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Börsen in New York : Spürbare Erholung an der Wall Street

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Am Dienstag im späten Handel war die Stimmung an der New Yorker Börse schon wieder gut. Bild: AFP

Nach dem heftigen Absturz am Montag haben die amerikanischen Börsen jetzt zur Erholung angesetzt. In New York hat sich mancher schon wieder mit billigen Aktien eingedeckt. Analysten sehen auch für den Dax Erholungspotenzial.

          Nach dem Absturz am Montag haben die amerikanischen Börsen am Dienstag zur Erholung angesetzt. Nach einem äußerst nervösen Auf und Ab an der Wall Street, das sich fast über den gesamten Handelsverlauf erstreckte, legten die vier wichtigsten Indizes vor allem in der letzten Börsenstunde wieder kräftig zu.

          Der Dow Jones Industrial, der zum Start noch unter die 24.000 Punkte-Marke gefallen war, stieg am Ende um 2,33 Prozent auf 24 912,77 Punkte. Am Montag war er zeitweise um fast 1600 Punkte oder 6 Prozent abgesackt. Auslöser für die Panik waren laut Marktbeobachtern vor allem Sorgen um schneller als erwartet steigende Zinsen gewesen. Dies hatte schon am Freitag auf die Kurse gedrückt, nachdem im monatlichen Arbeitsmarktbericht auch über einen überraschend starken Anstieg der Löhne und Gehälter informiert worden war.

          Dow Jones

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          Der breit gefasste S&P 500 erholte sich am Dienstag mit plus 1,74 Prozent auf 2695,14 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 2,62 Prozent auf 6665,98 Punkte.

          Schnäppchenjäger am Werk

          JP-Morgan-Stratege Dubravko Lakos-Bujas hatte am Montag bereits wieder von Kaufkursen gesprochen. Langfristig dürften sich seines Erachtens die positiven Fundamentaldaten durchsetzen. Dabei verwies er darauf, dass amerikanische Unternehmen nach wie vor dank der heimischen Steuerreform, des weltweiten Wirtschaftswachstums und des schwachen US-Dollars prozentual zweistellige Gewinnzuwächse erzielten. Zudem dürften auch durch Aktienrückkäufe den Aktionären 2018 allein 700 bis 800 Milliarden Dollar zufließen.

          S&P 500

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          Experten der NordLB sahen am Dienstag Schnäppchenjäger am Werk. „Für dieses Szenario spricht beispielsweise das Faktum, dass die Dividendenrendite des S&P 500 mittlerweile auf Basis der Konsensschätzung für 2018 bei immerhin 2 Prozent liegt“, hieß es. Damit bewege sie sich auf ähnlicher Höhe wie die Rendite zweijähriger amerikanischer Staatsanleihen.

          Staatsanleihen-Rendite zieht weiter an

          Dennoch wird es zugleich zunehmend zur Tatsache, dass der Renditeauftrieb der als sicher geltenden zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen den Aktien ihre inzwischen jahrelange einzigartige Spitzenreiterposition erschwert. Ein Anstieg über 2,8 Prozent wie am Montag macht solche festverzinslichen Wertpapiere für Investoren im Vergleich zu Aktien attraktiver. An diesem Tag legten die Renditen zehnjähriger Bonds zuletzt erneut um 2,80 Prozent zu. Die Papiere selbst sanken zugleich um 25/32 Punkte auf 95 10/32 Punkte.

          EUR/USD

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          Der Euro kostete zum Wall-Street-Schluss 1,2380 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2329 (Montag: 1,2440) Dollar festgesetzt.

          Nach der Paniksituation zum Wochenbeginn achteten zwar nur wenige Anleger am Dienstag auf einzelne Werte, die Aktien von Autobauer General Motors (GM) jedoch waren eine der Ausnahmen. Wegen negativer Auswirkungen der US-Steuerreform hatte GM 2017 einen Milliardenverlust verzeichnet. Bereinigt fiel das Ergebnis (EPS) aber deutlich besser aus als erwartet. Die Papiere legten daraufhin um knapp 6 Prozent zu und machten ihre Verluste seit Freitag nahezu wett.

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