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Anlage-Strategie : 10 Regeln für volatile Märkte

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Bild: Goldman&Sachs

In turbulenten Börsenzeiten wie diesen ist es für Anleger nicht immer einfach, die Ruhe zu bewahren und den Durchblick zu behalten. Zur Orientierung und als Leitfaden hat Goldman Sachs in einer Ausarbeitung die zehn Regeln zusammengefasst, die Anleger in volatilen Märkten beherzigen sollten.

          In turbulenten Börsenzeiten wie diesen ist es für Anleger nicht immer einfach, die Ruhe zu bewahren und den Durchblick zu behalten. Zur Orientierung und als Leitfaden hat Goldman Sachs in einer Ausarbeitung die zehn Regeln zusammengefasst, die Anleger in volatilen Märkten beherzigen sollten.

          Regel Nr. 1: Es ist immer ein guter Zeitpunkt, um mit dem Investieren zu beginnen

          Wie schon in vielen Studien gezeigt wurde, kommt es nicht darauf an, wann, sondern dass man investiert. Laut Goldman Sachs ist immer ein guter Zeitpunkt, um mit dem Investieren zu beginnen. Investoren sollten mit Marktzyklen vertraut sein und wissen, wie sich bestimmte Ereignisse auf die Wertentwicklung und die Anlagerenditen auswirken. Aktien haben auch in der Vergangenheit schon einige turbulente Phasen durchgemacht, sich aber immer wieder erholt und langfristig höhere Renditen generiert als Geldmarktanlagen (siehe Grafik).

          Bild: Goldman&Sachs

          Regel Nr. 2: Bleiben Sie investiert

          Trotz zahlreicher Börsenkrisen der Vergangenheit bleibt die langfristige Anlage in Aktien ein attraktives Investment (siehe Grafik).

          Regel Nr. 3: Geduld und Ausdauer

          Marktschwankungen zu nutzen und entsprechend zu investieren bzw. Investments wieder aufzulösen, ist verlockend, aber auch riskant. Der Markt wird immer komplexer, und selbst für Fachleute wird es immer schwieriger, Markttrends vorherzusehen. Versuchen Sie nicht, den richtigen Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg abzupassen. Bleiben Sie investiert auch bei volatilen Märkten (siehe Grafik).

          Regel Nr. 4: Halten Sie an einer langfristigen Perspektive fest
          Versuchen Sie nicht, sich darauf zu konzentrieren, WANN Sie investieren. Das kann sich negativ auf Ihre Renditen auswirken. Halten Sie immer an einer langfristigen Perspektive fest.

          Regel Nr. 5: Die Macht der Zeit und des Zinseszinseffekts
          Wie oft haben Sie schon zu sich selbst gesagt: „Wenn ich nur jedes mal, wenn ich daran gedacht habe 100 Euro zu investieren dieses auch getan hätte, wäre jetzt bereits ein Vermögen entstanden!“ Genauso ist es. Selbst wenn Sie jeden Monat nur 100 Euro zusätzlich anlegen, wird daraus in 10 bis 20 Jahren ein stattlicher Betrag.

          Regel Nr. 6: Durchschnittskosten-Effekt Sparen Sie kleine Beträge, aber sparen Sie oft

          Nutzen Sie Marktschwankungen aus, ohne sich über das Timing Ihrer Geldanlagen Gedanken zu machen durch den Durchschnittskosten- Effekt. Dabei legen Sie regelmäßig einen festen Betrag an. Wenn Sie diese Strategie umsetzen, kaufen Sie mehr Aktien, wenn die Aktienkurse niedrig sind, und weniger, wenn diese hoch sind, sodass sich im allgemeinen ein niedrigerer Kaufpreis je Aktie ergibt. Der Markt ändert sich und durchläuft verschiedene Konjunkturzyklen, mit regelmäßigen Zahlungen können Sie davon profitieren (siehe Grafik).

          Regel Nr. 7: Diversifizieren Sie Ihr Portfolio

          Das alte Sprichwort „nicht alles auf eine Karte zu setzen“ gilt insbesondere bei der Geldanlage. Ein richtig diversifiziertes Portfolio sollte mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente enthalten und unterschiedliche Allokationen nach Ländern, Sektoren und Börsenkapitalisierung aufweisen.

          Durch Anlage in mehrere Anlageklassen wird das Risiko-Rendite-Verhältnis neu ausbalanciert. Verschiedene Anlageklassen verhalten sich bei gleichen Marktbedingungen unterschiedlich. So können Sie Ihre Renditechancen erhöhen und das Gesamtrisiko Ihres Portfolios verringern (siehe Grafik). Allerdings schützt Diversifizierung einen Anleger nicht generell vor Marktrisiken und garantiert keine Gewinne

          Regel Nr. 8: Planen Sie Ihre Asset Allokation

          Die Planung Ihrer Asset Allokation trägt entscheidend dazu bei, dass Sie Ihre Ziele erreichen können. Unter Asset Allokation versteht man den Prozess der Zusammenstellung eines auf die persönlichen Erfordernisse zugeschnittenen, diversifizierten Portfolios durch strategische Mischung verschiedener Assetklassen in veränderlichen Größenverhältnissen.

          Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Finanzberater Ihre Asset Allokation planen, sprechen Sie unbedingt über folgende Punkte: Ihre Ziele: Altersvorsorge, Sparen für das Hochschulstudium eines Kindes, Kauf eines neuen Eigenheims. Ihr Zeithorizont: Wie lange haben Ihre Geldanlagen Zeit, um Ihre Ziele zu erreichen? Ihre Risikobereitschaft: Wie gut können Sie mit möglichen Wertschwankungen Ihres Anlageportfolios leben?

          Regel Nr. 9: „Re-Balancing“ Justieren Sie Ihr Portfolio aus, um auf Kurs zu bleiben

          Die Märkte verändern sich - und Ihr Portfolio sollte sich ebenfalls ändern. Wenn der Wert der Aktien in Ihrem Portfolio steigt, könnte sich das prozentuale Verhältnis von Aktien zu Anleihen ändern. Im Lauf der Zeit könnten die in Ihrem Portfolio enthaltenen Risiken höher sein, als Sie denken, wenn Sie Ihre Anlagen nicht von Zeit zu Zeit anpassen um sicherzustellen, dass sie immer noch Ihrer angestrebten Asset Allocation entsprechen.

          Regel Nr. 10: Inflation kostet Kaufkraft

          Die Inflation verringert die Kaufkraft des Geldes. Wer nicht investiert verringert somit den Wert des Kapitals und verzichtet gleichzeitig auf die Ertragschancen der Aktienmärkte (siehe Grafik).

          Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

          Quelle: @JüB

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