ist aber leider tote Hose in unserer Republik und man wartet auf Godot. Denkbar wären auch Modelle den eigenen, nicht genutzten Solarstom an Betriebe im näheren Wohnumfeld verkaufen zu können, die ebenfalls einen hohen Strompreis zahlen, und am gleichen 230V Niederspannungsnetz hängen. Hier fließt der Strom dann nicht zurück zum Zentralversorger dem man dies mit einem Cent/kWh für die Nutzung seines Niederspannungsnetzes vergüten könnte. Ein Modell also, das völlig ohne Subventionen auskommt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 12:23 Uhr
Gerhard Dünnhaupt

Es geht nicht um Solarstrom, es geht um Subventionen

In keinem anderen anderen westlichen Land wird absolut alles vom Steuerzahler subventioniert. Sobald man die Subventionen eines beliebigen Projekts kürzt, stellt sich natürlich sofort heraus, dass es sich nie rentiert hat.

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Helmut Wessner

Ganz so geht Ihre Rechnung auch wieder nicht auf

Der Solarstromerzeuger benötigt wegen fehlender Speicher einen Netzanschluss damit er immer Elektrizität zur Verfügung hat. Bei einem Normalkunden werden die Kosten für die Bereitstellung dieser Möglichkeit durch die Netzentgelte des bezogenen Stroms gedeckt.
Der Solarstromerzeuger kauft aber nun weniger Strom vom Energieunternehmer, beansprucht aber die selbe Leistung wie der normale Kunde. Er bezahlt weniger Netzentgelte. Die Kosten für die Bereitstellung des Netzes bleiben aber für den Energieversorger gleich hoch.
Für den Energieversorger soll alles mindestens ein Nullsummenspiel plus ein gerechtfertigbarer Gewinn sein. Er hat die Möglichkeit die Netznutzungsentgelte für ALLE Stromkunden zu erhöhen oder eine Pauschale den Solarstromerzeugern zu verrechnen. Die erste Variante gleicht einer Subvention der Solarstromerzeuger, während die zweite Möglichkeit der Kostenwahrheit entspricht.
Ähnliches gilt für die Bereitstellung des Kraftwerkparks.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 10.03.2012 08:30 Uhr

Sind die Ressourcen auf unserem Planeten endlich oder nicht?

Genau an der eindeutigen Beantwortung dieser Frage hat sich die Politik zu orientieren. Ob damit die Förderung des eigenen Stroms vom Eigenheim weiter unterstützt werden soll, kann erst einmal dahingestellt bleiben. Wichtig sind doch Entwicklungen größerer Solarparks mit angeschlossener Hybridtechnik und damit Speichertechnik, wie sie derzeit in einigen Orten der Republik schon geschieht.
Einer auf die Zukunft gerichteten Branche absichtlich die sprichwörtlichen Knüppel zwischen die Beine zu werfen, hat nun wirklich angesichts des geplanten vollständigen Ausstiegs aus der Atomenergie mit Weitsicht nichts zu tun. Die Frage "Cui bono" sei hier erlaubt!

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 10.03.2012 08:17 Uhr

@Günter Bönig..Mit 20,3 cts/kWh sind Sie noch gut bedient. Der Preis setzt sich ungefähr so ..

zusammen: 46 % Steuern und Abgaben (Konzessionsabgabe 1,79 cts/kWh, KWK-Umlage 0,03cts/kWh, Strom(öko)steuer 2,05 cts/kWh, EEG-Umlage 3,53 cts/kWh, Umsatzsteuer 3,98 cts/kWh). Ca. 54 % entfallen auf Erzeugung, Transport und Vertrieb – von diesem Betrag gehen knapp 40 % an den/die Netzbetreiber, der Rest an Erzeuger und Verteiler. Interessant zu wissen ist auch, dass im Jahre 2000 die EEG-Umlage lediglich 0,20 cts/kWh betrug, sie stieg an bis auf 2,047 cts/kWh im Jahre 2010 und betrug im Jahre 2011 3,53 cts/kWh – hauptsächlich getrieben durch die Subventionen für die Solarstromerzeugung. Jeder Arbeitsplatz dort wurde fast mit dem doppelten Betrag der durchschnittlichen Jahreslohnkosten subventioniert – nur um den Hinweis von Leuten wie Trittin etwas zu relativieren, der ja immer gerne verkündet, hier würden neue Arbeitsplätze geschaffen. So ist es keine Kunst, aber als EX-KBW´ler hat man da vermutlich andere Leitsätze.

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Netzparität erreicht und Krokodilstränen fließen

Denn die Solarlobby hat m.E. gelogen, als sie von der Netzparität schwärmte. Solarstrom kommt eben aus der Sonne und nicht aus der Steckdose und ist deswegen weitaus weniger wert. Die wenigsten Solarzellenbesitzer haben auch nur 200kg Bleibatterien in der Wohnung um 6kWh für ein bis zwei Tage mit bedecktem Himmel als Reserve im Haus zu haben.

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Wolfgang Richter

Wiederkehr der Realität

Hallihallo, die Marktwirtschaft ist wieder da. Wenigstens ein bißchen.
Zumindest einige der krassesten Öko-Subventionskonzepte unserer Solarenergie-Fans dürften sich künftig nicht mehr rechnen. Und das ist gut so.
Natürlich macht es Spaß, auf Kosten der Allgemeinheit Renditen von 8% und mehr einzufahren. Aber Lügen haben kurze Beine.

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