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Prognosesenkung : Aktienkurs von Go Pro stürzt ab

  • Aktualisiert am

Fußballfan mit Action-Kamera Bild: Reuters

Der Kamera-Hersteller Go Pro enttäuscht mit seinen Prognosen abermals. Nicht zuletzt eine bestimmte Ankündigung lässt den Aktienkurs stark fallen.

          Der Actionkamera-Hersteller Go Pro hat seinen Aktionären mit schlechten Nachrichten einen heftigen Schrecken versetzt. Der frühere Börsenliebling an der Wall Street kämpft nach eigenen Angaben mit einer schwächeren Nachfrage und will aus dem Drohnengeschäft aussteigen.

          Go Pro rechnet für das abgelaufene Quartal nun nur noch mit weniger als drei Vierteln des ursprünglich geplanten Umsatzes von rund 470 Millionen Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt einmal sogar 520 Millionen Dollar erwartet. Wegen der schwächeren Nachfrage nach Kameras senkte Go Pro den Preis für sein neues Produkt Hero 6 deutlich.

          Die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley vertreten die Ansicht, dass es für Go Pro schwerer werde, 2018 seine Wachstumsziele zu erreichen. Außerdem sollen 250 der derzeit rund 1250 Arbeitsplätze gestrichen werden. Go Pro will Anfang Februar die genauen Ergebnisse des vergangenen Quartals und eine Prognose für 2018 veröffentlichen.

          GoPro

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          Der Aktienkurs des Unternehmens, dessen Kameras und Drohnen vor allem von Sportlern und Touristen genutzt werden, fielen am Montag um bis zu ein Drittel auf ein Rekordtief von fünf Dollar ab. Zur Zeit stehen sie 23 Prozent im Minus bei 5,79 Dollar. In Deutschland, wo der Handelsumsatz der Aktie überschaubar ist, wird die Aktie mit 4,88 Euro gehandelt.

          Ihre besten Zeiten hat die Notierung aber schon lange hinter sich. Im Herbst 2014 wurde sie noch mit Kursen zu knapp unter 100 Dollar gehandelt. Zwischen August 2015 und Januar 2016 ließ eine schwache Unternehmensentwicklung den Kurs von mehr als 60 dann auf unter 15 Dollar fallen. Ende 2016 ging es dann unter 10 Dollar.

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