28.02.2007 · Der Aktienmarkt in China ist heiß gelaufen. Nun wurden Gewinne eingestrichen. Besorgniserregend ist der Grund für den Verkaufstermin: Die Investoren haben Angst vor Gesetzen zur Bereinigung des Marktes. Chinas Börse ist eine politische Börse. Manche Entwicklung hier erscheint als aberwitzig.
Von Christoph Hein, SingapurDer Aktienmarkt in China ist heiß gelaufen. Zuletzt lautete die Frage nur noch, wer den Knopf "verkaufen" zuerst drücken werde. Als die Fonds schließlich am Dienstag mit dem Einstreichen von Gewinnen begannen, folgten die Kleinanleger so schnell wie möglich.
Nicht der Einbruch von knapp zehn Prozent, sondern der Grund für den Verkaufstermin ist besorgniserregend: Die Investoren haben Angst, dass Peking in der kommenden Woche Gesetze zur Bereinigung des Marktes erlassen werde. Dieser Verkaufsgrund spricht Bände über den Zustand des Aktienmarktes und beweist einmal mehr, dass es in der Volksrepublik nicht um das freie Spiel der Kräfte geht.
Kleinanleger werden gezwungen zu spekulieren
Chinas Börse ist eine politische Börse. Schlimmer noch: Es ist eine Börse, an der die Kleinanleger gezwungen sind zu spekulieren, da sie zu wenige andere Anlagemöglichkeiten haben. Dass eine chinesische Bank oder Versicherer, die im Westen kaum ihre Zulassung erhielten, über Nacht zu den Unternehmen mit der höchsten Börsenkapitalisierung der Welt aufsteigen, muss jedem nüchternen Betrachter aberwitzig erscheinen.
Die große Frage ist nun, wie weit die Kreise werden, die dieser Minicrash in China zieht. Möglicherweise ist er der Auslöser für eine weltweite Korrektur. Ein regelrechter Crash ist aber eher unwahrscheinlich: Dagegen sprechen die robuste Weltkonjunktur und die immer noch gute Gewinnsituation der Unternehmen.
Übliche Hysterie
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Eine Blase ist geplatzt - gut so!
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China's Banken
Dieter Seyfarth (diesey)
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Die Korrektur
kai mützel (Lorduniverse2)
- 01.03.2007, 13:18 Uhr
Christoph Hein Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
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