http://www.faz.net/-gv6-8x19q

Indexfonds : Comstage verabschiedet sich von synthetischen ETFs

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Nachgebaut oder original zum gleichen Preis? Fast jeder nimmt dann original. Das gilt auch für ETFs. Jetzt reagiert aich der Indexfondsanbieter Comstage.

          Eine Glaubensfrage, wenn es um das Thema ETFs ging, war stets, was besser sei. Ein ETF, der die zugrundeliegenden Vermögenswerte tatsächlich kauft oder einer der durch komplexe Gegengeschäfte mit anderen Banken (Swaps) die Wertentwicklung des Index nachbildet? Oder ist es am Ende egal?

          Zwar gibt es bei synthetischen Fonds grundsätzlich das Risiko, dass eine der beteiligten Banken ausfällt, mit negativen Folgen für die ETF-Besitzer. Die Komplexität und schwierige Nachvollziehbarkeit der Geschäfte führte auch dazu, dass immer mehr Anbieter auf die physische Methode umstellten.

          Die digitale F.A.Z. PLUS
          Die digitale F.A.Z. PLUS

          Die F.A.Z. stets aktuell, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken.

          Mehr erfahren

          Jetzt kommt mit dem ETF-Arm der Commerzbank, ComStage, ein weiterer hinzu. Die Gesellschaft kündigte an, und 30 ETFs auf die physische Indexreplikation umzustellen. Man reagiere auf den seit Monaten bestehenden Nachfragetrend von Seiten der Investoren. Zudem reagiert Comstage schon jetzt auf das ab Januar 2018 voraussichtlich geltende neue Investmentsteuergesetz und schüttet künftig die Erträge jährlich aus, anstatt sie zu thesaurieren, das heißt dem Wert der Fondsanteile gutzuschreiben.

          Anleger die mit der Umstellung einverstanden sind, brauchen nichts zu unternehmen, anderenfalls könnten sie die Fondsanteile vor dem Umstellungstermin verkaufen. Diese beginnt am Freitag und endet am 8. Juni.

          Ob die Umstellung auf physische Fonds wirklich eine bessere Alternative ist, sei dahin gestellt. Denn viele Fonds verleihen die Aktien aus ihrem Portfolio gegen Gebühr. Da kann es unter Umständen auch einmal Schwierigkeiten geben.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Studie von Oxfam : Jeden zweiten Tag ein neuer Milliardär

          Der neuen Oxfam-Studie zufolge ist die extreme Ungleichheit von Reichen und Armen immer noch „katastrophal“. Doch die Methoden der Organisation geraten immer wieder in Kritik.
          Wie erobert man das Reich der Mitte?

          FAZ Plus Artikel: Blick nach China : Was ist los bei C&A?

          Der Modehändler steht in Europa unter Druck. Für Ausgleich müssen die schnelle Expansion in China und der Aufbau des Digitalgeschäfts sorgen – aber ohne fremde Hilfe ist das kaum zu schaffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.