20.06.2009 · Das Ideal vom Haus für die Ewigkeit ist nicht mehr zeitgemäß. Weil sie im Alter nicht in der Provinz „versauern“ wollen, planen viele Investoren bereits den Wiederverkauf. Doch die Rentabilität selbst bewohnter Immobilien mit befristeter Nutzung ist knifflig.
Von Volker Looman, ReutlingenRichtlinien für Lesermeinungen
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... seien es auch "nur" 20 Jahre in die Zukunft blicken?
So richtig der Autor auch gerechnet hat, so sehr der bescheidene Sparer sich mit einer kleinen Rendite zufrieden geben mag, so sehr er an seiner Scholle hängen mag, so ungewiss ist die Zukunft. Mit welchem Prozentsatz wollen wir diese grundlegende Unsicherheit sicherheitshalber diskontieren??? Ganz zu schweigen von der geringen Fungibilität der Anlageform Haus. Selbst bei einem geringen "Diskontierungs-Satz" gehört schon viel Liebe zur Scholle dazu, diese Risiken aufzufangen. - Ganz von der makroökonomischen Tatsache abgesehen, dass auch uns in D noch eine menge Überraschungen aufgrund platzender Finanzierungen ins Haus stehen können. Diskutiert werden 50 000 Zwangsversteigerungen/anno. Wie sich das auf Preise auswirkt...? Für diskutabel - Bonität, Alternativen u. gutes timing vorausgesetzt - halte ich die Idee, im doom zu kaufen, NOCH günstig zu finanzieren, die erwartbare Inflation an der Finanzierung nicht unerheblich zu beteiligen. - Nur für Risikofreudige mit exzellentem timing!
Meine Frau und ich haben -jeweils in 1.Ehe-in Grosstädten Kinder aufgezogen, die jetzt längst erwachsen sind. Aus beruflichen Gründen blieb uns garnichts anderes übrig.- Wir stammen freilich beide vom "platten Land".Das bleibt ein Leben lang ein Sehnsuchtsobjekt.Deshalb haben wir uns zu Beginn unserer Pension in Niederösterreich ein grosses alpenländisches modernes Landhaus gekauft und bar bezahlt. Unser Grundstück ist 2.300 Quadratmeter gross.Wir haben nur Lössboden mit entsprechender Fruchtbarkeit. Das bedeutet: Alle 2 Wochen Gras-nicht Rasen- mähen und immer unterwegs sein mit elektrischer Heckenschere und Kettensäge, von Handgartenscheren ganz zu schweigen.-
Nur das halten wir für Lebensqualität , weil schweistreibend.Vor der Vorstellung, bis zum Ende des Lebens am Balkon herumsitzen zu müssen oder in einem Stadtpark zu lustwandeln gruselt uns.Wir sind 70 und 72 und bezweifeln, dass man unsere Situation in witschaftlich begründbaren Zahlen "einfangen" kann. Wir haben auch nicht die Absicht, das Haus zu verkaufen sondern zu vererben, mit einer grossen Bibliothek.
Fazit: Schwere körperliche Arbeit,wie wir sie verrichten, verlängert das Leben. Ein Schweizer Geraiartrieforscher hat mal gesagt, wir schonen unsere Alten zu Tode.
Wenn ich mir so die DAX-Werte allein beim Buchstaben *B* ansehe, stelle ich fest, daß deren Kurse seit Ende 07/ Anfang 08 um 40-50% eingebrochen sind. Zu unterstellen, daß zwar einerseits die Immobilienpriese stagnieren oder gar "Wertverlust" auftritt, andererseits aber mit Versicherungen und Aktien (Kurs-, Dividenden-)Gewinne eingefahren werden können, ist eine sehr optimistische Sicht der Dinge. Die "Wechselfälle des Lebens": Daß Scheidungen zur Aufgabe der eigengenutzten Immobilie führen, ist seit 15 Jahren idR nur bei "Schwellenhaushalten" mit geringerem Einkommen der Fall. Heute ist die alleinerziehende Lehrerin mit 2 Kindern, die das Haus übernimmt oder gar erst baut(!), kein Einzelfall mehr. "Umzug wg. Job" trifft in der Masse Besserverdiener, für die die eigengenutzte Immobilie, die später vermietet wird, zur Lebensqualität gehört. Apropos: Die Landkreise des doch so langweiligen Brandenburg boomen: Sicherheit, Landschaft, (Privat-)Schulen sind Faktoren, die auch die weltoffenen Gutverdiener überzeugen, sobald für das eigene Kind Kindergarten oder Schule anstehen. Mit der eigenen Immobilie kauft man sich Lebensqualität, die als Mietimmobilie sonst nur sehr teuer oder gar nicht(!) zur Verfügung steht.
Im Fall einer Scheidung, je nach Region in 30-50% der Fälle zu erwarten, erweist sich das Eigenheim häufig als verlustbringendes Scheidungskind. Es ist menschlich, die Möglichkeit einer Scheidung zu verdrängen, aber bei einer rationalen Entscheidung wäre es zu berücksichtigen. Ebenfalls die Möglichkeit, daß innerhalb der 20 Jahre ein beruflicher Umzug nötig wird. Ich kenne mehrere Paare in den 40ern, die zur Miete wohnen und gleichzeitig ein Haus in einem anderen Teil des Landes vermieten, das sie für sich gekauft hatten und nun nicht mehr ohne großen Verlust loswürden.
Ich habe den Text nur kurz überflogen, aber finde ich die These als nicht zutreffend. Als erstes die Rechnung das Paar ist 30 und will nur 20 Jahre in ihrem Haus bleiben? Außerdem welche Familie kann monatlich 1500 aufbringen mit Kindern? Ich kenne kein Paar das mit 50 aus ihrem Eigenheim auszieht um in einer Eigentumswohnung Miete zu bezahlen. Platz im Haus und im Garten sind ein Luxus und mit der älter werdenden Bevölkerung ein Luxus der immer teurer wird. Ich habe ein wenig Einblick in die Baufinanzierungsbranche und sage wer den Häuserbau mitgemacht hat und sich einige Jahrzehnte nicht all zuviel hat Leisten können aufgrund der monatlichen Tilgung wird das Haus niemals verkaufen. Ausgenommen ältere Paare die das Haus nicht mehr instand halten können oder wenn der Partner verstirbt. Der Autor hätte sich die Mühe sparen können, denn es ist nur ein Rechenbeispiel mit sehr wohlwollenden Zahlen ohne die menschliche Psyche wirklich zu verstehen.
Nicht nur, dass man selbst nicht weiss, ob der Zeitpunkt zum Verkauf in 15, 20 oder 25 Jahren oder gar nicht kommen wird. Wenn man selbst verkaufen möchte, braucht man immer noch einen Käufer. Und je schneller man den Verkauf durchziehen möchte, desto mehr Zugeständnisse muss man beim Preis machen.