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F.A.Z. exklusiv : Die Deutsche Bank macht die DWS zur Weltmarke

Die DWS kommt ganz groß raus - die Deutsche Bank möchte sie zu einer Weltmarke machen. Bild: Wolfgang Eilmes

Die DWS ist wieder da. Der für das Frühjahr 2018 geplante Börsengang der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank geht aber noch mit einer anderen Überraschung einher.

          Der für das Frühjahr 2018 geplante Börsengang der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank geht mit zwei Überraschungen einher, die an diesem Dienstag bekannt wurden. Zum einen will die Deutsche Bank den Namen ihrer deutschen Fondsgesellschaft, der DWS, zur Weltmarke der gesamten globalen Vermögensverwaltung machen.

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Daher soll die bisher „Deutsche Asset Management“ genannte Vermögensverwaltung künftig auch die Bezeichnung „DWS“ in ihrem Namen tragen, hat FAZ.NET erfahren. Damit trägt einerseits der starken Verankerung der Vermögensverwaltung in Deutschland Rechnung getragen: 42 Prozent des verwalteten Vermögens von 698 Milliarden Euro stammen aus dem Heimatmarkt.

          Zudem ist in der Fondbranche auch außerhalb Deutschlands der Name DWS – die Abkürzung steht für Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen – wohl bekannt. Die Entscheidung bedeutet eine bemerkenswerte Kehrtwende: In ihren strategischen Volten der vergangenen zehn Jahre hatte es die Deutsche Bank verstanden, ihren stärksten Markennamen in der Vermögensverwaltung unter Wert zu verkaufen.

          Die zweite Überraschung betrifft einen Rechtsformwechsel. Die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank wird nicht als Aktiengesellschaft, sondern als Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) an die Börse gehen. Dies soll, wie zu hören ist, den Handlungsspielraum des Managements sichern. So gibt es in einer KGaA keine paritätische Mitbestimmung; vielmehr werden nur vier von zwölf Positionen im Aufsichtsrat von Vertretern der Arbeitnehmer besetzt.

          Aufsichtsratsvorsitzender wird Deutsche-Bank-Vorstand Karl von Rohr. Die Deutsche Bank will im Zuge des Börsengangs 20 Prozent des Kapitals ihrer Vermögensverwaltung abgeben; der erhoffte Verkaufserlös beträgt rund 2 Milliarden Euro. Sollte die Deutsche Bank ihre Beteiligung in der Folge deutlich abbauen – die kritische Schwelle könnte um 50 Prozent liegen -, würde die Vermögensverwaltung von einer KGaA in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Vermögensverwaltung erwartet auf mittlere Sicht ein jährliches Wachstum ihres verwalteten Vermögens um drei bis fünf Prozent.

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