http://www.faz.net/-gv6-9c8ly

Nach Erdogans Zinskommentaren : Türkische Lira fällt auf neues Rekordtief

  • Aktualisiert am

Hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent abgewertet: die türkische Lira. Bild: AFP

Die Lira hat nach Aussagen des türkischen Staatspräsidenten Erdogan zur Zinsentwicklung gegenüber dem Dollar abermals an Wert verloren. Investoren sorgen sich vor einer politischen Einflussnahme auf die Zentralbank.

          Zinsspekulationen haben die türkische Lira am Donnerstag auf ein Rekordtief gedrückt. Der Dollar lag am Vormittag 0,6 Prozent höher bei 4,8350 Lira, nachdem er zuvor bis auf 4,9767 Lira geklettert war.

          Auslöser waren Händlern zufolge Aussagen zur Zinsentwicklung von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sich Anfang der Woche per Dekret eine stärkere Kontrolle über die Zentralbank verschafft hatte. „Wir haben viele Instrumente. Ich denke, wir werden die Zinsen in nächster Zeit fallen sehen“, zitierte ihn die Zeitung „Hürriyet“. „Ich bin mir sicher, nicht nur unsere staatlichen Banken, sondern auch unsere privaten Banken werden Verantwortung übernehmen, falls notwendig.“ Der Regent sieht sich als „Gegner von Zinsen“ und dringt seit längerem auf niedrigere Leitzinsen.

          Investoren treiben die Sorgen vor einer politischen Einflussnahme auf die Zentralbank seit Monaten um. Seit Jahresbeginn hat die Lira rund 22 Prozent abgewertet. Die Zentralbank versuchte zuletzt der hohen Inflation und dem Kurssturz der Landeswährung mit Zinserhöhungen gegenzusteuern.

          Weitere Themen

          Sicherheit für das große Geld Video-Seite öffnen

          EZB hat neue Noten : Sicherheit für das große Geld

          Die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten sollen noch sicherer sein und noch leichter zu überprüfen. So sollen Terrorfinanzierung und Geldwäsche besser bekämpft werden können. Ab dem 28. Mai 2019 sollen die neuen Scheine in Umlauf gebracht werden.

          Das Puzzeln mit Scheinen

          Beschädigtes Geld : Das Puzzeln mit Scheinen

          In Mainz ist das Nationale Analysezentrum der Bundesbank. Hier kommt alles Mögliche an Geldscheinen an – und es steckt immer eine Geschichte dahinter.

          Topmeldungen

          Die große Koalition ist ihr Schicksal: Olaf Scholz, Angela Merkel und Horst Seehofer am vergangenen Freitag in Berlin.

          Große Koalition in der Krise : Hysterie ist machbar, Herr Nachbar

          Erst ging es um „Hetzjagden“ in Chemnitz – dann um Hans-Georg Maaßen, die SPD und schließlich um die Regierungskoalition. Ob die Beteiligten, inklusive Journalisten, jetzt schlauer sind?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.