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Deutsche Börse : Schon wieder ein Panne

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Eine technische Panne hat den Börsenhandel in Frankfurt am Montagmorgen lahmgelegt. Bild: AFP

Eine technische Panne hat den Börsenhandel in Frankfurt am Montagmorgen lahmgelegt. Mehr als eine Stunde dauerte es, bevor dieser beginnen konnte.

          Wegen Störungen des elektronischen Handelssystems Xetra hat sich am Montag der Auftakt des Aktienhandels verzögert. Erst um 10:09 Uhr konnten die ersten Kurse gestellt werden. Die Störung vom Montag war das zweite Mal, dass die Börse eine rechtzeitige Eröffnung des Handels nicht gewährleisten konnte Jahr. Am 16. März hatte sich zuletzt am Tag der Markteinführung von Siemens Healthineers der Handel mit Aktien und Derivaten in diesem Wert verzögert. Das war ausgerechnet auch noch am „Tag der Aktie“ gewesen.

          Grund für die Verzögerung am Montag war ein technisches Problem mit dem internen Kommunikationsprotokoll des Xetra T7 Systems, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Seit dem vergangenen Sommer findet der Xetra-Handel auf dem Handelssystem T7 statt und der Parketthandel auf dem „alten“ Xetra-Handelsystem. Letzteres funktionierte am Montag auch zuverlässig, doch ist es nicht auf die Anforderungen der großen institutionellen Anleger und der Algo-Trader ausgelegt, die im Millisekundentakt zu handeln wünschen.

          So hieß es von der Börse auch, dass auf dem Parkett während des Xetra-Ausfalls kein größerer Handelsumsatz zu verzeichnen war. Die Algo-Trader und großen institutionellen Akteure mussten wohl oder übel die Füße still halten. Eine nervliche Herausforderung ausgerechnet nach einer Woche, die dem Dax einen herben Einbruch bescherte. Der Dax fiel am Montag zunächst um 0,6 Prozent, erholte sich aber rasch und lag zuletzt aktuell mit 11.591 Punkten 0,6 Prozent im Plus.

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          „Das ist super ärgerlich ", sagt Andre Koppers, Portfoliomanager bei Oberbanscheidt & Cie. „Da so viel Geld involviert ist, sollte es nicht passieren, und besonders nicht zweimal in so kurzer Zeit.“ Andere Börsenplätze wie die Plattform Tradegate und die Börse Stuttgart hatten normal eröffnet. Auch die Terminkontrakte an der Eurex wurden normal gehandelt, obwohl die Eurex früher am Morgen gleichfalls Probleme gehabt hatte.

          Die Börse bezeichnete den abermaligen Ausfall des Systems als ärgerlich. So etwas lasse sich aber nicht komplett ausschließen. Die Systeme müssen extrem leistungsfähig sein. Die Zeit, die ein Wertpapiergeschäft vom Auftrag bis zur Bestätigung der Erfüllung braucht, beträgt im Durchschnitt nur noch 60 Mikrosekunden, also 0,6 Tausendstel einer Sekunde. Jeder Meter Kabel ist hier entscheidend, weswegen große Rechnerkapazitäten direkt neben den Netzwerken der Börse plaziert werden. Wer in solchen Zeiteinheiten denkt, ist über 60 Minuten Verspätung natürlich nicht erbaut. Das sind 3600 Sekunden, 3,6 Millionen Millisekunden, 3,6 Milliarden Mikrosekunden, also 60 Millionen komplette Umläufe eines Wertpapierauftrages. Was man in der Zeit alles hätte verdienen können.

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