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Ausblick Was das Jahr 2008 Verbrauchern bringt

26.12.2007 ·  Ob Autofahren, Steuern zahlen, telefonieren - auch im Jahr 2008 ändert sich für Verbraucher wieder vieles. Einiges wird wieder einmal teurer, an anderen Stellen lässt sich Geld sparen.

Von Lutz Schumann
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Ob Autofahren, Steuern zahlen, telefonieren - auch im Jahr 2008 ändert sich für Verbraucher wieder vieles. Einiges wird wieder einmal teurer, an anderen Stellen lässt sich Geld sparen:

Autofahren kann teurer werden

Für Verkehrssünder kosten einige Verstöße im neuen Jahr fast das Doppelte. Mit den ersten so genannten Umweltzonen drohen Fahrverbote vor allem für alte Diesel. TÜV- und Dekra-Prüfungen verteuern sich um bis zwölf Prozent. Die Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer kann wieder eingetragen werden, ob es sie tatsächlich weiter gibt, ist vorerst unklar. Mit der Umstellung der Kfz-Steuer von Hubraum auf CO2-Ausstoß ist nicht vor Anfang 2009 zu rechnen.

Zahlen oder im Dunkeln frieren

Zum Jahreswechsel werden viele Stromanbieter erneut teurer. Ab dann darf das Kartellamt aber auch gegen überhöhte Preise vorgehen. Weitere Regeln für Wettbewerb wie die Entflechtung von Kraftwerken und Netzen dürften folgen. Ob die Preise dann sinken, ist offen. Gas dürfte bald wieder teurer werden - der Preis entwickelt sich verzögert zum zuletzt hohen Ölpreis. Verbraucher können laut Verbraucherschützern durch Energieeffizienz künftig mehr sparen als durch einen Anbieterwechsel.

Billiger schwatzen von unterwegs

Die Preise für Handytelefonate im Ausland werden 2008 weiter sinken. Ab Ende August müssen Deutsche im Ausland für Anrufe noch maximal knapp 55 Cent bezahlen, angenommene Telefonate dürfen höchstens rund 26 Cent kosten. Auch die Preise für Inlandsgespräche mit dem Handy dürften nach Einschätzung des Telefon-Portals Teltarif weiter purzeln: Bei den Discountern könnte die Minute bald nur noch um die fünf Cent kosten. Im Festnetz werden die Preise laut teltarif wohl weiter langsam sinken. Noch etwas billiger werden könnten demnach Telefon- und DSL-Anschlüsse. Vor allem aber könnte hier immer mehr im Grundpreis inklusive sein.

Preise begünstigen das Abnehmen

Der Bauernverband hat schon angekündigt, dass die in diesem Jahr stark gestiegenen Preise für viele Lebensmittel 2008 nicht wieder sinken werden. Auch der Ölpreis und damit die Preise für Benzin und Diesel dürften hoch bleiben. Trotzdem sagen die Konjunkturforscher einen Rückgang der Preissteigerung auf die von der Europäischen Zentralbank angestrebten rund zwei Prozent im Durchschnitt des kommenden Jahres voraus.

Neues in der Geldanlage

2008 wird das letzte Jahr ohne Abgeltungssteuer. Um davon zu profitieren, sollten Fonds-, Zertifikate- oder Anleihebesitzer, Aktionäre und Zinssparer schon jetzt ihre Geldanlage prüfen. Für viele lohnt es sich, Zinseinkünfte auf 2009 oder später zu verschieben, wenn nur noch 25 Prozent Abgeltungssteuer anfallen statt des persönlichen Steuersatzes von bis zu 42 Prozent. Verlierer sind Aktionäre, die stärker zur Kasse gebeten werden. Die richtige Geldanlage zu finden, wird auch im neuen Jahr schwierig. Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten und des befürchteten Abschwungs in den Vereinigten Staaten setzen viele auf Rohstoffe und Wachstumsländer (sieh auch „Wie komme ich um die Abgeltungssteuer herum?“; So funktioniert die neue Erbschaftsteuer).

Der Fiskus bittet zur Kasse

Wohl ab Frühsommer gelten neue Regeln fürs Erben und Schenken. Enge Angehörige bekommen dann mehr vom vererbten oder geschenkten Vermögen steuerfrei. Bis zur Reform kann das je günstigere Recht gewählt werden. Bei der Altersvorsorge können Riester-Sparer ab nächstem Jahr statt maximal 1575 Euro nun 2100 Euro von der Steuer absetzen, auch die Zulagen steigen. Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, etwa Studenten, kann das ab 2008 für vier statt zwei Jahre rückwirkend tun und sich so noch sein Geld vom Fiskus holen. Handwerkerkosten für Wohnungen im Ausland sind künftig absetzbar.

Versicherte als Gewinner

Die Reform des 99 Jahre alten Versicherungsvertragsrechts bringt den Kunden im neuen Jahr zahlreiche Vorteile. Versicherungsvertreter müssen ihre Klienten künftig umfassender, klar und verständlich beraten und dies dokumentieren. Zudem müssen Provisionen und Abschlusskosten offengelegt werden. Lebensversicherungskunden profitieren zudem stärker von den Gewinnen, die die Assekuranzen als stille Reserven horten. Wer seine Lebensversicherung künftig vorzeitig kündigt, soll künftig nicht mehr so viel Geld verlieren wie bisher.

Lutz Schumann ist Chefredakteur der Internetplattform www.steuer-schutzbrief.de und des gleichnamigen Steuer-Newsletters mit Steuertipps für Selbstständige, Immobilienbesitzer, Kapitalanleger, Rentner und Angestellte. Zudem ist er Herausgeber einer steuerlichen eBook-Ratgeberreihe.

Quelle: AFP
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