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Neues Projekt : Elon Musk auf Mission „down-under“

Hat nicht nur mit seinen Autos viel vor: Tesla-Chef Elon Musk Bild: Reuters

Der Tesla-Chef will verhindern, dass er eine teure Wette um die größte Batterie der Welt verliert. Und seine Mars-Mission vorantreiben.

          Jetzt sieht der Chef selbst nach dem rechten. Am heutigen Freitag wird Elon Musk im südaustralischen Adelaide gleich zweimal von der Zukunft schwärmen: Zum einen muss er sein Projekt einer riesigen Batterie vorantreiben. Sie soll die Region unter Strom halten, wenn es zu Engpässen kommt. Zum anderen will Musk am letzten Tag des International Astronautical Congress, der im nächsten Jahr in Bremen zusammentreten wird, seine unbemannte Marsmission beschreiben.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Der Gründer des Automobilherstellers Tesla Inc. hatte in einer öffentlichen Wette erklärt, die gigantischen Batterien auf einer südaustralischen Windfarm bis zum 1. Dezember ans Laufen zu bekommen – sonst blieben sie kostenlos. Es geht um viel Geld: Zwar ist eine Zahl noch nicht öffentlich benannt, doch schätzen Branchenkenner den Preis für die Stromspeicheranlage auf rund 100 Millionen Dollar. Gemeinsam mit dem französischen Energieunternehmen Neoen und der Südaustralischen Landesregierung will Tesla die Windfarm bei Jamestown zur größten Anlage für erneuerbare Energien im Land ausbauen.

          Fachleute erwarten, dass sie für weltweites Aufsehen sorgen werde. Nicht grundlos verwendet der Südaustralische Ministerpräsident, der viel Kritik einstecken musste, inzwischen ein Foto von sich und Musk auf seinem Twitter-Account. Der australische Gründer der Softwarefirma Atlassian, Mike Cannon-Brookes, hatte Musk via Twitter zu der Wette herausgefordert.

          „Es gibt es richtig Druck, die Sache zu lösen“

          Er erklärte, es gäbe 50 andere Ecken der Welt, die eine solche Batterie wollten, wenn sie in Südaustralischen funktioniere. „Sie wird dreimal größer sein als die Größte, die die Menschheit je entwickelt und gefertigt hat. Wenn sie nicht zum 1. Dezember läuft, kommt sie kostenlos. Das wäre ein 100 Millionen Dollar Loch in der Bilanz. Also gibt es richtig Druck, die Sache zu lösen.“

          TESLA INC. DL -,001

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          Auf dem Raumfahrt-Kongress will der Visionär dann am Nachmittag erklären, wie die Raketen und Raumschiffe finanziert werden sollen, mit denen er eines Tages Menschen auf den Mars schicken will. Der Vorstandschef von SpaceX deutete an, dass er auch ein neues Design für seine Mars-Raumfähre vorstellen wolle. Zudem warte er mit einigen „Überraschungen“ auf. Bislang trägt die geplante riesige Rakete allein 42 Triebwerke an ihrem Boden.

          Sie gilt als die größte, die jemals entwickelt wurde. Musk selber spricht deshalb von ihr als „BFR“, „big fucking rocket“. Nun dürfte sie deutlich geschrumpft sein, auch um Geld zu sparen. „Wenn wir die Mars-Rakete verkleinern, wird sie auch für andere Missionen einzusetzen sein. Es könnte dann ja sein, dass wir für sie Dank des Gebrauchs für Erde-Orbit-Operationen zahlen können“, hatte Musk schon angedeutet, in welche Richtung er denkt.

          Quelle: FAZ.NET

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