http://www.faz.net/-gv6-910zs

Frankreich : Fillon steigt bei Investmentfonds ein

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der französischen Republikaner, François Fillon Bild: Reuters

Mit seiner Präsidentschaftskandidatur ist François Fillon im Frühjahr gescheitert. Ihm schadete vor allem die Affäre um eine Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau. Jetzt steigt der Politiker als Partner bei Tikehau Capital ein.

          Der gescheiterte französische Präsidentschaftskandidat François Fillon steigt bei einem Investmentfonds ein. Der konservative Ex-Premierminister wird Partner bei Tikehau Capital, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Fillons „internationale Erfahrung“ und seine „ausgeprägten Kenntnisse der wirtschaftlichen Problematiken in Frankreich und Europa“ seien „große Trümpfe“ für den Investmentfonds.

          Tikehau Capital wurde 2004 gegründet und ging im vergangenen März an die Börse. Der Investmentfonds verwaltet mehr als zehn Milliarden Euro.

          Fillon hatte lange als klarer Favorit der Präsidentenwahl im April dieses Jahres gegolten. Eine Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Ehefrau ließ ihn aber in den Umfragen abstürzen. Wie die französische Zeitung „Le Canard Enchaîné“ enthüllte, hatte Fillon seine Frau Penelope auf Parlamentskosten angestellt; die Justiz ermittelt derzeit noch, ob es sich tatsächlich um eine Scheinbeschäftigung handelte. Das französische Parlament verschärfte daraufhin Anfang August die Regeln für die Beschäftigung von Verwandten durch Parlamentarier und Minister.

          Der 63 Jahre alte Fillon, der zwischen 2007 und 2012 Premierminister unter Staatspräsident Nicolas Sarkozy war, scheiterte anschließend schon in der ersten Wahlrunde. Er erhielt rund 20 Prozent der Stimmen und lag damit hinter Marine Le Pen und Emmanuel Macron, die es in die Stichwahl schafften.

          Quelle: alri./AFP

          Weitere Themen

          Vorsorgen kann jeder

          Sinkendes Rentenniveau : Vorsorgen kann jeder

          Mit der gesetzlichen Rente kommt man nicht mehr weit. Jeder zweite Single in Deutschland sorgt sich, seinen Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Dabei ist das gar nicht so schwer.

          Topmeldungen

          FDP zurück im Parlament : Der Wunder-Lindner

          Die FDP ist wieder da, und schon in den wenigen Tagen seit der Wahl vermittelt sie den Eindruck, es gehe Freien Demokraten immer nur um das eine: um sie selbst. Und um ihren Vorsitzenden.

          Geisteszustand des Präsidenten : Ist Donald Trump verrückt?

          Etliche Psychiater in den Vereinigten Staaten machen sich Sorgen um den Geisteszustand von Präsident Donald Trump. Dessen Verhalten ist zwar grenzwertig. Doch spiegelt es vor allem die Gesellschaft wider, die ihn an die Macht befördert hat.
          Pforte zur Vorhölle: Das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau

          Holocaustforscher Raul Hilberg : Wie die Tötungsmaschine funktionierte

          Fast im Alleingang hat Raul Hilberg ein Forschungsfeld begründet, das man heute Holocaust-Studien nennt. Dabei war sein Standardwerk „Die Vernichtung der europäischen Juden“ lange Zeit zu wahr, um übersetzt zu werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.